Montag, 23. September 2019

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DFB-Team enttäuscht ++ 2:4 (1:0) gegen Niederlande

erstellt am Samstag, 07 September 2019
Tor zum 2:4 für Georginio Wijnaldum (Niederlande) gegen Torwart Manuel Neuer (Deutschland). Tor zum 2:4 für Georginio Wijnaldum (Niederlande) gegen Torwart Manuel Neuer (Deutschland). Bild: Gameday Media Service

sport-kurier. Eine große Chance vergeben hat die deutsche Nationalelf am Freitagabend im Hamburger Volksparkstadion.

Mit 2:4 unterlag die Truppe von Bundestrainer Joachim Löw dem Erzrivalen Niederlande, der durch diesen Sieg nun alle Chancen hat den Gruppensieg der Qualifikationsgruppe C aus eigener Kraft zu sichern.

Nach Spielen in kleineren Arenen wie Wolfsburg und Mainz war die deutsche Nationalmannschaft mal wieder in einem der größeren Stadien zu Gast. Ausverkauft war das Volksparkstadion in Hamburg zwar, doch eine richtige Stimmung wollte wieder nicht aufkommen. Dabei hätten die Fans durchaus Grund zum Stimmung machen gehabt. Es waren kaum neun Minuten gespielt, da war es "Garant" Serge Gnabry, der den Ball das erste Mal ins Tor beförderte und das Stadion jubeln ließ.

 

Marco Reus (Deutschland) zieht ab gegen Daley Blind (Niederlande). Bild: Marc Schüler

"Serge Gnabry spielt bei mir immer", verkündete der Bundestrainer vor der Partie und der Außenstürmer vom Rekordmeister FC Bayern München zahlte das Vertrauen mit diesem Treffer zurück. Doch täuschte der Blick auf die Anzeigetafel über die wahren Kräfteverhältnisse auf dem Platz hinweg. Vorsichtig und mit Respekt agierten die Gäste nach dem Rückstand, doch die deutsche Elf machte nichts aus den sich ihr bietenden Chancen.

Geschickter und cleverer wirkten hingegen die Niederländer, die allerdings mit ihren Angriffen nur selten in den deutschen Strafraum vordrangen. Gnabry, Marco Reus und Timo Werner vergeben beste Chancen für die Gastgeber, so blieb es zur Pause bei der schmeichelhaften Führung. "Wir hatten kaum Ballbesitz, nur wenige Umschaltmomente. Das kann nicht unser Anspruch sein, ein schwaches Spiel von uns", so die Kritik von Abwehrchef Niklas Süle nach der Partie und sprach damit vor allem an, was in der zweiten Hälfte folgte.

 

Toni Kroos (Deutschland) verwandelt den Elfmeter zum Tor zum 2:2 gegen Torwart Jasper Cillessen (Niederlande). Bild: Marc Schüler

Nun riskierten die Niederländer etwas und spielten mutiger nach vorne. Kaum für Entlastung konnten die Gastgeber sorgen und so war es zunächst Frenie de Jong und dann ein Eigentor des schwach spielenden Jonathan Tah, die das Blatt wendeten. Ein unabsichtliches Handspiel von de Ligt im Strafraum führte zum Elfmeter, den Kapitän Toni Kroos sicher zum 2:2 Ausgleich verwandelte (73.).

Doch nun hatten die Gäste mehr vom Spiel und nutzten die sich ihnen bietenden Räume aus. Einen Fehlpass von Matthias Ginter wenige Minuten später schnappt sich Wijnaldum, dieser setzt Malen ein und es steht 2:3. In der Nachspielzeit ist es dann Wijnaldum selber, der nach einem Fehler von Süle den 2:4 Endstand markiert.

 

Jubel bei den Niederlanden. Malen (Nr. 7) hat die 2:3 Führung erzielt. Bild: Marc Schüler

Angefressen war Bundestrainer Joachim Löw nach der Partie. "Ich bin enttäuscht, wir haben unter unseren Möglichkeiten gespielt. Trotz der Führung hatte man nicht das Gefühl, dass wir die Partie unter Kontrolle haben", so der Bundestrainer.

Nicht wenige Fans kritisierten den Auftritt der Mannschaft nach dem Spiel. "Wenn ich mir die beiden Siege im Juni ansehe und dann die Leistung heute, dann wäre es vielleicht an der Zeit Marcus Sorg die Zügel in die Hand zu geben", sagte der eingefleischte HSV-Fan Steven Holbricht, wissend, dass Gegner Niederlande aber auch ein anderes Kaliber ist als die damaligen Gegner Armenien und Estland.

 

 Enttäuschte Deutsche Spieler bedanken sich bei den Fans nach dem 2:4 gegen die Niederlande. Bild: Marc Schüler

Für die deutsche Mannschaft ist diese Niederlage gleich in mehrfacher Hinsicht bitter. So verspielte die DFB-Auswahl ihren Vorteil vom 3:2 Sieg in Amsterdam im Kampf um den Gruppensieg, auch den direkten Vergleich verliert die Mannschaft nun gegen den Erzrivalen.

So wird dem Spiel gegen Nordirland in Belfast am Montag nun eine große Bedeutung zukommen, denn die Nordiren stehen derzeit ungeschlagen mit vier Siegen aus vier Spielen an der Tabellenspitze der Gruppe C. Verliert Deutschland auch dort, so gerät die erhoffte Qualifikation für die Europameisterschaft 2020 in Gefahr, denn nur die beiden Gruppenersten dürfen am in ganz Europa ausgetragenen Turnier teilnehmen.

 

 

 

Letzte Änderung am Samstag, 07 September 2019