Samstag, 28. Mai 2022

Frust nach der Niederlage ++ SV Waldhof droht Mittelmaß in der 3. Liga

erstellt am Donnerstag, 10 Dezember 2020
Max Christiansen musste schon vor dem Anpfiff der Partie in Meppen passen. Der Leistungsträger droht mehrere Spiele auszufallen Max Christiansen musste schon vor dem Anpfiff der Partie in Meppen passen. Der Leistungsträger droht mehrere Spiele auszufallen Bild: Alfio Marino

sport-kurier. Viel Frust beim SV Waldhof. Mit einem Sieg im Nachholspiel beim SV Meppen hätte sich der SVW an das obere Tabellendrittel heranpirschen können, doch es kam bekanntlich anders.

Statt einem Angriff in Richtung Tabellenspitze dümpelt der SVW im Mittelfeld der Tabelle.

Auf der Pressekonferenz nach der Partie wollte SVW-Trainer Patrick Glöckner nichts schönreden. "Wir haben in den entscheidenden Momenten nicht die richtigen Entscheidungen getroffen. Die Gegentore dürfen so nicht fallen, die haben wir hergeschenkt. Uns hat die Aggressivität gefehlt, wir waren immer einen Schritt zu langsam und haben außerdem zuerst immer nur den Raum geschützt, statt direkt auf die Männer zu gehen. Das war nicht das, wie wir spielen wollen", haderte er nach der Niederlage.

Diskutiert wurde noch lange nach dem Abpfiff schon auf dem Rasen der Hänsch-Arena zwischen Meppens Hassan Amin und Waldhofs Kapitän Marcel Seegert. Man kennt sich gut aus gemeinsamen Waldhof-Zeiten. Ob Amin dem Ex-Kollegen dabei noch einmal erklärte, wie er das Führungstor erzielte, ist nicht bekannt.

Ein Freistoß Amins, der afghanische Auswahlspieler ist für gute und gefährliche Standards bekannt, segelte aus über 30 Metern über Freund und Feind hinweg ins Tor. SVW-Keeper Jan-Christoph Bartels sah dabei auch nicht glücklich aus. "Ich trainiere das, heute hat es glücklicherweise geklappt", strahlte indes der Torschütze nach seinem ersten Saisontor und auch dem ersten Treffer gegen seinen Ex-Club.

Amin betonte, dass die unfreiwillige Auszeit der Emsländer, wegen Corona mussten drei Spiele abgesagt werden, das Team noch einmal zusammengeschweißt habe. Zusammenschweißen ist auch beim SVW das Stichwort, denn am Samstag im nächsten Auswärtsspiel bei 1860 München wird es zwangsläufig Änderungen im Kader geben, weil Arianit Ferati seine fünfte gelbe Karte kassierte und gesperrt ist.

Doch bei diesem einen Ausfall wird es nicht bleiben, ganz im Gegenteil. Während die einsatzfähigen Waldhöfer in Meppen ihre Niederlage kassierten, drehten am Alsenweg Marco Schuster und Anthony Roczen ihre Runden. Beide werden, wie Trainer Glöckner schon vor Wochen verlauten ließ, wohl frühestens nach der Weihnachtspause wieder ein Thema, was auch auf Dorian Diring zutrifft.

Auch bei Jan Hendrik Marx ist die Verletzung hartnäckiger als zuerst gedacht. In Meppen mussten zudem Jesper Verlaat nach 15 Minuten und Max Christiansen, der schon beim Aufwärmprogramm über Beschwerden klagte, ersetzt werden. Sollten es Muskelfaserrisse sein, ist für beide das Fußballjahr beendet.

Auch Mohamed Gouaida und Anton Donkor fehlten am Dienstag wegen einer Erkältung. Marcel Hofrath und Hamza Saghiri trugen während dem Spiel in Meppen Blessuren davon. Die Aussichten für die nächsten Spiele könnten besser sein.

 

 

Letzte Änderung am Donnerstag, 10 Dezember 2020