Samstag, 28. Mai 2022

"Aufgeladen ins Spiel gehen" ++ SV Waldhof bestreitet Derby beim 1.FC Kaiserslautern

erstellt am Freitag, 09 Oktober 2020
Szene mit Waldhofs Arianit Ferati aus dem Derby der letzten Saison Szene mit Waldhofs Arianit Ferati aus dem Derby der letzten Saison Bild: Alfio Marino

sport-kurier. Es ist ein Spiel, welches normalerweise die Massen elektrisiert.

Doch in Zeiten von Corona werden diesmal keine zwei verfeindeten Fanlager aufeinandertreffen, wenn der 1.FC Kaiserslautern zum Südwestderby den SV Waldhof empfängt.

Geplant 7500 Zuschauer werden wohl im Stadion sein, doch Gästefans sind wie auch in den anderen Spielen nicht gestattet. "Die 7500 gegnerischen Fans sollen für uns Ansporn sein", ist SVW-Trainer Patrick Glöckner zwar nicht glücklich über diese Situation, hofft aber, dass seine Elf dies in positive Energie umwandelt.

Zuletzt in Dresden klappte es schon ganz gut. In einigen Phasen der Partie waren die Spieler auf dem Rasen lauter als die Zuschauer. "Meine Mannschaft ist gut eingestellt, das ist Fakt. Man darf sich nicht leiten lassen von Provokationen oder Schiedsrichterentscheidungen. Es geht darum, den kühleren Kopf zu haben", blickt Glöckner zuversichtlich auf den Samstag, Anpfiff im Fritz-Walter-Stadion ist um 14 Uhr.

Er erwartet ein Spiel auf Augenhöhe, wenn sein Team mit der entsprechenden Einstellung und einer hundertprozentigen Laufleistung ins Spiel geht. Bezüglich der Aufstellung hält sich der Coach noch bedeckt. "Es kann Änderungen geben", sagte er lediglich. Gerrit Gohlke und Jesper Verlaat sind im Aufgebot, aber wohl noch nicht fit für einen Einsatz von Beginn an.

Nach dem spektakulären 4:4 gegen Türkgücü München hatten die Waldhöfer zwei trainingsfreie Tage. "Wir wollen aufgeladen ins Spiel am Samstag gehen", meinte Glöckner.

Der Rivale 1. FC Kaiserslautern trennte sich nach der deutlichen Niederlage bei Türkgücü München schon nach zwei Spieltagen von seinem Trainer Boris Schommers. Nachfolger Jeff Saibene startete am vergangenen Montag mit einem 2:2-Unentschieden beim SV Wehen Wiesbaden.

Doch der erste Punkt dieser Saison ist noch nicht amtlich, weil es Unklarheiten wegen der U23-Regelung gibt. Der eingewechselte Cifci, der in der Nachspielzeit das 2:2 erzielte, wurde auf dem Spielberichtsbogen als türkischer Nationalspieler aufgelistet, ohne überhaupt ein Länderspiel absolviert zu haben. Der DFB muss nun entscheiden.

Mit Daniel Hanslik und Kenny Prince Redondo haben die Pfälzer zu Beginn der Woche personell noch einmal nachgelegt. Saibene ist heiß auf das Derby, wie er sagte, aber das sind die noch ungeschlagenen Waldhöfer natürlich auch. Im letzten Jahr endeten beide Derbys mit 1:1.

 

 

Letzte Änderung am Freitag, 09 Oktober 2020