Sonntag, 29. Mai 2022

"Sie sind eiskalt" - SV Waldhof empfängt den FC Ingolstadt

erstellt am Freitag, 22 November 2019
Trug auch schon das Trikot des Gegners. Waldhofs Max Christiansen Trug auch schon das Trikot des Gegners. Waldhofs Max Christiansen Bild: AS Sportfoto

sport-kurier. Im letzten Jahr trennten beide Vereine noch zwei Ligen.

Wer als Favorit bei der Begegnung SV Waldhof gegen den FC Ingolstadt in das Spiel geht, ist aber auch aufgrund der Tabellenplätze klar. Waldhof ist Sechster und die "Schanzer" rangieren auf dem zweiten Platz. Diese Paarung gab es im Übrigen noch nie in einem Punktspiel.

Ingolstadt startete stark in die Saison und hat nach einer zwischenzeitlichen kleinen Delle inzwischen wieder die Kurve bekommen. Unter Trainer Jeff Saibene ist Ingolstadt seit acht Spielen ungeschlagen. Der 51-jährige coacht den FCI seit dem Sommer und brachte wieder Kontinuität in den Club, der vor drei Jahren noch Erstligist war.

Im letzten Jahr verschlissen die Ingolstädter nicht weniger als fünf Trainer. Ob der Waldhof-Spieler Max Christiansen, der von Januar 2015 bis Juni 2018 das Trikot der Bayern trug, seinem Trainer den ein oder anderen Tipp geben kann, ist bei solch einer Fluktuaktion eher unwahrscheinlich.

Das Saisonziel des FC ist der Wiederaufstieg, daher will man auch in Mannheim die volle Ernte einfahren. Das Team reist nach eigenen Angaben selbstbewusst und fokussiert an. Kapitän Stefan Kutschke ist bester Torschütze der Schanzer mit sieben Toren, davon viermal per Elfmeter. Neuzugang Dennis Eckert Ayensa liegt mit sechs Treffern knapp dahinter.

Am SV Waldhof liegt es nun, dem Gegner in die Suppe zu spucken. Der SVW beendete seine sieglose Serie in Großaspach mit einem 0:3-Auswärtsserfolg und tankte dadurch neues Selbstvertrauen. "Es war wichtig, dass wir auch mal wieder zu Null gespielt haben", war Trainer Bernhard Trares auch mit der Defensivleistung endlich mal wieder einverstanden.

"Wir haben 90 Minuten Zeit, das Spiel zu gewinnen", soll sein Team auch bei einem eventuellen Rückstand gegen Ingolstadt nicht den Kopf verlieren, sondern cool bleiben. Anders als kürzlich gegen Halle, wie Trares als Beispiel anführte. "Man könnte mit 2:1 führen und kassiert das 0:1 und prompt das 0:2.". Dass kurzzeitig nach dem 0:1 die Ordnung verloren ging, störte den Coach gewaltig, billigt seiner Elf aber auch eine Lernphase zu.

Disziplinierte Abwehrarbeit wird gegen die Audistädter auch vonnöten sein, denn "Ingolstadt macht aus wenig viel. Sie sind eiskalt und brauchen nicht viele Chancen", sagt Trares.

Mit Dorian Diring muss er auf einen Leistungsträger aufgrund der fünften gelben Karte verzichten, der Mittelfeldmotor wird im nächsten Spiel wieder in das Geschehen eingreifen. Raffael Korte und Mohamed Gouaida dagegen müssen sich noch länger gedulden, sie werden nach und nach wieder in das Mannschaftstraining integriert. Ein Einsatz noch vor Weihnachten wollte Trares nicht gänzlich ausschließen.

Anpfiff der Begegnung ist am Samstag um 14 Uhr. Geleitet wird das Spiel von Schiedsrichter Oliver Lossius aus Berlin.

 

 

 

Letzte Änderung am Freitag, 22 November 2019