Montag, 23. September 2019

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Verfahren eingestellt - Geldbuße für Rüdiger Lamm

erstellt am Dienstag, 10 September 2019
Rüdiger Lamm, Ex-Manager des SV Waldhof Rüdiger Lamm, Ex-Manager des SV Waldhof AS Sportfotos

sport-kurier. Mit einem blauen Auge davongekommen ist Rüdiger Lamm.

Gegen Zahlung von Geldbußen stellt das Gericht die Verfahren gegen den ehemaligen Berater des SV Waldhof mit Managerfunktion und zwei Mitangeklagte ein. 120 000 Euro soll der mittlerweile 70-jährige für einen Vorgang zahlen, je 60 000 Euro die Mitangeklagten.

Zu Beginn des Verfahrens hatte das Gericht einen Antrag Lamms auf Einstellung des seit Juli laufenden Verfahrens gegen Zahlung einer Geldbuße noch abgelehnt. Doch es stellte sich im Laufe der Verhandlung heraus, dass die schon 13 Jahre zurückliegende Angelegenheit nur schwer lückenlos aufzuklären sein würde.

Der Vorwurf lautete auf Unterschlagung von Geldern der Dietmar-Hopp-Stiftung, die vor 13 Jahren für den Bau eines Jugendförderzentrums auf dem Trainingsgelände des SV Waldhof Am Alsenweg zur Verfügung gestellt wurden. Die drei Angeklagten sollen in der Bauphase einen Teil des Geldes anderweitig verplant haben.

Abgelaufen sein soll es folgendermaßen: Ein Generalunternehmer machte ein Angebot zur Errichtung des Gebäudes zum Preis von 1,15 Millionen Euro. Der tatsächliche Baupreis lautete auf 665 000 Euro. Von den restlichen 450 000 Euro sollten 100.000 Euro auf das Konto von Lamm und 50.000 an die Mitangeklagten gehen. Die übrigen 300.000 Euro sollten über Sponsoringverträge an den SV Waldhof fließen. Die Angeklagten bestritten diesen Vorwurf in der Verhandlung nicht.

Die drei Angeklagten haben nun drei Wochen Zeit, die Geldbuße an die Hopp-Stiftung zu überweisen. Sollte dann das Geld nicht eingegangen sein, würde das Verfahren wieder eröffnet werden.

 

 

Letzte Änderung am Dienstag, 10 September 2019