Freitag, 06. Dezember 2019

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Ein Fußballfest mit Schönheitsfehler ++ Drei Tore des SV Waldhof reichten nicht ++ 3:5 gegen Frankfurt

erstellt am Montag, 12 August 2019
Sulejmani trifft zum 1:0 Sulejmani trifft zum 1:0 Bilder: maphotography68/Alfio Marino

sport-kurier. Drei Tore reichten nicht, um Bundesligist Eintracht Frankfurt in der ersten Hauptrunde aus dem DFB-Pokal zu werfen.

Ante Rebic mit einem lupenreinen Hattrick in der Schlußviertelstunde (76., 82., 88.) drehte einen 3:2-Rückstand zur Freude des Eintracht-Anhangs noch in einen 3:5 (2:2)-Sieg.

"Rebic ist natürlich Spieler des Tages. Ich bin froh, in der zweiten Runde zu sein. Es war ein super Pokalspiel mit starken kämpferischen Leistungen beider Mannschaften", war Frankfurts Coach Adi Hütter heilfroh, nicht wie im Vorjahr schon in der ersten Runde die Segel streichen zu müssen. "Ich war mir erst nach dem fünften Tor sicher, dass wir weiterkommen", musste er zugeben.

Kollektive Freude beim SVW über den Führungstreffer

Die vorangegangenen 90 Minuten vor ausverkaufter Hütte (24302 Zuschauer) hatten es wahrlich in sich. Waldhof war nah dran an der Sensation. Nach nur 150 Sekunden bediente Maurice Deville den in der Mitte stehenden Valmir Sulejmani und Waldhof führte 1:0 (3.).

Nächster Waldhof-Angriff hieß auch nächstes Tor. Ein gewonnener Zweikampf im Mittelfeld, der Pass kam zu Sulejmani und der umkurvte Martin Hinteregger, um freies Schussfeld zu haben. Der Rest war Freude pur nach dem 2:0 (10.). Die Zuschauer trauten ihren Augen nicht. Von Frankfurt war auch in den kommenden Minuten nichts zu sehen. Waldhof dagegen auf dem Weg zum 3:0, doch erst verpasst Deville den in den Strafraum segelnden Freistoß knapp (16.), dann scheitert Diring (20.).

Bundesliga-Atmosphäre im CBS

Fast aus dem nichts war die beruhigende Führung im Gegenzug dahin. Daichi Kamada verkürzte mit dem ersten nennenswerten Angriff auf 2:1 (21.). Marcel Seegerts Kopfball beschwor noch einmal Gefahr für das Eintracht-Tor herauf, doch der Treffer fiel auf der anderen Seite. Bei Filip Kostics verdecktem Schuss zeigte Markus Scholz keine Reaktion, den Ball sah er erst, als er schon im Netz lag (45.). "Die Tore sind zu einfach gefallen", ärgerte sich SVW-Trainer Bernhard Trares über das unnötige 2:2 nach 45 Minuten.

Nach der Pause war Markus Scholz so wie gegen David Abraham (60.) mehrfach gefordert, denn die Eintracht riss das Geschehen an sich. Das erste Tor in der zweiten Halbzeit erzielte aber Waldhof. Mit Vollspann und Vollgas hämmerte Jan-Hendrik Marx den Ball in die Maschen (72.).

Daichi Kamada (nicht im Bild) verkürzt mit seinem Fernschuss aus circa 18m auf 2:1.

"Berlin, Berlin, wir fahren nach Berl", inskandierten die Mannheimer Anhänger. Doch zu frühgefreut, denn die Adler hatten ja noch Rebic und der schlug gegen müde werdende Waldhöfer noch dreifach zu. "Am Ende haben uns die Körner gefehlt. Du brauchst auch viel Spielglück", trug Trares die Niederlage mit Fassung. Und Hütter konstatierte: "Waldhof hat mehr Niveau als der FC Vaduz". Gegen die Liechtensteiner gewannen die Frankfurter am Donnerstag das Europa League Qualifikationsspiel mit 5:0.

SV Waldhof - Eintracht Frankfurt 3:5 (2:2)

SV Waldhof: Scholz - Marx, Schultz, Seegert, Conrad - Christiansen (84.Celik), Schuster - Deville, G.Korte (63.Ferati), Diring - Sulejmani (67.Koffi) Eintracht Frankfurt: Trapp - Abraham, Hasebe, Hinteregger - Kohr, Fernandes (75.Gacinovic) - da Costa (46.Durm), Kamada, Rebic, Kostic - Joveljic (58.Paciencia)

Tore: 1:0, 2:0 Sulejmani (3., 10.), 2:1 Kamada (21.), 2:2 Kostic (45.), 3:2 Marx (72.), 3:3, 3:4, 3:5 Rebic (76., 82., 88.)
Schiedsrichter: Brych (München)
Zuschauer: 24302
gelbe Karte: Christiansen, Seegert / Kostic

 

 

Letzte Änderung am Montag, 12 August 2019