Dienstag, 30. November 2021

"Niederlage gegen St. Pauli schnell abhaken" ++ SV Sandhausen will beim FC Schalke 04 etwas Zählbares mitnehmen

erstellt am Donnerstag, 25 November 2021
Gegen Nürnberg und St. Pauli unterlagen die Sandhäuser zuletzt - jetzt geht es gegen den FC Schalke. Gegen Nürnberg und St. Pauli unterlagen die Sandhäuser zuletzt - jetzt geht es gegen den FC Schalke. Bild: AS Sportfoto

sport-kurier. Nur drei Tage nach dem Nachholspiel beim FC St. Pauli tritt der SV Sandhausen am Samstag um 13.30 Uhr beim Bundesligaabsteiger FC Schalke 04 an.

Nach der unverdienten Heimniederlage gegen Nürnberg sprach SVS-Coach Alois Schwartz nach dem 1:3 in St. Pauli von einer "verdienten Niederlage, die wir schnell abhaken müssen", um im letzten Spiel der Englischen Woche doch noch Zählbares mitzunehmen. Auf Rang 17 trennen die Kurpfälzer aktuell zwei Punkte vom Relegationsplatz, während Schalke auf Platz 7 rangiert und ausgeruhter ist.

Schwartz zeigte sich wohl zufrieden mit dem mutigeren Auftreten seines Teams beim Tabellenführer in der 2. Halbzeit, doch ein Auftritt wie in der Anfangsphase mit zwei frühen Gegentoren darf bei den ebenso offensivstarken Gelsenkirchenern nicht nochmal passieren. "Wir hatten in den ersten 20 Minuten Nullkommanull Zugriff, St. Pauli hat sich in einen Rausch gespielt", ärgerte sich der Sportliche Leiter Mikayil Kabaca, der sich zuletzt bereits über die Ansetzung der Englischen Woche nach der Corona-bedingten Zwangspause des SVS und unglückliche Entscheidungen gegen die Kurpfälzer in den letzten Ligaspielen ärgerte.

Während die Schalker am Samstag bis auf Abwehrmann Sane fast aus dem Vollen schöpfen können, muss SVS-Trainer Schwartz neben den Verletzten Wulle, Biada, Sicker und Kister, der am Sprunggelenk operiert wird auf Erik Zenga, der in St. Pauli seine fünfte gelbe Karte sah, verzichten. Für den defensiven Mittelfeldmann könnte Carlo Sickinger ins Team rücken, doch womöglich entscheidet sich Schwartz auch für eine offensivere Formation, nachdem Christian Conteh nach seiner Einwechslung in Hamburg frischen Schwung ins Spiel des SVS brachte.

Mit einem Gesamtkaderwert von ca. 30 Millionen Euro ist der FC Schalke 04 trotz Verbindlichkeiten von über 200 Millionen Euro hinter Werder Bremen und dem Hamburger SV ganz vorne angesiedelt. Nach der katastrophalen letzten Bundesligasaison, welche die "Die Knappen" mit 16 Punkten und damit 17 Punkten hinter dem rettenden Ufer abschlossen, sind die Erwartungen der Anhänger des mit 160.000 Mitgliedern immer noch drittgrößten deutschen Vereins trotz eines enormen Umbruchs hoch.

Rechnet man die ausgeliehenen Spieler hinzu, stehen 31 Abgängen 18 Neuzugänge gegenüber. Nach etwas über einem Drittel der Saison lässt sich sagen, dass Chef-Kaderplaner Rouven Schröder und Sportvorstand Peter Knäbel einen schlagkräftigen Kader zusammengestellt haben, doch bei der Formulierung der Ziele zeigt sich Schröder zurückhaltender: "Wir dürfen uns nichts vormachen. Mein Credo lautet deshalb: Ambitioniert, aber realistisch."

Der Betriebsunfall des ersten Abstiegs seit 1988 soll dennoch bald behoben werden Entgegen vielen Kritikern wurde für den Neuaufbau an Trainer Dimitrios Grammozis, der seit seinem Engagement das letzte Drittel in der 1. Liga mit zwei Siegen, einem Remis und acht Niederlagen abschloss, festgehalten. Den Kader konnte der Coach zu großen Teilen für sein bevorzugtes 3-5-2 System mitgestalten.

Beim Spiel in Bremen standen mit Thiaw und Aydin nur zwei junge Spieler des letztjährigen Bundesligakaders in der Anfangself der Schalker. Neuzugang und Routinier Simon Terodde hat mit seinem Führungstor in Bremen einen historischen Treffer erzielt: Mit seinem 12. Saisontor und seinem insgesamt 154. Zweitligator ist er jetzt alleiniger Zweitliga-Rekordtorschütze.

Ebenfalls eingeschlagen hat der holländische Neuzugang Thomas Ouwejan, der mit Flanken bereits sechs Tore vorbereitete. Seit dem 8. Spieltag hütet Martin Fraisl für Ralf Fährmann das Tor. Mit guten Leistungen rechtfertigt Fraisl, der vor einem Jahr beim SV Sandhausen nach einem Streit mit Ex-Trainer Michael Schiele gehen musste, das Vertrauen von Schalke-Coach Grammozis.

 

 

 

 

 

Letzte Änderung am Donnerstag, 25 November 2021

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