Sonntag, 23. Januar 2022

Nach Corona-Pause geht es für den SV Sandhausen Freitagabend gegen den 1. FC Nürnberg

erstellt am Mittwoch, 17 November 2021
Spielszene: SV Sandhausen - SV Werder Bremen. Sandhausens Erik Zenga am Ball. Spielszene: SV Sandhausen - SV Werder Bremen. Sandhausens Erik Zenga am Ball. AS Sportfoto

sport-kurier. Nach einer dreiwöchigen Pflichtspielpause folgen für den SV Sandhausen gleich drei Partien gegen topplatzierte Zweitligateams innerhalb von acht Tagen.

Zunächst empfängt der SVS am Freitagabend um 18.30 Uhr den 1. FC Nürnberg, bevor am darauffolgenden Mittwoch das Nachholspiel des 13. Spieltags beim FC St. Pauli und drei Tage später die Partie bei Schalke 04 ansteht.

Die Corona-Pandemie hat die Kurpfälzer zuletzt besonders hart getroffen, und zwölf namentlich nicht genannte positiv getestete Spieler sowie sechs positive Tests im Betreuerstab ließen das Spiel vor der Länderspielpause in St. Pauli nicht zu. Da voraussichtlich alle Akteure geimpft sind, blieben schwere Infektionsverläufe aus, während sich die gesunden Spieler mit individuellen Trainingsplänen fithielten. Sechs der SVS-Profis konnten nach weiteren Testergebnissen die Voraussetzungen eines negativen Tests und fünf symptomfreien Tagen bereits in der Länderspielpause erfüllen und vor einer Woche in den Trainingsbetrieb zurückkehren. Die anderen sechs Spieler kehrten am Dienstag ins Training zurück, womit nur noch ein Fragezeichen hinter den zuletzt verletzten Daniel Keita-Ruel und Arne Sicker steht.

Während die Clubberer aus Nürnberg auf Rang 6 drei Punkte Rückstand zu Platz 3 haben, ist für Sandhausen durch den Sieg von Erzgebirge Aue bei einem Punkt Vorsprung auf Platz 17 die Luft wieder dünner geworden. Doch den Schwarz-Weißen muss auch vor der Englischen Woche nicht bange sein, schließlich ist das Team von Trainer Alois Schwartz seit drei Spielen ungeschlagen. Nur drei Gegentore in diesen drei Partien sind eine Steigerung zu den 20 Gegentoren in neun Spielen zuvor und unterstreichen eine neue Kompaktheit. Für Besucher des Flutlichtspiels am Hardtwald gegen Nürnberg gilt statt der bisherigen 3G- erstmals die 2G-Regel, die besagt, dass nur vollständig Geimpften und Genesenen der Einlass gewährt wird.

Als einziges Team der 2. Liga war der 1. FC Nürnberg nach elf Spieltagen noch ungeschlagen. Prunkstück war die stabile Defensive um Christopher Schindler, die nur sieben Gegentore zuließ. Nachdem die Franken in der Saison 2019/20 nur um Haaresbreite dem Abstieg in Liga 3 entgingen, baut Trainer Robert Klauß seit einem Jahr verstärkt auf Talente. Die Neuzugänge Schindler von Huddersfield Town sowie Florian Hübner von Union Berlin bringen die nötige Erfahrung mit, um der Abwehr mehr Stabilität zu verleihen.

Während der laufstarke, abgeklärte und zweikampfstarke Schindler bisher voll einschlug, hatte Hübner Verletzungspech und ist seit dem 3. Spieltag wegen einer Schulterverletzung zum Zuschauen gezwungen. In Sandhausen ist Hübner bestens bekannt, denn Alois Schwartz holte ihn in seiner ersten Amtszeit 2013 an den Hardtwald.

Das Aus in der zweiten Runde des DFB-Pokals nach Elfmeterschießen im heimischen Max-Morlock-Stadion gegen den Hamburger SV war jedoch etwas wie ein Knackpunkt, denn die anschließenden Ligaspiele in Darmstadt und gegen Bremen verloren die Franken ebenfalls. Dennoch sorgt das Team, das aus Juniorennationalspielern wie Tom Krauß und Stürmer Erik Shuranov (3 Saisontore) sowie dem erfahreneren Mats Möller Daehli, einem der technisch beschlagendsten Mittelfeldspieler der Liga, besteht, für eine Aufbruchstimmung wie schon länger nicht mehr im Frankenland.

Coach Klauß, der als Co-Trainer unter Julian Nagelsmann bei RB Leipzig ausgebildet wurde und seit letzter Saison seinen ersten Cheftrainerposten in Nürnberg innehat, zu seiner Philosophie: "Auf der einen Seite wild und intensiv, auf der anderen Seite mit klaren Abläufen." Offensiv eingestellte Gegner kommen den Franken dabei gelegen, denn das Klauß-Team versteht es, schnell und gut umzuschalten. Doch die Stärken des SV Sandhausen liegen eher in der Kompaktheit.

 

 

Letzte Änderung am Mittwoch, 17 November 2021

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