Freitag, 07. Mai 2021

"Es gibt jetzt nur noch Endspiele" ++ Gegen den 1. FC Nürnberg ist ein Sieg für den SV Sandhausen Pflicht

erstellt am Freitag, 29 Januar 2021
Denis Linsmayer (weiß) in Aktion. Szene aus SVS-1.FCK. Denis Linsmayer (weiß) in Aktion. Szene aus SVS-1.FCK. AS Sportfoto

sport-kurier. Die Lage beim SV Sandhausen ist nach 18 Zweitligaspieltagen brenzlig, aber nicht aussichtslos.

Erstmals in der Saison sind die Kurpfälzer auf einen Abstiegsplatz abgerutscht bei einem Punkt Rückstand zum Tabellensechzehnten und nächsten Auswärtsgegner FC St. Pauli.

Zunächst folgt jedoch das Heimspiel am kommenden Sonntag um 13.30 Uhr gegen den Tabellenvierzehnten 1. FC Nürnberg. Zwei Partien, in denen es gilt, weitere Ausrutscher zu vermeiden, doch dazu bedarf es einer besseren Chancenverwertung und einer konzentrierteren Defensivleistung. Wie schon in Regensburg wurde das dem SVS in Darmstadt zum Verhängnis, auch wenn man laut des Sportlichen Leiters Mikayil Kabaca "gewillt war, das Spiel zu gewinnen und eine deutliche Steigerung zu erkennen war".

"Es gibt jetzt nur noch Endspiele", sagte SVS-Kapitän Dennis Diekmeier, der jedoch beim ersten der noch 16 Endspiele zum Klassenerhalt genauso wie der defensive Mittelfeldakteur Emanuel Taffertshofer nach der fünften gelben Karte gesperrt ist. Eine Situation, die auch durchaus Chancen bieten kann - auf der Position des Rechtsverteidigers könnte der offensivstarke Routinier Philipp Klingmann die erste Alternative zu sein. Im Mittelfeld hingegen könnte Trainer Michael Schiele wieder auf Denis Linsmayer zurückgreifen. Als Alternative bietet sich der vom 1. FC Kaiserslautern verpflichtete Janik Bachmann an.

Kabaca: "Janik bringt Mentalität und Leidenschaft mit, diese Tugenden sind im Abstiegskampf gefragt". Die ebenso nötigen spielerischen Glanzpunkte setzte in den letzten beiden Partien Besar Halimi, der bisher den angeschlagenen Julius Biada sehr gut vertritt. Für die Offensive kehrt zudem Neuzugang Patrick Schmidt nach seiner Sperre zurück.

Wiederum trifft der SVS gegen den 1. FC Nürnberg auf einen angeschlagenen Gegner, der zuletzt bei der 0:1-Heimniederlage gegen Regensburg eine spielerische Bankrotterklärung ablieferte und nur zweimal über Standards gefährlich wurde. Mit Robin Hack, Felix Lohkemper und Pacal Köpke hatten die Franken einige Ausfälle in der Offensive zu verzeichnen, dafür könnte der vom belgischen Erstligisten KRC Genk ausgeliehene Mats Möller Daehli am Hardtwald sein Debüt feiern.

Der frühere Hoffenheimer Außenstürmer und letztjährige Top-Torschütze Hack ist wieder einsatzbereit, während Mittelfeldspieler Tom Krauß wegen einer Gelbsperre pausieren muss. Das Spiel der Clubberer lebt mehr davon, tief zu stehen und auf Umschaltmomente zu lauern, doch im neuen Jahr war das bei einem Unentschieden gegen den Hamburger SV und vier Niederlagen nicht von Erfolg gekrönt. Bislang erfolgreich ist der erfahrene Stürmer Manuel Schäffler, der an seine starke letzte Saison beim SV Wehen Wiesbaden anknüpft und seit seinem Wechsel ins Frankenland in 15 Einsätzen acht Mal traf.

Mit 20 Punkten auf Platz 14 hinkt der fränkische Traditionsverein und neunfache Deutsche Meister unter seinem Trainer Robert Klauß, der letzte Saison noch Co-Trainer unter Julian Nagelsmann bei RB Leipzig war, den Erwartungen noch hinterher. Mit einem Auswärtssieg könnten sich die Franken am Sonntag etwas Luft im Abstiegskampf verschaffen.

Mögliche Aufstellungen:
SV Sandhausen: Kapino - Röseler, Kister, Zhirov - Klingmann, Paurevic, Linsmayer, Rossipal - Halimi - Behrens, Keita-Ruel
1. FC Nürnberg: Mathenia - Valentini, Mühl, Sörensen, Handwerker - Geis, Behrens - Hack, Möller Daehli (Dovedan), Nürnberger - Schäffler

 

 

Letzte Änderung am Freitag, 29 Januar 2021

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