Montag, 30. November 2020

"Punktausbeute unbefriedigend" ++ SV Sandhausen will bei Fortuna Düsseldorf bestehen

erstellt am Donnerstag, 19 November 2020
Archivbild. Diego Contento (Nr.3) trifft mit dem SV Sandhausen auf seinen Ex-Club Fortuna Düsseldorf Archivbild. Diego Contento (Nr.3) trifft mit dem SV Sandhausen auf seinen Ex-Club Fortuna Düsseldorf Bild: AS Sportfoto

sport-kurier. Der Stachel der Enttäuschung saß tief beim SV Sandhausen nach dem vierten sieglosen Spiel in Folge beim Unentschieden gegen Eintracht Braunschweig, bei dem die Kurpfälzer einen 2-Tore-Vorsprung verspielten.

Entsprechend unzufrieden zeigte sich danach SVS-Trainer Uwe Koschinat: "Nach so großer Souveränität und einer guten Spielstruktur in der ersten Hälfte darf man das Spiel nicht mehr aus der Hand geben. Bei so viel Erfahrung auf dem Platz sollte das nicht passieren. Die bisherige Punkteausbeute ist in Relation zu unserer Erwartungshaltung unbefriedigend."

Das Durchschnittsalter der SVS-Startelf betrug 28,5 Jahre und kein Spieler war unter 25 Jahre alt, was Vor- wie Nachteile mit sich bringen kann. Es gab einiges aufzuarbeiten in der Länderspielpause, bevor nun am Samstag um 13 Uhr die Auswärtspartie des 8. Spieltages bei Bundesligaabsteiger Fortuna Düsseldorf ansteht.

Für die Kurpfälzer ist es wieder ein Duell mit einem Tabellennachbarn, denn beide Teams haben sich bisher acht Punkte bei einem Torverhältnis von jeweils minus drei Toren erspielt. Auswärts holten die Düsseldorfer zuletzt in Nürnberg ihren ersten Punkt, doch daheim wurden sieben von neun möglichen Zählern geholt.

Für Koschinat und sein Team steht ein Monat der Wahrheit an, denn für die Spiele in Düsseldorf sowie beim Schlusslicht aus Würzburg sowie dazwischen dem Heimspiel gegen Erzgebirge Aue ist man unter Zugzwang geraten, gegen Teams auf Augenhöhe punkten zu müssen und erstmals in der Saison auswärts etwas mitzunehmen.

Danach stehen bis zur coronabedingt kurzen Winterpause noch drei Spiele gegen die momentan topplatzierten Mannschaften aus Fürth, Hamburg und Kiel an. Aktuell trennt den SVS auf Rang 12 gerade mal ein Punkt vom Tabellensiebzehnten aus St. Pauli, allerdings liegt man auch nur drei Punkte hinter dem Tabellenfünften aus Paderborn zurück.

Am letzten Spieltag der vergangenen Bundesligasaison rutschten die Düsseldorfer vom Relegations- auf den direkten Abstiegsplatz, was den sechsten Abstieg in der Erstligageschichte bedeutete. Die Rheinländer haben als einer der finanziell in der oberen Hälfte angesiedelten Vereine grundsätzlich andere Ansprüche wie der SV Sandhausen, haben jedoch einen Umbruch hinter sich.

18 Spieler verließen den Traditionsklub, darunter die Leistungsträger Erik Thommy, Niko Gießelmann, Abwehrchef Kaan Ayhan und Spielgestalter Kevin Stöger. Von den Neuzugängen konnte bisher der aus Augsburg ausgeliehene und zweikampfstarke Kevin Danso überzeugen. Zusammen mit seinem österreichischen Nationalelfkollegen Christoph Klarer, der vom FC Southhampton kam, bildet er das neue Innenverteidigerduo.

Außerdem konnte der polnische Mittelfeldspieler Jakub Piotrowski, der aus Genk kam, positiv auf sich aufmerksam machen. Für Trainer Uwe Rösler kommt dem kantigen Torjäger Rouwen Hennings eine "tragende Rolle in dem Gerüst, um das herum eine Mannschaft aufgebaut werden soll" zu. Der Coach lässt unterschiedliche Systeme spielen und verlangt taktische Flexibilität.

Der SVS hat eine hohe Hürde in der Merkur Spiel-Arena zu überspringen, um erstmals auswärts zu punkten. Positiv stimmt dabei die bisherige Zweitligabilanz seit 2013, nach der die Kurpfälzer bei zwei Niederlagen bereits dreimal in Düsseldorf gewinnen konnten.

Linksverteidiger Diego Contento dürfte am Samstag besonders motiviert sein, nachdem er die letzten zwei Jahre bei den Fortunen nicht Fuß fassen konnte und nach seinem Wechsel an den Hardtwald bei den letzten Einsätzen noch hinter den Erwartungen zurückblieb. Bei den Gastgebern stehen mit Thomas Pledl und Matthias Zimmermann zweit ehemalige SVS-Akteur im Kader.

 

 

Letzte Änderung am Donnerstag, 19 November 2020

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