Mittwoch, 27. Mai 2020

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Mit einem Sieg über Jahn Regensburg will der SV Sandhausen den freien Fall in die Abstiegszone verhindern

erstellt am Donnerstag, 21 Mai 2020
Archivbild - SV Sandhausen vs. Jahn Regensburgv.li. Leart Paqarada (Sandhausen) schiesst auf das Regensburger Tor. Archivbild - SV Sandhausen vs. Jahn Regensburgv.li. Leart Paqarada (Sandhausen) schiesst auf das Regensburger Tor. Bild: Siegfried Lörz

sport-kurier. Nach dem missglückten Neustart in die Zweitligasaison mit einer 1:3-Niederlage in Aue folgt für den SV Sandhausen nun das erste Geisterspiel am heimischen Hardtwald.

Die Partie am Samstag um 13 Uhr gegen den SSV Jahn Regensburg ist der Start in die erste Englische Woche der Restsaison - die Zweite in dem straffen Zeitplan folgt zwei Wochen später.

Es folgt der Abstiegskrimi beim SV Wehen Wiesbaden am nächsten Dienstag sowie das Heimspiel und Wiedersehen mit Ex-Trainer Kenan Kocak gegen Hannover 96 am Samstag, den 30. Mai. Besonders für die vier noch ausstehenden Heimspiele gegen Regensburg, Hannover, Bielefeld und Dresden sind die Schwarz-Weißen deutlich unter Zugzwang geraten, um wichtige Punkte im Abstiegskampf einzufahren.

Zwar blieb der SVS das siebte Spiel in Folge ohne Sieg und kassierte im 15. Spiel in Folge mindestens ein Gegentor, doch der alleinige Blick aufs nackte Ergebnis in Aue reicht nicht. Durch die Doppelbestrafung mit dem verhängten Strafstoß sowie der unberechtigten Roten Karte gegen Kapitän Dennis Diekmeier wurde das Konzept der Kurpfälzer schon nach vier Minuten über den Haufen geworfen.

Die Kurpfälzer rappelten sich wieder auf und gaben in der Folgezeit sogar mehr Torschüsse als die Sachsen ab. Demgegenüber machte man es Aue bei den Gegentoren aber auch viel zu leicht. Kommt es nicht zur bereits vorhanden gewesenen Stabilität in der Defensive und mehr Durchschlagskraft im Spiel nach vorne, kann es mit Blick auf das Restprogramm noch eng im Kampf um den Klassenerhalt werden.

Es könnte sich noch zum Vorteil für den SVS entwickeln, dass die Gegner ohne den gewohnten Fananhang auskommen müssen. "Wir haben es selbst in der Hand", so der Sportliche Leiter Mikayil Kabaca. In der Tabelle ist der Vorsprung auf Relegationsplatz 16 seit dem letzten Spieltag von vier auf nur noch einen Zähler geschmolzen, da Wehen Wiesbaden der Last-Minute-Überraschungssieg gegen den VfB Stuttgart gelang.

Zu Platz 17 sind es nur noch zwei Punkte, da der Karlsruher SC ebenfalls gewann. Während Kapitän Diekmeier, der für ein Spiel gesperrt wurde und somit gegen Regensburg fehlt, kehrt mit dem wuchtigen Kevin Behrens eine unverzichtbare Sturmoption nach einer Gelbsperre zurück.

Gegner Regensburg rangierte trotz eines Umbruchs nach 19 Spieltagen auf dem ausgezeichneten 5. Platz. Trainer Mersad Selimbegovic, der bisherige Co-Trainer unter dem zur neuen Saison abgewanderten Achim Beierlorzer, führte den Erfolgsweg mit einem aggressiven Spielsystem fort.

In den letzten sechs Spielen kam der Jahn bei fünf Niederlagen aber vom Erfolgsweg ab, womit die lange Pause ein stückweit gelegen kam. Beim Re-Start konnten die Oberpfälzer nach einem 0:2-Rückstand gegen Holstein Kiel in der heimischen Arena durch den Ausgleichstreffer in der zweiten Minute der Nachspielzeit noch einen glücklichen, aber aufgrund der zum wiederholten Male gezeigten Comeback-Qualitäten nicht unverdienten Punkt mitnehmen. Der eingewechselte ehemalige SVS-Akteur Marc Lais bereitete beide Treffer vor, die durch Sebastian Stolze und Andreas Albers per verwandeltem Foulelfmeter erzielt wurden.

Mittelfeldspieler Stolze kann damit bereits fünf Saisontore und sieben Vorlagen aufweisen. Innenverteidiger Sebastian Nachreiner, der bislang erst bei einem Spiel der Saison fehlte, erhielt gegen Kiel seine fünfte gelbe Karte und ist zum pausieren gezwungen - für ihn dürfte der zweite ehemalige Sandhäuser Tim Knipping gute Chancen besitzen, an alter Wirkungsstätte ins Team zu rücken.

Der 34-jährige Routinier Marco Grüttner, siebenfacher Torschütze in dieser Saison und mit 32 Toren ein Garant dafür, dass der SSV in den vergangenen Jahren im Unterhaus eine gute Rolle spielte, hat bereits seinen Abschied zum Ende der Saison verkündet, wenn er in die schwäbische Heimat zum Oberligisten aus Freiberg zurückkehren wird. In der Saison 2017/18 wurde Grüttner als fairster Profifußballer ausgezeichnet.

Bei fünf Heimsiegen, zwei Unentschieden und einer Niederlage möchte der SVS seine gute Heimbilanz gegen Regensburg ausbauen und wichtige Punkte landen. Den ersten Heimerfolg gab es noch zu Regionalliga-Zeiten in der Saison 2007/08.

 

 

Letzte Änderung am Donnerstag, 21 Mai 2020

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