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SV Sandhausen will die Störche einfangen - Zum Jahresabschluss kommt Holstein Kiel

erstellt am Donnerstag, 19 Dezember 2019
Sandhausens Gislason am Ball. Sandhausens Gislason am Ball. Bild: AS Sportfotos

sport-kurier. Der SV Sandhausen hat die Hinrunde der Zweitligasaison 2019/20 mit erfreulichen 23 Punkten abgeschlossen

...und will sich zum Rückrundenauftakt zwei Tage vor Heiligabend bescheren. Am Sonntag ist im letzten Spiel des Jahres um 13.30 Uhr mit Holstein Kiel nach dem HSV ein weiteres Nordlicht am Hardtwald zu Gast. Der SVS hat Anfang August sein letztes Heimspiel verloren und will die starke Serie zum Jahresabschluss nicht reißen lassen.

Neben Stürmer Bouhaddouz, der nach drei aufeinanderfolgenden knappen Auswärtsniederlagen in Karlsruhe, St. Pauli und Regensburg mit wichtigen Toren zum Umschwung beitrug, war zum großen Teil eine starke Defensive dafür verantwortlich, dass man im November und Dezember ungeschlagen blieb. Eine Defensive, in der Torhüter Fraisl sowie Diekmeier, Nauber und Zhirov alle 17 Spiele bestritten und Paqarada nur in einem Spiel aussetzen musste.

Der Vierte im Bunde, der alle 17 Spiele bestritt, ist Stürmer Behrens. Um die Entdeckungen Fraisl, der aus der rumänischen Liga transferiert wurde sowie Zhirov, der aus dem tiefsten Russland von einem Erstligaaufsteiger kam, dürften die Kurpfälzer hier und da schon beneidet werden, zudem erwies sich der zweikampfstarke Neuzugang Nauber ebenfalls als Volltreffer.

Am letzten Spieltag brachten die Kurpfälzer den Topfavoriten Hamburger SV mit einer starken Mannschaftsleistung im Spiel gegen den Ball an den Rand der Verzweiflung und der Niederlage. "Wir haben unheimlich viel Kampf und Solidarität ins Spiel geworfen", so Trainer Koschinat, der sich in Sandhausen sehr wohlfühlt und bei dem es laut Präsident Machmeier Anzeichen gibt, dass er bald seinen am Saisonende auslaufenden Vertrag verlängern könnte. "Wir arbeiten als Team sehr gut zusammen, haben einen geilen Teamspirit", schlug Kapitän Diekmeier in die gleiche Kerbe.

Die Basis eines jeden Erfolgs und Attribute, die es im Spiel gegen Kiel vor einer nicht mehr ganz so mitreißenden Kulisse wieder abzurufen gilt. Nach sieben Spielen ohne Niederlage sollte einem davor nicht bange sein.

Gegen Holstein Kiel ist wieder eine konzentrierte und engagierte Herangehensweise von Nöten, denn die "Störche" machten beim letzten Auswärtsspiel in Nürnberg von Beginn an deutlich, warum sie das zweitbeste Auswärtsteam der Liga sind. Kombinations- und zweikampfstark setzten sie die Franken unter Druck. Nürnberg war aber effektiver und ging 2:0 in Führung, doch die Kieler zeigten Moral und glichen nach dem Anschlusstor des 1,93m großen deutschen Junioren-Nationalstürmers Serra in der dritten Minute der Nachspielzeit durch Thesker aus.

Nach turbulenten Zeiten hat Trainer Ole Werner wieder mehr Ruhe in den Verein gebracht. Andre Schubert übernahm zur laufenden Saison das Traineramt bei den Kielern für den zum VfB Stuttgart gewechselten Tim Walter, doch bereits nach sechs Spieltagen musste Schubert wieder gehen und der bisherige U23-Trainer der Kieler übernahm.

"Ole Werner hat einfach einen ganz klaren Plan, wie er Fußball spielen will. Das liegt uns einfach viel mehr, als so ein bisschen planlos über den Platz zu laufen" sagte Kiels Kapitän und Abwehrchef Wahl und sandte damit indirekt unverblümte Worte in Richtung Schubert. Die Heimschwäche konnte noch nicht abgelegt werden, doch unter Werner siegte Kiel unter anderem 3:0 in Fürth, 1:0 in Stuttgart, 6:3 in Wehen Wiesbaden und 2:1 in Dresden.

Linksverteidiger van den Bergh, der mit 32 Jahren ein Jahr älter als Coach Werner ist, sah in Nürnberg seine fünfte Gelbe Karte und wird den Kielern in Sandhausen fehlen. Defensivstratege Meffert ist hingegen wieder eine Alternative, nachdem er nach einer Schiedsrichterbeleidigung und der Roten Karte im Spiel bei der Heimniederlage gegen Osnabrück ein Spiel aussetzen musste.

Stürmer Serra traf in den letzten fünf Spielen viermal und bereitete drei Tore vor. Der südkoreanische Flügelflitzer Lee konnte wie Serra auch bereits sechs Tore erzielen. Lee gehört zudem zu den laufstärksten Spielern im dritt-laufstärksten Team der Liga bei 1.985 absolvierten Kilometern. In Kiel wird allgemein verstärkt auf junge Spieler gesetzt, die man noch nicht am Ende der Entwicklung sieht, mit 23,7 Jahren hat Kiel den im Durchschnitt jüngsten Kader der Liga.

Die Gesamtbilanz spricht bei zwei Siegen, vier Unentschieden und einer Niederlage für die Kurpfälzer. Am Hardtwald ist der SVS bei zwei Siegen und einem Unentschieden gegen die Störche noch ungeschlagen. Das Hinspiel beim Saisonauftakt endete 2:2 Unentschieden.

 

 

 

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