Samstag, 04. April 2020

Keine Artikel in diesem Warenkorb

Geht die Sieglos-Serie der Sandhäuser weiter? ++ In Hannover 96 fordert Koschinat mehr Zielstrebigkeit

erstellt am Donnerstag, 31 Oktober 2019
SV Sandhausen vs. SV Wehen Wiesbaden - Nr. 2 Aleksandr Zhirov (SVS) beim Kopfballduell. SV Sandhausen vs. SV Wehen Wiesbaden - Nr. 2 Aleksandr Zhirov (SVS) beim Kopfballduell. AS Sportfotos

Am Freitagabend um 18.30 Uhr bestreitet der SV Sandhausen beim Bundesligaabsteiger Hannover 96 innerhalb von fünf Tagen sein zweites Zweitligaspiel.

Nach sechs sieglosen Spiel in Folge und der enttäuschenden Vorstellung bei der Nullnummer gegen Schlusslicht Wehen-Wiesbaden sprach SVS-Trainer Koschinat Klartext: "Sandhausen muss mit bescheidenen Mitteln auskommen, weswegen unsere Spieler auch sportliche Grenzen haben und in dem Bereich der Willensstärke einiges draufpacken müssen, was ich der Mannschaft aber nicht absprechen kann. Aber auf diesem Niveau der 2. Liga gehört natürlich etwas mehr als nur Zielstrebigkeit dazu, woran es momentan etwas hapert und wir daran weiter arbeiten müssen."

Kapitän Diekmeier: "In der Defensive haben wir wieder gut verteidigt, aber das Spiel nach vorne müssen wir verbessern." Zehn erzielte Tore und damit der schlechteste Wert zusammen mit Osnabrück nach elf Spielen sprechen eine deutliche Sprache. Bevor bis Weihnachten noch einige Highlights und schwere Aufgaben gegen Aufstiegskandidaten folgen, gilt es, bei den daheim noch sieglosen Hannoveranern zu bestehen und deren Serie fortzuführen.

Koschinat wird im defensiven Mittelfeld auf zwei Optionen verzichten müssen, da Paurevic gegen Wehen Wiesbaden die Gelb-Rote Karte sah und sich Zenga einen Riss des vorderen Kreuzbandes und des Außenminiskus sowie eine Knorpelquetschung zuzog. Bei Stürmer Bouhaddouz dürfte es wegen der Wadenverletzung bis Freitag knapp werden, womit das Lazarett der Kurpfälzer wieder angewachsen ist.

Bundesligaabsteiger Hannover 96 weist neben den Mitabsteigern VfB Stuttgart und 1. FC Nürnberg sowie dem Hamburger SV bei 45 Millionen Euro einen der deutlich höchsten Kaderwerte auf, hinkt jedoch bisher am deutlichsten hinter den Erwartungen zurück.

Mit dem einstigen Erfolgstrainer und neuen Trainer Mirko Slomka, der die Niedersachen vor acht Jahren bis in die Europa League führte, sowie dem damaligen Spieler Jan Schlaudraff, der neuer Sportdirektor ist, schenkte Martin Kind zwei alten Bekannten für den Neuaufbau nach einer sportlich und wirtschaftlich negativen Saison das Vertrauen.

Mit dem ehemaligen Nationaltorhüter Zieler, den Verteidigern Jung und Franke, den Stürmern Teuchert und Ducksch und zuletzt den Mittelfeldspielern Stendera und Aogo konnten Schlaudraff und Slomka viele erst- und zweitligaerfahrene Akteure an Land ziehen. Zudem wurden die erfahrenen Mittelfeldspieler Anton und Bakalorz oder Juniorennationalspieler Maina trotz Interessenten gehalten.

"Wir würden uns dem kurzfristigen Erfolg nicht verschließen, aber wenn es auf dem neuen Weg etwas länger dauert, müssen wir auch die nötige Geduld aufbringen". Mit Unterbrechung der Jahre 1996 bis 1998 spielte Hannover 96 immer in der höchsten oder zweithöchsten Spielklasse.

In fremden Stadien läuft es gut: Hannover ist nach Arminia Bielefeld das auswärtsstärkste Team der Liga, zugleich aber das heimschwächste Team und hat bei drei Unentschieden und zwei Niederlagen noch kein Heimspiel gewinnen können. Ein Saison-Tiefpunkt war das 0:4 zu Hause gegen den 1. FC Nürnberg. Die 96er agieren unter Slomka in einem 4-3-3 System, der einstige Kieler Zweitliga-Torschützenkönig Ducksch war an neun der 13 Hannoveraner Tore beteiligt und ist der Topscorer. Aufgrund von Sperren müssen die Gastgeber gegen den SVS auf Torhüter Zieler (Gelb-Rot beim 3:3 in Karlsruhe) und Anton (fünfte Gelbe Karte) verzichten.

Nach zwei Unentschieden im Direktvergleich wollen die Kurpfälzer an Allerheiligen ihrem Negativtrend in der niedersächsischen Landeshauptstadt ein Ende setzten. Man darf gespannt sein, ob´s klappt!

 

 

 

Letzte Änderung am Donnerstag, 31 Oktober 2019

2. Bundesliga