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"Wechselbad der Gefühle"

erstellt am Freitag, 04 Oktober 2019
SV Sandhausen vs.VfL Bochum - Nr. 11 Aziz Bouhaddouz (SVS). SV Sandhausen vs.VfL Bochum - Nr. 11 Aziz Bouhaddouz (SVS). AS Sportfotos

SVS will Negativserie stoppen

sport-kurier. Der SV Sandhausen erlebt im bisherigen Saisonverlauf nach acht Spieltagen ein Wechselbad der Gefühle. Nach drei Siegen folgten zuletzt drei sieglose Spiele, bei denen die Kurpfälzer vor allem in den letzten beiden Auftritten gegen Bochum und St. Pauli enttäuschten.

Am Samstag um 13 Uhr soll im Heimspiel gegen den FC Erzgebirge Aue wieder in die Spur gefunden werden. Mit Aue, dem Auswärtsspiel in Regensburg und dem Montagabend-Heimspiel gegen Wehen Wiesbaden stehen im Oktober drei Gegner vor der Brust, die vermeintlich eher auf Augenhöhe sind wie danach folgende Aufstiegsaspiranten. Vorsicht ist vor dem nächsten Gegner angesagt, der mit einem begeisternden 4:1 im Sachsen-Derby gegen Dresden am letzten Spieltag sich auf den vierten Tabellenplatz vorarbeitete.

Beim SVS gilt es am Samstag wieder die Grundtugenden abzurufen. Trainer Uwe Koschinat: "Es ist kein gutes Zeichen von uns, dass wir zuletzt in vielen Zweikämpfen unterlegen waren. Ziel muss es sein, wieder besser dagegen zu halten, denn der Weg von oben nach unten in der 2. Liga ist ein kurzer und auf dem befinden wir uns gerade".

So war Torhüter Fraisl wie auch in den Wochen zuvor mit tollen Paraden wieder bester Sandhäuser auf dem Platz. Eine mangelhafte Effektivität vor dem Tor zog sich wie ein roter Faden durch die letzten drei Spiele, in denen bei nur einem erzielten Treffer ein Punkt errungen werden konnte.

Der nächste Gegner Erzgebirge Aue startete mit Siegen in Fürth und gegen Wehen Wiesbaden hervorragend in die Saison, doch nach drei Spielen folgte der große Knall und das unerwartete Aus von Trainer Daniel Meyer. Sportliche Gründe hatte die Trennung vom Coach mit Sicherheit nicht, sondern vielmehr soll es zwischen dem mächtigen Vereinsboss Helge Leonhardt, der sich zu viel in sportliche Belange eingemischt haben soll und dem als Freund klarer Worte geltenden Meyer zu unüberbrückbaren Differenzen gekommen sein.

Dirk Schuster, der im Februar beim Ligakonkurrenten Darmstadt gehen musste, übernahm für Meyer und kann bisher den Höhenflug der Sachsen, die in den letzten drei Jahren immer in unteren Tabellenregionen zu finden waren, weiterführen.

Mit Ausnahme der 0:4-Niederlage beim Aufstiegsfavoriten Hamburger SV zeigt sich die Defensive von Aue bei elf Gegentoren in dieser Saison stabiler, während in der Offensive die Gefährlichkeit auf mehrere Schultern verteilt ist. Die Verpflichtungen von Mihojevic aus Thessaloniki und Königstransfer Gonther von Dynamo Dresden, die in der Abwehr vor Torwartlegende Männel (371 Einsätze seit 2008 für Aue) agieren, haben maßgeblich dazu beigetragen.

Wie Sandhausen spielt Aue im 4-2-3-1 System und setzt größtenteils auf Kontinuität mit Mentalitätsspieler und Antreiber Hochscheidt, einem der effektivsten Mittelfeldspieler der Liga, sowie Nazarov und in vorderster Front Torjäger Testroet.

Mit über 2.000 Einsätzen haben die Sachsen den erfahrensten Kader in Liga 2. Nach einer ungewohnten Flaute von sechs Spielen erzielte Testroet gegen seinen Ex-Klub Dynamo Dresden seine ersten beiden Saison-Tore. Coach Schuster sprach dennoch von einem "etwas glücklichen Sieg, bei dem die Summe der gewonnenen Zweikämpfe eine große Rolle gespielt hat."

Beim SV Sandhausen ist man vorgewarnt, denn im März dieses Jahres gewannen die Sachsen durch zwei Tore von Testroet und Hochscheidt mit 3:0 am Hardtwald. Doch danach "rockte" der SVS frei nach dem Motto die Rückrunde und startete die sensationelle Aufholjagd zum Klassenerhalt. Jetzt wäre die Zeit für die Kurpfälzer reif, sich zu revanchieren und einen "Goldenen Oktober" einzuleiten.

 

 

Letzte Änderung am Freitag, 04 Oktober 2019

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