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Koschinat: "Deprimierende Niederlage" ++ KSC gewinnt gegen Sandhausen

erstellt am Samstag, 14 September 2019
Koschinat: "Deprimierende Niederlage" ++ KSC gewinnt gegen Sandhausen Bild: AS Sportfotos

sport-kurier. Am 6. Zweitliga-Spieltag gingen nach der Länderspielpause im badischen Nachbarschaftsderby zwischen dem Karlsruher SC und dem SV Sandhausen zwei gegensätzliche Serien zu Ende.

Während der gastgebende KSC nach zuletzt drei Niederlagen in Folge durch einen 1:0-Heimerfolg wieder in die Spur kam, mussten die Kurpfälzer nach drei Siegen hintereinander sich durch die knappe Niederlage aus der Zweitliga-Spitzengruppe verabschieden.

Sandhausen kam gut in die Partie und hatte durch Gislason bereits nach vier Minuten die erste Torchance der Partie, doch sein Schuss ging am KSC-Gehäuse vorbei. Wenig später war es Teamkollege Türpitz, der mit einem Distanzschuss an KSC-Torhüter Uphoff scheitert (15.).

In der Anfangsphase waren die Gäste tonangebend, umstellten den Strafraum der Hausherren gekonnt und mit Nachdruck. Der SVS hatte Pech, als Zhirovs Kopfball von Gordon vor der Torlinie gerettet werden konnte (17.). In einer zunehmend ausgeglichenen Partie, mit leichten Vorteilen für die Gäste, gab es in der ersten Hälfte noch Chancen auf beiden Seiten: SVS-Keeper Fraisl parierte zunächst gegen Pourié (21.) und wenig später bei einem 16-Meter-Schuss von Hofmann (27.). Auf der anderen Seite scheiterte Zenga freistehend vor Uphoff (31.). Somit blieb es bei der torlosen ersten Hälfte.

Nach Wiederbeginn wurde der Sandhäuser Druck immer größer, der KSC hatte Mühe ins Spiel zu finden. In der 56. Spielminute prallen Gíslason und Stiefler nach einem Kopfballduell im Mittelfeld zusammen. Während Gíslason draußen behandelt werden musste und einen Turban bekam, kann sein Gegenüber mit einer Beule weitermachen. Und wenig später ist es dann ausgerechnet der ehemalige Sandhäuser Stiefler, der am langen Pfosten eine Hereingabe im dritten Versuch zur glücklichen 1:0-Führung über die Torlinie stochert (57.).

Ein Tor wie aus dem Nichts. Für SVS-Kapitän Diekmeier im Nachhinein besonders ärgerlich: "Wir sind beim Gegentreffer in Unterzahl, weil Rúrik verletzt raus musste, bekommen den Zugriff nicht und dann macht der KSC den Führungstreffer." Bis dahin waren die Gäste deutlich aktiver und ließen den Gegner lange Zeit kaum in den eigenen Sechzehner kommen. Doch das Tor stellte alles auf den Kopf.

 

Karlsruhes Stiefler (Nr. 8) trifft zum 1:0 gegen den SV Sandhausen. AS Sportfotos

Danach gibt es auf beiden Seiten nahezu identische Torszenen. Zunächst scheiterte Pourié per Kopfball am reaktionsschnellen Fraisl (68.), während auf der Gegenseite Gíslason per Kopfball in KSC-Keeper Uphoff seinen Meister findet (70.). Die Schwarz-Weißen mussten in der Schlussphase aufgrund des Rückstandes mehr riskieren.

Doch im Spiel nach vorn, auch aufgrund der kompakt und defensiv stehenden Karlsruher, taten sich die Koschinat-Schützlinge sehr schwer. Oftmals wurde der Ball durchs Mittelfeld in die Spitzen gespielt, aber richtig zwingende Torchancen kamen dabei nicht zustande. Was fehlte, war die Präzision im Passspiel und die nötige Durchschlagskraft. Angetrieben von seinen Fans brachte der aufopferungsvoll kämpfende KSC den knappen und glücklichen dritten Saisonsieg auf der Baustelle Wildparkstadion über die Zeit.

Für Sandhausens Mittelfeldspieler Linsmayer war es die Schlussphase "ein offener Schlagabtausch" und die Niederlage letztendlich "sehr deprimierend". Für SVS-Coach Uwe Koschinat war es eine Niederlage, die wehtat: "Mit dem Rückstand haben wir heute nicht die Mittel auf den Platz gebracht, um den Ausgleich zu machen. Bis zum Treffer habe ich eine sehr starke Leistung meiner Mannschaft gesehen, in dieser Phase hat nichts auf einen Sieg der Karlsruher gedeutet."
Am kommenden Samstag, den 21. September, empfängt der SV Sandhausen um 13.00 Uhr zuhause am Hardtwald den VfL Bochum.


Karlsruher SC - SV Sandhausen 1:0 (0:0)

Karlsruher SC: Uphoff - Thiede, Pisot (C), Gordon, Carlson - Fröde, Wanitzek, Stiefler (83' Grozurek), Lorenz (88' Camoglu) - Hofmann (90' Kobald), Pourié
SV Sandhausen: Fraisl - Diekmeier (C), Nauber, Zhirov, Paqarada - Zenga (64' Engels), Linsmayer, Taffertshofer (75' Biada), Türpitz (81' Bouhaddouz) - Gíslason, Behrens
Tore: 1:0 Stiefler (57')
Zuschauer: 13.517

 

 

 

Letzte Änderung am Samstag, 14 September 2019

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