Montag, 23. September 2019

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SV Sandhausen muss bei Angstgegner Heidenheim ran

erstellt am Donnerstag, 22 August 2019
Spielszene Saison 18/19 SV Sandhausen - 1. FC Heidenheim -Am Ball Denis Linsmayer (SVS). Spielszene Saison 18/19 SV Sandhausen - 1. FC Heidenheim -Am Ball Denis Linsmayer (SVS). AS Sportfotos

sport-kurier. In der Partie des 4. Zweitliga-Spieltages gastiert der SV Sandhausen nach dem ersten Saisonerfolg gegen den 1. FC Nürnberg am Sonntag um 13.30 Uhr beim 1. FC Heidenheim.

Etwas mehr als drei Monate nach dem letzten Derby, bei dem der SVS mit dem 3:2 und damit dem ersten Zweitligaerfolg überhaupt gegen Heidenheim einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt machte, wollen die Kurpfälzer auf der Ostalb erneut erfolgreich sein und den Mythos "Angstgegner Heidenheim" endgültig beenden.

Der SVS geht ins achte Jahr, Heidenheim ins sechste Jahr 2. Liga - so lange haben sich die einstigen Kontrahenten der Oberliga Baden-Württemberg bereits im Unterhaus etabliert und sind mittlerweile weit davon entfernt, noch unterschätzt zu werden. Der FCH geriet dabei 2018 zwar in Abstiegsgefilden, hat sich aber mehr als stabilisiert und ließ der Schlechtesten die beste Saison mit Platz 5 am Ende folgen.

Der langjährige Trainer Frank Schmidt stand nie zur Debatte und hat mit seiner Vorstellung von Ballbesitzfußball seit vielen Jahren Erfolg. Die deutlich stabiler gewordene Defensive mit dem starken Rechtsverteidiger Busch oder denen vor der letzten Saison verpflichteten jungen Mainka und Dorsch musste sich zur neuen Saison keinen Veränderungen unterziehen.

In der Offensive mussten die Schwaben wie die Sandhäuser mit Dovedan nach Nürnberg und Glatzel zu Cardiff City im Sturmzentrum ihre besten Torschützen abgeben, zudem wechselte mit Andrich ein dritter Stammspieler zu Union Berlin. Die drei Abgänge spülten rund 10 Millionen Euro in die Kasse der Heidenheimer. Als Ersatz wurde sich an den Drittligisten Rostock und Unterhaching durch die Verpflichtung der letzte Saison treffsicheren Biankadi und Schimmer bedient.

Zudem wurde das Nachwuchstalent Otto von der TSG Hoffenheim ausgeliehen. Nach drei für ihn enttäuschenden Jahren in Ingolstadt findet Leipertz unter dem alten Trainer Schmidt zu alter Stärke zurück und konnte bereits drei Tore erzielen - eines davon beim 2:0 im DFB-Pokalsieg beim SSV Ulm. Auf die Flügelzange mit Leipertz und den alle Standards ausführenden Mr. Heidenheim Schnatterer, der im Mai bei der Niederlage gegen den SVS wegen einer Verletzung pausieren musste, gilt es sicher besonders aufzupassen.

Wie Sandhausen startete der FCH bei einem Sieg in Osnabrück, einem Unentschieden gegen Stuttgart und zuletzt der Niederlage in Dresden mit vier Punkten in die Saison. Der SVS scheint sich von der Qualität des Kaders weiter stabilisiert zu haben und kann in Heidenheim einen nächsten Schritt zu der vom Sportlichen Leiter Kabaca gewünschten sorgenfreieren Saison machen.

Auch wenn der Direktvergleich mit 10 Siegen, 6 Unentschieden und 2 Niederlagen deutlich für die Gastgeber spricht, so konnten die Sandhäuser mit dem ersten Sieg am 4. Mai diesen Jahres in Heidenheim den Negativtrend endlich stoppen. Bei den Schwarz-Weißen hofft man jetzt, am Sonntag mit einem erneuten Erfolg den Mythos "Angstgegner" endgültig zu besiegen.

SVS-Coach Koschinat hofft wieder auf zahlreiche Unterstützung in Heidenheim und äußerte sich auf der PK zufrieden: "In den letzten Spielen haben wir die Zuschauer mitnehmen können, die Unterstützung von den Tribünen war sehr positiv. Der Faktor des Publikums kann für die Mannschaft auf Dauer sehr wichtig sein."

 

 

Letzte Änderung am Donnerstag, 22 August 2019

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