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Bittere Heimpleite für Sandhausen - Die Hartwälder unterliegen Aufsteiger Osnabrück mit 0:1

erstellt am Samstag, 03 August 2019
Es brennt lichterloh im Osnabrücker Strafraum. Es brennt lichterloh im Osnabrücker Strafraum. Bild: AS Sportfotos

sport-kurier. So hatte man sich das beim SV Sandhausen sicher nicht vorgestellt.

Nachdem man in der Rückrunde der letzten Saison eine starke Serie hingelegt hatte und so den Klassenerhalt in der 2. Liga sicherte, wollte man in der neuen Saison möglichst genau dort weitermachen. Doch daraus wurde nichts: Einem Remis in Kiel folgte am Freitag eine 0:1 (0:0) Heimpleite gegen die Aufsteiger vom VfL Osnabrück. Und auch, wenn es einem als Fan des SVS sicher schwer über die Lippen kommen wird, aber 1 Punkt von 6 möglichen muss man als Fehlstart bezeichnen.

Ärgerlich ist die Niederlage zuhause noch dazu. Denn sie war unnötig. Über weite Strecken der Partie war Sandhausen die bessere Mannschaft, hatte viel Ballbesitz, muss sich aber ankreiden lassen, dass man aus ihm zu wenig gemacht hat. Zwingende Torchancen sprangen nämlich kaum dabei heraus.

"Natürlich schmerzt dieser Heimauftakt sehr", betonte Trainer Uwe Koschinat später auf der Pressekonferenz, "eigentlich haben wir das Spiel sehr konsequent nach vorne getragen, müssen uns aber vorwerfen, dass wir zu inkonsequent vor dem Osnabrücker Tor waren."

Auch Philipp Förster, der ein gutes Spiel machte, trauerte dem verpassten Heimsieg hinterher: "Es ist sehr bitter, dass wir das Spiel heute verlieren. Wir waren über weite Strecken der Begegnung die dominantere Mannschaften und können auf diese Leistung aufbauen." Förster selbst hatte die 1:0 Führung auf dem Fuß. In der 68. Minute tauchte er nach einer schönen Kombination mit Kevin Behrens alleine im Strafraum auf und zog ab. Sein Schuss landete jedoch am Innenpfosten und sprang zurück ins Feld.

In der 1. Halbzeit hätten auch Erik Zenga und Mario Engels schon für die Hausherren treffen können, entschieden sich aber jeweils für den falschen Lösungsansatz. Und so kam es in der 78. Spielminute wie so häufig, wenn die eine Mannschaft zu viel liegen lässt: Marcos Alvarez zielte bei einem Freistoß ganz genau und traf zum 0:1.

Sandhausens Zhirov (verdeckt) scheitert ganz knapp am Ausgleichstreffer. AS Sportfotos

Der Schock unter den 5025 Zuschauern war groß. Wobei sich der Treffer angedeutet hatte. Bereits ein paar Augenblicke zuvor schoss VfL-Spieler Marc Heider einen seiner Mitspieler an, der im Strafraum der Sandhäuser auf dem Boden lag und so die Führung unfreiwillig verhinderte.

Die Heimelf probierte danach alles, fand gegen die dichtgestaffelte Defensive der Osnabrücker aber keine Mittel. Aus dem Spiel heraus ging nichts. Dafür hatten die Fans nach einem Eckball bereits den Torschrei auf den Lippen. Dennis Diekmeier kam aus rund fünf Metern relativ unbedrängt zum Kopfball, schien aber selbst zu überrascht zu sein, um den Ball auch wirklich über die Linie drücken zu können.

Diekmeier war dem Spiel niedergeschlagen. "Wir sind alle enttäuscht, weil wir heute eine starke Begegnung abgeliefert haben. Am Ende unterliegen wir durch einen direkt verwandelten Freistoß."
Für den SVS heißt es jetzt, schnellstmöglich die Köpfe wieder freizubekommen und sich auf ein echtes Highlight zu freuen: Am nächsten Freitag trifft man daheim in der 1. Runde des Pokals auf den Bundesligisten Borussia Mönchengladbach.

SV Sandhausen: Fraisl - Diekmeier, Nauber, Zhirov, Paqarada - Paurevic (83. Zenga), Zenga - Behrens (71. Scheu), Förster, Engels (71. Pena Zauner) - Gíslason
VfL Osnabrück: N.-J. Körber - Gugganig, Heyer, Susac - N. Schmidt (74. Alvarez), U. Taffertshofer, Blacha, Agu, Heider, Ouahim (90. Köhler) - Girth (54. Friesenbichler)

Tore: 0:1 Alvarez (78.)
Zuschauer: 5025

 

 

 

Letzte Änderung am Samstag, 03 August 2019