Dienstag, 31. März 2020

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SVS startet hoch im Norden in seine achte Zweitligasaison

erstellt am Donnerstag, 25 Juli 2019
Team 2019/2020 in der 2. Bundesliga. Team 2019/2020 in der 2. Bundesliga. AS Sportfotos

Am Samstag (15.30 Uhr) startet der SV Sandhausen in seine achte Zweitligasaison.

Zum Auftakt müssen die Kurpfälzer gleich ihre weiteste Saison-Reise hoch in den Norden bei Holstein Kiel antreten. Beim SVS wird man alles daran setzen, besser wie in der vergangenen Saison aus den Startlöchern zu kommen, als man erst am vierten Spieltag punktete. Die Chancen dazu sind gegeben, denn die "Störche" aus Kiel haben zum wiederholten Male deutliche personelle Veränderungen zu verkraften.

Erfreulich, dass vor Saisonbeginn nach Kapitän Dennis Diekmeier mit dem von Bundesligaaufsteiger Union Berlin heftig umworbenen Philipp Förster ein weiterer Leistungsträger langfristig bis 2022 am Hardtwald gehalten werden konnte.
Trotz einer Reihe personeller Veränderungen, zogen die Verantwortlichen am Ende der Vorbereitung ein positives Fazit. Während die Anzahl der Gegentore in den Testspielen eher für Sorgenfalten sorgte, zeigte das Team von Trainer Uwe Koschinat gute Ansätze, die Abgänge des Sturmduos Wooten/Schleusener auffangen zu können.

Nach der ersten Saisonvorbereitung unter Koschinats Regie resümierte der Coach: "Wir haben eine hohe Anzahl an Toren in der kompletten Vorbereitung erzielt, haben in der Spielanlage enorme Qualitäten, und auch die Gefahr nach Standards hat sich verbessert. Mit den drei Kurz-Trainingslagern, in denen die Mannschaft zu einer Einheit gewachsen ist, bin ich auch sehr zufrieden".

In den letzten Vorbereitungsspielen konnten sich besonders der zuvor angeschlagene Neuzugang Mario Engels auf der linken offensiven Seite und der Isländer Rurik Gislason im Sturmzentrum in den Vordergrund spielen. Die Stürmer harmonierten prächtig und waren in den Testspielen häufig erfolgreich. Offensiv-Allrounder Gislason scheint beste Karten zu haben, überraschenderweise in die Rolle Wootens zu schlüpfen und damit eine andere Position als letzte Saison im Team einzunehmen.

Philipp Förster und Kevin Behrens dürften zudem in der Offensive gesetzt sein. Mit Neuzugang Philipp Türpitz, der aufgrund seiner aus Magdeburg mitgeschleppten Beschwerden am Hüftbeuger noch keinen Einsatz bestreiten konnte und wohl im August sein Comeback feiern dürfte, haben die Kurpfälzer in der Offensive zudem noch einen Trumpf in der Hinterhand. Desweiteren stehen Biada sowie die Langzeitverletzten Kister und Karl noch nicht zur Verfügung, womit sich die personelle Situation besser als im Vorjahr darstellt.

Man darf gespannt sein, wie sich die neu formierte Mannschaft gegen die in der letzten Saison spielstarken und mit 60 Treffern torhungrigen Kieler beim Auftaktspiel präsentiert. Koschinat testete in der Vorbereitung viele Varianten aus.

Die Startaufstellung könnte wie folgt aussehen: Fraisl - Diekmeier, Zhirov, Nauber, Paqarada - Linsmayer, Paurevic - Behrens, Förster, Engels - Gislason.
Holstein Kiel hat zum wiederholten Male einen personellen Aderlass zu verkraften. Trainer Tim Walter zog es zum Bundesligaabsteiger VfB Stuttgart - für ihn übernahm Andre Schubert, dem mit Eintracht Braunschweig der Klassenerhalt in der 3. Liga gelang. Bereits in der Saison zuvor wechselte Coach Markus Anfang zum 1. FC Köln.

Durch die Abgänge von Karazor nach Stuttgart, Kinsombi zum Hamburger SV, Schindler zum 1. FC Köln sowie dem ausgeliehenen Benes verlieren die Störche zudem einiges an Potential an Leistungsträgern im Mittelfeld. Es wird in der neuen Saison noch mehr auf Spielgestalter Lee, den ehemaligen Sandhäuser Akteur Mühling sowie Junioren-Nationalstürmer Serra ankommen.

Mit denen letzte Saison an die Ligakonkurrenten Fürth bzw. Aue ausgeliehenen schnellen Offensivspielern Atanga und Iyoha sowie Ignjovski aus Magdeburg und Neumann aus Ingolstadt konnte Kiel zweitligaerfahrenen Ersatz an Land ziehen. Es wird allgemein vermehrt auf junge Spieler gesetzt, die man noch nicht am Ende der Entwicklung sieht, mit 23, 7 Jahren hat Kiel den im Durchschnitt jüngsten Kader der Liga.

Trainer Schubert verfolgt eine andere Philosophie wie Vorgänger Walter und orientiert sich mehr am Spiel des Gegners, statt das Eigene durchzubringen. In der Vorbereitung brachte das weniger Erfolg ein - so konnten die Störche nach drei Kantersiegen gegen unterklassige Gegner die folgende vier Spiele gegen Odense, Grosny, Mattersburg und Norderstedt nicht mehr gewinnen. Beim 2:3 im letzten Test gegen Sheffield Wednesday zog sich zu allem Überdruss Rechtsverteidiger Dehm einen Schienbeinbruch zu.

 

 

Letzte Änderung am Donnerstag, 25 Juli 2019

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