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Vom Waldhof über Sandhausen in die Bundesliga? Fußballprofi Philipp Förster befindet sich auf der Überholspur

erstellt am Sonntag, 23 Juni 2019
Philipp Förster beim Kopfball (schwarz/weiß) - Szene aus dem Spiel gegen den SV Darmstadt 98. Philipp Förster beim Kopfball (schwarz/weiß) - Szene aus dem Spiel gegen den SV Darmstadt 98. AS Sportfotos

sport-kurier. Der Höhenflug des SV Sandhausen, der den Kurpfälzern letztlich den Klassenerhalt gesichert hat, hatte viele Gesichter.

Eines davon war ganz sicher das von Philipp Förster. Der 24-Jährige, der in Bretten geboren wurde, war beim SV Sandhausen zuletzt nicht mehr wegzudenken. Förster war Antreiber und Torschütze zugleich. Dass es auch in der nächsten Saison für die Hardtwälder in der 2. Liga weiter geht, hat viel mit seiner Person zu tun.

Doch so schön die Förster-Glanzleistungen für Sandhausen auch waren, sie haben für den Verein auch ihre Schattenseiten. Denn wer so gut spielt, der ist begehrt. So geistern bereits seit Wochen Gerüchte herum, die besagen, dass Bundesliga-Aufsteiger Union Berlin großes Interesse an Förster haben soll. Unterschrieben ist noch nichts, doch nachvollziehbar wäre das Interesse seitens der Hauptstädter und offenbar auch einiger anderer Bundesligisten allemal.

Denn Förster, dem in der Jugend beim Karlsruher SC und beim VfB Stuttgart eine sehr kompetente Aufbauarbeit zuteil wurde, ist einer, der mit seinen Aufgaben wächst. Gehörte er schon beim SV Waldhof Mannheim in der Regionalliga, wo er von 2014 bis 2017 spielte, zu den absoluten Leistungsträgern, standen seinem Wechsel von Waldhof zum SV Sandhausen zunächst viele skeptisch gegenüber.

Philipp Förster am Ball. Spielszene gegen Dynamo Dresden. Bild: AS Sportfotos

Zwei Ligen seien ein zu großer Sprung für ihn, mutmaßte der ein oder andere "Experte". Doch die wurden schnell Lügen gestraft, denn auch im Unterhaus bewies Förster seine Klasse. Auch dort kämpfte er sich ins Team. Das große Plus des Mittelfeldspielers ist sein Spielverständnis. Also eine Gabe, die man nicht lernen kann, die man entweder besitzt oder nur von ihr träumen kann.

Hinzu kommt etwas, das man im Fußball einst als Pferdelunge bezeichnete. Konditionell bewegt sich Förster auf einem Topniveau. 13 Kilometer pro Spiel? Für Förster ist das normal. Er rennt und rennt, gibt keinen Ball verloren. Ein weiterer Vorzug des 1,88 m Mannes. Ihm gehört die Zukunft. Mit seinen 24 Jahren hat er seinen Zenit noch lange nicht erreicht. Das beste Fußballalter, bei Förster, der auch bei den Fans des SV Sandhausen wegen seiner bescheidenen und bodenständigen Art sehr beliebt ist, kommt es erst noch.

Es wäre also sehr spannend zu sehen, ob Philipp Förster dem Spiel auch in der Bundesliga seinen Stempel aufdrücken könnte. Beispielsweise in den Duellen mit der absoluten Elite aus München und Dortmund. Der Nachteil: Dann würde man den sympathischen Mittelfeldmotor nicht mehr vor der eigenen Haustür beim SV Sandhausen wirbeln sehen können.

Klar scheint jedoch bereits eines zu sein, egal wo es für Förster in naher Zukunft auch weiter gehen wird, er wird seinen Weg gehen. So oder so ...

 

 

 

Letzte Änderung am Sonntag, 23 Juni 2019

2. Bundesliga