Dienstag, 31. März 2020

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Wieder kein Selbstläufer - Der SV Sandhausen muss in der neuen Saison auf einige Leistungsträger verzichten

erstellt am Samstag, 22 Juni 2019
Mit Andrew Wooten verlässt ein absoluter Top-Stürmer den Verein. Mit Andrew Wooten verlässt ein absoluter Top-Stürmer den Verein. AS Sportfotos

sport-kurier. Der SV Sandhausen nimmt langsam wieder Fahrt auf.

Die Mannschaft von Trainer Uwe Koschinat will in einer perfekten Vorbereitung den Grundstein für eine erfolgreiche neue Saison legen. Und das soll erneut in der zweiten Liga gelingen, was noch im vergangenen Winter eigentlich ausgeschlossen schien.

Zu groß war da der Rückstand der Hardtwälder aufs rettende Ufer, doch mit einer Energieleistung wurde die Wende zum Guten eingeleitet. 21 Punkte aus den letzten 10 Spielen machten das fast schon unmöglich erscheinende Happy End doch noch möglich.

Mit ausschlaggebend war laut Koschinat insbesondere der starke Teamgeist am Hardtwald. Jeder kämpfte für den anderen und ordnete dem Erfolg alles unter. Genau so könnte es jetzt also weitergehen, doch da gibt es ein Problem. Vom verschworenen Haufen ist nicht mehr ganz so viel übrig. Nach aktuellem Stand wird der SVS ohne 11 Spieler auskommen müssen, die noch beim Unternehmen Klassenerhalt das Trikot der Schwarz-Weißen getragen haben.

Sicherlich sind es nicht alles Leistungsträger, die jetzt eine neue Herausforderung suchen. Doch der ein oder andere Abgang schmerzt gewaltig: Andrew Wooten ist einer dieser Spieler. Der Deutsch-Amerikaner wird fortan für Philadelphia Union in der nordamerikanischen Profiliga MLS auflaufen. Der Stürmer, der einst vom 1.FC Kaiserslautern nach Sandhausen gewechselt war, war so etwas wie die Lebensversicherung der Sandhäuser. Wenn er nicht gerade verletzt war, traf er eigentlich immer. In der letzten Saison steuerte Wooten 17 Tore bei. Insgesamt waren es in 157 Partien 50 Tore.

Rückkehrer Aziz Bouhaddouz (weiß) spielte zuletzt für Al Batin (Saudi Arabien). AS Sportfotos

Und genau solch eine Lücke muss eben erst einmal geschlossen werden können. Aber der SVS war nicht untätig. Im Gegenteil. Die Verantwortlichen gaben Vollgas und haben schon recht früh einige neue Spieler präsentieren können. Da mit Fabian Schleusener, der vom SC Freiburg nur ausgeliehen war, ein weiterer Offensivmann ersetzt werden muss, konzentrierte man sich bei der Suche auch verstärkt auf den Angriff.

Mit Aziz Bouhaddouz, der schon mal erfolgreich für Sandhausen spielte und zuletzt bei Al-Batin in Saudi-Arabien aktiv war, Philip Türpitz vom 1. FC Magdeburg, Julius Biada vom 1.FC Kaiserslautern, Mario Engels (Roda Kerkrade) und Enrique Pena Zauner von der U19 der Dortmunder Borussia hat der SVS sich gezielt mit Alternativen für den Sturm ergänzt.

5 Mann, zu denen noch 3 weitere frische Kräfte kommen. Robin Scheu, der von Koschinats Ex-Klub Fortuna Köln stammt und auf der rechten Außenbahn eingesetzt werden kann. Der defensive Mittelfeldspieler Marlon Frey kommt vom PSV Eindhoven II. Martin Fraisl, ein 26-jähriger Österreicher, wechselt vom rumänischen Erstligisten FC Botosani. Ob der Keeper in die riesigen Fußstapfen treten kann, die Marcel Schuhen, den es nach Darmstadt gezogen hat, treten kann, bleibt abzuwarten.

Fakt ist: Auch die nächste Saison wird für den SV Sandhausen alles andere als ein Selbstläufer.

 

 

 

Letzte Änderung am Samstag, 22 Juni 2019

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