Freitag, 23. August 2019

Keine Artikel in diesem Warenkorb

Auf den SV Sandhausen wartet ein Endspiel - Das 0:3 gegen Arminia Bielefeld erhöht den Druck im Abstiegskampf

erstellt am Montag, 13 Mai 2019
SV Sandhausen vs. DSC Arminia Bielefeld - Nr. 9 Rurik Gislason beim Torschuss. SV Sandhausen vs. DSC Arminia Bielefeld - Nr. 9 Rurik Gislason beim Torschuss. Bild: AS Sportfotos

sport-kurier. Jetzt ist genau das eingetreten, was keiner wollte, der Sympathien für den SV Sandhausen hegt.

Denn auf die Hardtwälder wartet am letzten Spieltag nun tatsächlich ein Endspiel um den vorzeitigen Klassenerhalt. Die Ausgangslage ist klar: Der SVS steht aktuell noch mit 37 Punkten auf dem 15. Tabellenplatz in der 2. Liga, also auf dem ersten Nichtabstiegsplatz. Doch von hinten droht Gefahr: Ingolstadt, das seit Wochen einen Lauf hat, liegt nur noch 2 Zähler hinter den Kurpfälzern.

Möglich wurde das, weil Sandhausen am Sonntag zuhause mit 0:3 gegen Arminia Bielefeld verlor hat und Ingolstadt gleichzeitig einen 3:0 Sieg gegen den Darmstadt 98 feierte. Die Ausgangslage ist nun simpel: Der SVS braucht am kommenden Sonntag ab 15.30 Uhr einen Sieg bei Jahn Regensburg um ganz sicher zu gehen, dass es auch tatsächlich zum Klassenerhalt reicht. Denn Ingolstadt ist auch in Heidenheim ein Sieg zu zutrauen und würde dann bei einem gleichzeitigen Remis der Sandhäuser aufgrund der besseren Tordifferenz vorbeiziehen. Für die Mannschaft von Trainer Uwe Koschinat, die eine so starke Rückrunde gespielt hat, hieß das dann Relegation. Ein Nervenkitzel, den keiner braucht.

Beim SVS gibt man sich dennoch bewusst positiv: "Wir haben immer noch einen Matchball, den wir jetzt in Regensburg verwandeln wollen, alles andere interessiert uns nicht. Wir schauen weiter nur auf uns und wollen dort die nötigen Punkte einfahren", sagte beispielsweise Mikayil Kabaca, der sportliche Leiter am Hardtwald, nach der so nicht erwartenden Pleite gegen Bielefeld.

Das 1:0 für den Gast fiel in der 14. Minute. Nach einer Flanke landete der Ball bei Klos, der ihn ins rechte untere Eck versenkte. Die 2. kalte Dusche gab es kurz vor dem Pausenpfiff. SVS-Keeper spielt den Ball hoch nach vorne, der landet bei den Bielefeldern, die Yabo auf die Reise schicken und der dann schließlich von halb links zum 2:0 einschießt. Der Schock war groß am Hardtwald, die Zuschauer schauten sich fragend an, waren sie doch eigentlich gekommen, um den endgültigen Klassenerhalt zu bejubeln. Dass es mit dem am Sonntag nichts mehr werden würde, war spätestens in der 71. Minute klar. Diesmal war es Voglsammer, der einen Konter mit dem 3:0 krönte.

"Die taktische Vorgabe war heute, ähnlich wie gegen Paderborn und Kiel, frühe Ballgewinne zu nutzen und die Balance im Spiel zu halten. Das hat in den ersten Minuten gut funktioniert", erklärte Koschinat nach dem Spiel, der zu jeder Zeit darüber informiert war, was parallel in Ingolstadt passierte. Was ihn vor allem ärgerte war, "dass wir uns heute spätestens nach dem 0:3 das Torverhältnis zerschossen haben".

Das kann man so sehen, andererseits war man eben auch darum bemüht, vielleicht doch noch die Wende gegen Bielefeld zu schaffen, dass man dabei hinten anfälliger ist, ist normal. Fakt ist, dass in Regensburg eine andere Leistung her muss, um das große Ziel zu realisieren. Der Druck wird entsprechend groß sein, aber mit dem können sie in Sandhausen umgehen. Das hat die Koschinat Elf in den letzten Wochen und Monaten bewiesen.

SV Sandhausen: Schuhen - Diekmeier, Verlaat, Zhirov, Paqarada - Linsmayer, Taffertshofer (78. Zenga) - Gíslason (83. Vollmann), Daghfous (58. Müller) - Wooten, Behrens
Arminia Bielefeld: Ortega - Schütz, Behrendt, Pieper, Lucoqui - Yabo, Salger, Weihrauch - Edmundsson (77. Clauss), Klos (C, 88. Brandy), Voglsammer (83. Staude)

Tore: 0:1 Klos (15.), 0:2 Yabo (42.), 0:3 Voglsammer (71.)
Zuschauer: 7453

 

 

 

Letzte Änderung am Montag, 13 Mai 2019

2. Bundesliga