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SV Sandhausen mit einer Serie die beeindruckt

erstellt am Mittwoch, 08 Mai 2019
SV Sandhausen mit einer Serie die beeindruckt Bild: Siegfried Lörz

Seit dem Rücktritt von Manager Schork läuft es bei den Hardtwäldern

sport-kurier. Es gab da eine Saisonphase, in der hat kaum noch jemand einen Pfifferling auf den SV Sandhausen gegeben. Die Leistungen waren zwar nicht durchweg schlecht, aber die Ergebnisse stimmten einfach nicht. Es blieben kaum Punkte hängen. Trainer Uwe Koschinat, der Mitte Oktober 2018 zum SVS kam und Kenan Kocak als Trainer ablöste, war rhetorisch zwar fast schon bundesligareif, punktetechnisch aber schon mit einem Bein in der 3. Liga.

Als Wendepunkt zum Guten kann man den Auswärtsauftritt beim Abstiegskandidaten Magdeburg ansehen. Am 10. März liefen die Hardtwälder dort auf. Für viele Experten war es nicht nur ein 6-Punkte-Spiel, sondern vielmehr schon ein Alles-oder-nichts-Duell. Sandhausen war zum Siegen verdammt, stand mit dem Rücken zur Wand und lieferte tatsächlich. Beim Ostclub feierte man einen 1:0 Erfolg, bei dem vieles stimmte, Kampf und Leidenschaft waren plötzlich Trumpf.

Und was seitdem passiert ist, klingt wie ein Märchen. Sandhausen blieb acht Spiele in Serie ungeschlagen und holte aus ihnen 20 Punkte. Eine ähnlich beeindruckende Serie legte niemand im Keller der 2. Liga hin. Folglich wird der Traum vom Klassenerhalt von Woche zu Woche realer. Dass er noch nicht perfekt ist, liegt auch daran, dass die Konkurrenz im Keller plötzlich auch munter punktet. Doch wie lässt sich dieser Höhenflug der Hardtwälder eigentlich erklären? Schwierig, ganz schwierig. Der Fußball hat bekanntlich seine eigenen Gesetze.

In dieser Szene trifft Fabian Schleusener gegen den VfL Bochum. Bild: Siegfried Lörz

Hört man mal ein wenig genauer rein ins nähere Umfeld des SVS könnte es aber auch einen wirklichen Grund geben. Am 7. März, also exakt 3 Tage vor dem Start der Serie in Magdeburg, beendeten der Club und sein langjähriger Erfolgsmanager Otmar Schork die Zusammenarbeit. Offiziell hieß es, Schork benötige eine Pause. Inoffiziell wurde ihm der zwischenzeitliche Absturz mit angekreidet. Angeblich soll sein Führungsstil auch zu wünschen übrig gelassen haben.

Schlechte Stimmung soll geherrscht haben, äußern wollte sich dazu niemand in der Öffentlichkeit, doch das Klima soll nicht das beste gewesen sein. Nach Schorks Abschied soll sich das nun geändert haben. Beachtlich war es auch, wie Sandhausen mit Rückschlägen in den letzten Wochen und Monaten umgegangen ist.

Beispielsweise mit der schweren Verletzung von Fabian Schleusener, der sich beim so wichtigen beim 2:1-Auswärtssieg im Kellerduell in Ingolstadt Ende März nach einem unglücklichen Zusammenprall das linke Schienbein gebrochen hatte. Denn der Stürmer, der vom Erstligisten SC Freiburg nur ausgeliehen ist, hatte sich längst zu einer wichtigen Stütze der Hardtwald-Elf entwickelt.

10 Tore und ein Assist belegen das. Ein weiterer Erfolgsgarant ist Andrew Wooten, der in der jüngeren Vergangenheit ein großes Verletzungspech gehabt hat. In dieser Runde trifft er momentan wie er will. Zwei Spieltage vor dem Saisonende gingen 17 Treffer auf sein Konto.

Ganz wichtig für den Umschwung war aber vor allem ein Mann, der nicht nach Sandhausen kam, um Tore zu schießen, sondern ein Mann, der eine Führungsrolle inne haben soll - genau die hat er beim SVS nun auch inne. Die Rede ist von Ex-HSV-Hamburg-Spieler Dennis Diekmeier. In Sandhausen ist er Kapitän, Führungsspieler, Vorlagengeber und Sprachrohr. Bleibt zu hoffen, dass es dem SVS gelingen wird, gerade so einen Mann langfristig zu halten.

 

 

 

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