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So gut wie durch - Der SV Sandhausen siegt in Heidenheim mit 3:2 und steht ganz dicht vor dem Klassenerhalt

erstellt am Samstag, 04 Mai 2019
Andrew Wooten traf in Heidenheim zweifach. Andrew Wooten traf in Heidenheim zweifach. Bild: AS Sportfotos

sport-kurier. Langsam aber sicher wird einem der SV Sandhausen regelrecht unheimlich.

Es ist noch gar nicht so lange her, da hatte man die Mannschaft von Trainer Uwe Koschinat im Abstiegskampf der 2. Liga abgeschrieben. Die Ergebnisse stimmten einfach nicht und die Punkte fehlten. Die Wende wurde am 10. März in Magdeburg eingeläutet. Dort gelang ein ganz wichtiger 1:0 Auswärtssieg. Seitdem ist man ungeschlagen, acht Spiele in Folge.

Denn auch am Samstag schlug man wieder eiskalt zu - und das auf ganz schwierigem Terrain: Sandhausen siegte mit 3:2 (0:1) beim 1.FC Heidenheim. Einem Gegner, der kürzlich bekanntlich sogar den FC Bayern München im DFB Pokal am Rande des Ausscheidens hatte. "Wir haben im Kampf um den Klassenerhalt bislang mehrfach Rückstande gedreht, das spricht für die unglaubliche Moral der Mannschaft", sagte Koschinat nach dem Schlusspfiff.

Was er meinte? Sandhausen geriet quasi mit dem Halbzeitpfiff mit 0:1 in Rückstand. Grießbeck flankte auf Thomalla, der mit dem Kopf einnickte. Ein ärgerlicher Gegentreffer, auch weil Diekmeier vor der Flanke sehr hart angegangen wurde. Es gibt Schiedsrichter, die das auch abpfeifen.

Aber der SVS schlug zurück. Wooten wird im Strafraum der Hausherren gefoult, schnappt sich den Ball und drückt ihn zum 1:1 über die Linie (57.). Doch kaum gefreut, klingelte es wieder im Sandhäuser Kasten: Mainka traf ins Netz (60.).
Der nächste Rückschlag also. Dann noch in Heidenheim zurück zu kommen, schaffen nur die wenigsten, aber Sandhausen gehört dazu. Paqarada mit einem präzisen Flachschuss ins lange Eck (67.) und wieder Wooten per Flugkopfball (69.) drehten den Spieß wieder um.

Der Rest war ein großer Kampf. Mehrfach stand auch SVS-Keeper Schuhen im Blickpunkt, der einmal mehr eine Toppartie ablieferte und sich so sicher auch für den ein oder anderen Bundesligisten interessant macht. "Heute überwiegt der Stolz auf das komplette Team, wie es nach Rückständen immer wieder zurückkommt und das Spiel dreht", lobte Sandhausens Präsident Jürgen Machmeier sein Personal, "fantastisch, welche Mentalität in unserer Mannschaft steckt." Und weiter: "Ich bin erleichtert, dass der direkte Abstieg kein Thema mehr ist."

Was bei einem Blick auf die Tabelle klar wird: 2 Spieltage vor Schluss hat Sandhausen mit 37 Punkten 7 Punkte Vorsprung auf den Vorletzten aus Magdeburg (30 Zähler). Und selbst das Abrutschen auf den Relegationsplatz ist eher unwahrscheinlich, denn auch hier hinkt Ingolstadt mit 5 Punkten hinterher.

1. FC Heidenheim: Müller - Busch, Mainka, Steurer (75. Skarke), Theuerkauf - Griesbeck, Dorsch - Sessa (75. Multhaup), Andrich, Thomalla - Glatzel (75. Leipertz)
SV Sandhausen: Schuhen - Diekmeier, Verlaat, Zhirov, Paqarada (89' Klingmann) - Linsmayer (84. Zenga), Taffertshofer - Gíslason, Daghfous (65. Vollmann) - Wooten, Behrens

Tore: 1:0 Thomalla (45.), 1:1 Wooten (57. FE), 2:1 Mainka (60.), 2:2 Paqarada (67.), 2:3 Wooten (69.)
Zuschauer: 10400

 

 

 

Letzte Änderung am Samstag, 04 Mai 2019