Dienstag, 31. März 2020

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Last-Minute-Schock für Sandhausen - In der Nachspielzeit kassiert man noch das 1:1 gegen Paderborn

erstellt am Sonntag, 07 April 2019
Tim Kister erzielte die 1:0 Führung für den SV Sandhausen. Erst in der Nachspielzeit gelang Paderborn per Strafstoß der Ausgleich. Tim Kister erzielte die 1:0 Führung für den SV Sandhausen. Erst in der Nachspielzeit gelang Paderborn per Strafstoß der Ausgleich. Bild: Siegfried Lörz

sport-kurier. Es war gerade mal eine Woche her, da waren die Spieler des Zweitligisten SV Sandhausen außer Rand und Band.

Sie jubelten über den Last-Minute-Treffer von Wooten in der 92. Minute, der den Hardtwäldern den 2:1 Sieg in Ingolstadt bescherte und somit natürlich ganz wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt.

Am Samstag erwischte es nun mal die Sandhäuser selbst mit einem Treffer in der Nachspielzeit. Lange hatte man mit 1:0 geführt und den Aufstiegskandidaten SC Paderborn am Rande einer Niederlage, doch der gab nicht auf und wurde in der 94. Minute mit dem späten Ausgleich zum 1:1 Endstand belohnt.

Beim SVS war die Enttäuschung danach natürlich groß, doch man konnte das Remis gut einordnen. "Phasenweise haben wir es heute wirklich gut gemacht, nur waren wir irgendwann einfach platt. Vor dem Spiel wäre ich mit einem Punkt zufrieden gewesen, und ich bin es auch jetzt nach dem Spiel", resümierte SVS-Präsident Jürgen Machmeier, der den Ausgleich der Gäste als verdient bezeichnete.

Warum auch Trübsal blasen? Nach 3 Siegen in Folge konnte der Sandhausen erneut nicht geknackt werden und das gegen einen Gegner, der ganz vorne in der Liga mitmischt und der wie es Machmeier richtig analysierte, "90 Minuten lang Vollgas-Fußball fabrizierte".

Die ersten 30 Minuten gehörten den Kurpfälzern, die kämpferisch voll überzeugten und sich mit einigen Standardsituationen belohnten. Und einer dieser Standards endete dann auch mit einem schwarz-weißen Happy End: Ecke Gislason, Kopfball Kister - 1:0 für Sandhausen (17.). Ein Treffer, der zu diesem Zeitpunkt absolut verdient war und von den Hausherren gewissermaßen erzwungen wurde. In der 28. Minute hätte man dann fast noch nachgelegt, zuerst scheitert Wooten nach Flanke von Paqarada, dann hält Behrens den Kopf hin.

Was Machmeier mit Vollgas-Fußball meinte, zeigte sich nun nach dem Seitenwechsel. Paderborn drückte auf den Ausgleich, erarbeitete sich viele Chancen. Dass es nicht schon früher hinten drin klingelte, lag in erster Linie an Torhüter Schuhen, der war nun der Fels in der Brandung, vereitelte auch ganz dicke Chancen der Paderborner.

Seine Vorderleute waren fortan nur noch mit verteidigen beschäftigt. Sich bietende Kontermöglichkeiten konnten so kaum konsequent genutzt werden, doch es hätte ja auch fast geklappt und dann hätte man alles richtig gemacht. Dass es schließlich ein Elfmeter war, der den Ausgleich brachte, war natürlich besonders bitter.

Was war passiert? Guede sprang der Ball im Strafraum an die Hand, der Elfmeterpfiff war die logische Folge. Klement nahm sich den Ball und versenkte ihn in den Maschen. Danach war Schluss. Das Schlusswort von SVS-Trainer Uwe Koschinat: "Natürlich ist es unglücklich, wenn du in der Nachspielzeit 2 Punkte verlierst, aber wir sollten fairerweise sagen, dass der Handelfmeter berechtigt war und der Gegner einen extrem überlegenen zweiten Abschnitt gespielt hat."

 

SV Sandhausen: Schuhen - Diekmeier, Kister, Zhirov, Paqarada - Linsmayer, Karl - Gíslason (61. Guede), Förster - Behrens - Wooten (82. Zenga)
SC Paderborn: Zingerle - Dräger, Schonlau, Hünemeier, Collins - Gjasula (61. Gueye), Vasiliadis - Pröger (61.), Klement, Antwi-Adjdj (76. Zolinski) - Michel

Tore: 1:0 Kister (17.), 1:1 Klement (90.+4)
Zuschauer: 5442

 

 

 

 

Letzte Änderung am Sonntag, 07 April 2019

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