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Ein Dreier mit Wermutstropfen - Sandhausen gewinnt mit 2:1 in Ingolstadt, verliert aber Schleusener

erstellt am Sonntag, 31 März 2019
Fabian Schleusener verletzte sich beim Spiel in Ingolstadt schwer. Für ihn ist die Saison wohl beendet. Fabian Schleusener verletzte sich beim Spiel in Ingolstadt schwer. Für ihn ist die Saison wohl beendet. Bild: Siegfried Lörz

sport-kurier. Ein Spiel dauert 90 Minuten, hat Trainerlegende Sepp Herberger mal gesagt.

In Ingolstadt ging es ein paar Minuten länger - und das zum Glück für den SV Sandhausen. Denn es war gerade die 92. Spielminute angebrochen, als Andrew Wooten den schwarz-weißen Fußball-Feiertag perfekt machte.

Der Stürmer der Hardtwälder traf in der Nachspielzeit zum 2:1-Siegtreffer. Sandhausen konnte sich durch den Last-Minute-Treffer auf den 15. Tabellenplatz der 2. Liga schieben. Es war gleichzeitig der 3. Sieg in Folge. "Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie ihre Nerven im Griff und den Abstiegskampf angenommen hat. Wir sind in der Lage, ein Spiel zu drehen und natürlich war das heute ein eminent wichtiger Sieg", freute sich ein erleichterter SVS-Trainer Uwe Koschinat nach dem Schlusspfiff.

Insgesamt war der Sieg nicht unverdient, andererseits dann aber doch auch etwas glücklich. Denn die erste Halbzeit gehörte klar den Ingolstädtern, die schon in der 12. Minute durch Paulsen in Führung gegangen waren. Der SVS hatte Probleme sich zu befreien, fand vor der Pause in der Offensive so gut wie gar nicht statt. Nach dem Seitenwechsel wurde es besser. Sandhausen bekam mehr und mehr Zugriff auf das Schlusslicht, das in dieser Saison bis dato klar unter seinen Möglichkeiten geblieben ist.

Die Wende zum Guten dann in der 55. Minute: Ex-HSVler Diekmeier bricht auf der rechten Seite durch, setzt zur Flanke an, findet Behrens, der aus rund 10 Metern keine größeren Probleme hat, den Ball per Kopf in die Maschen zu setzen. Auch Koschinat hob diese Szene in der Nachbetrachtung nochmals gesondert hervor: "Zum Glück ist uns durch eine Energieleistung von Diekmeier der Ausgleich durch Behrens gelungen."

In der Folgezeit war dann zu beobachten, dass die Ingolstädter immer hektischer wurden, für sie zählte offenbar nur ein Sieg. Der SVS hätte hingegen auch mit einem Unentschieden in der Fremde gut leben können. Was den Kurpfälzern, die sich diesmal auch auf die Unterstützung ihrer mitgereisten Fans verlassen konnten, natürlich in der Schlussphase in die Karten spielte. Denn es war wie so oft, wer mehr oder weniger alles auf eine Karte setzt, der vernachlässigt die eigene Defensive. Wooten, mustergültig von Förster bedient, nutzte das aus und überlistete Torhüter Tschauner, der aus seinem Kasten geeilt war, mit einem gefühlvollen Heber.

Weniger schön: SVS-Stürmer Fabian Schleusener musste in der 42. Minute vom Platz getragen werden. Der Grund ist niederschmetternd. Es besteht der Verdacht auf einen Schienbeinbruch. Was war passiert? Schleusener war unglücklich mit Torhüter Tschauner im Strafraum der Ingolstädter zusammen geknallt. Sollten sich die Befürchtungen bestätigen, wäre die Saison für Schleusener, der in den letzten Wochen eine wichtige Stütze für Sandhausen war, vorzeitig beendet.

FC Ingolstadt - SV Sandhausen 1:2 (1:0)

Ingolstadt: Tschauner - Paulsen , Kotzke , Mavraj , Paulo Otavio - Krauße - Cohen , Träsch (Kaya 75.) - Pledl , Lezcano (Kutschke 85.) , Kittel
Sandhausen: Schuhen - Diekmeier , Verlaat , Zhirov , Paqarada - Zenga (Müller 69.), Linsmayer (Guedé 82.) - Gislason , P. Förster , Schleusener (Behrens 45. +1) - Wooten

Tore: 1:0 Paulsen (12.), 1:1 Behrens (55.), 1:2 Wooten (90.+2)
Zuschauer: 9317
Schiedsrichter: Gräfe (Berlin)

 

 

 

Letzte Änderung am Sonntag, 31 März 2019

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