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Sandhausen reist als klarer Außenseiter zum HSV - Steht aber trotzdem unter Erfolgsdruck

erstellt am Dienstag, 29 Januar 2019
2. BL - 18/19 - SV Sandhausen vs. Jahn Regensburgv. li. im Zweikampf Markus Palionis (Regensburg) und Philipp Förster (Sandhausen). 2. BL - 18/19 - SV Sandhausen vs. Jahn Regensburgv. li. im Zweikampf Markus Palionis (Regensburg) und Philipp Förster (Sandhausen). Bild: Siegfried Lörz

sport-kurier. Eigentlich ist es eines dieser Fußballspiele, in die man als Außenseiter ganz locker und entspannt gehen kann.

Denn wenn der SV Sandhausen am Mittwoch um 20.30 Uhr im Hamburger Volksparkstadion, die sich mittlerweile Imtech Arena nennt, auf den Hamburger SV trifft, dann hat das schon etwas von dem oft zitierten Vergleich zwischen David und Goliath.

Sandhausen kann eigentlich befreit aufspielen, nichts muss aber vieles kann. Allerdings ist das im Januar 2019 auch nur die halbe Wahrheit, denn der Druck, der auf den Hardtwäldern lastet, ist riesengroß. In der aktuellen Situation - man überwinterte mit 13 mageren Punkten auf dem 15. Tabellenplatz - helfen nur Siege, denn die Schlinge um die Kurpfälzer zieht sich langsam aber sicher zu. Soll die Klasse gehalten werden, müssen in den nächsten Wochen und Monaten Erfolgserlebnisse her. Allein der Glauben daran ist vielen Fans mittlerweile abhanden gekommen.

Trainer Uwe Koschinat hat ihn hingegen nicht verloren. Bei der Spieltags-Pressekonferenz am Hardtwald gab er sich aufgeräumt und angriffslustig: "Wir hatten eine gute Vorbereitung, in der wir aussagekräftige Testspiele bestritten haben. Ich sehe uns gut gewappnet und wir freuen uns auf den Start."

Ausgetauscht dürfte er sich sicher auch mit Neuzugang Dennis Diekmeier haben. Er spielte von 2010 bis 2018 für die Hansestädter und weiß folglich genau wie der einzige Bundesliga Dino tickt. Beim Tabellenführer der 2. Liga wollte man ihn nicht mehr, das dürfte bei Diekmeier sicher noch ein paar PS mehr herauskitzeln. Beim HSV war er einst Publikumsliebling, beim SVS ist er der personifizierte Hoffnungsträger.

Die Erwartungshaltung der Sandhäuser Fans vom Ex-HSV'er Dennis Diekmeier ist groß. Bild: Siegfried Lörz.

Klar ist aber auch, dass es der Defensivmann nicht alleine richten kann. Sandhausen muss übers Kollektiv kommen. Erfreulich ist diesbezüglich, dass Tim Knipping wieder voll einsatzfähig ist. Die Vorbereitung konnte er komplett mitmachen, was ihm offenbar gute Chancen einräumt, beim Punktspielstart im Jahr 2019 sogar wieder in die Startelf zu rücken.

Bei Tim Kister, der erst am Montag nach seinem Mittelfußbruch wieder ins Training eingestiegen ist, käme ein Einsatz jedoch noch zu früh. In ein paar Wochen sollte aber auch er sich der Mission Klassenerhalt stellen können. Genau wie Kister sind auch Nejmeddin Daghfous (Kreuzbandriss), Alexander Rossipal (Außenband-Probleme) und Erik Zenga (Daumenbruch) kein Thema für Hamburg.

An der nötigen Unterstützung in Hamburg wird es nicht mangeln. Es deutet sich an, dass über 400 Sandhausen-Fans die lange Reise in den hohen Norden mit antreten werden.

 

 

Letzte Änderung am Dienstag, 29 Januar 2019

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