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Kein Himmelfahrtskommando, aber Schwerstarbeit - Sandhausen hat sich im Trainingslager auf den Abstiegskampf eingeschworen

erstellt am Freitag, 18 Januar 2019
Kein Himmelfahrtskommando, aber Schwerstarbeit - Sandhausen hat sich im Trainingslager auf den Abstiegskampf eingeschworen Bild: AS Sportfotos

sport-kurier. Noch ist nichts verloren, sprich es ist kein Himmelfahrtskommando, was da auf den SV Sandhausen in Kürze zukommt.

Doch es ist auch klar, dass die Hardtwälder in der 2. Saisonhälfte ein anderes Gesicht zeigen müssen, wenn sie den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga schaffen wollen. Die Ausgangslage muss man als angespannt bezeichnen:

Sandhausen überwintert mit mageren 13 Punkten auf dem 15. Tabellenplatz im Unterhaus und ist somit punktgleich mit dem MSV Duisburg, der den Relegationsplatz inne hat. Doch auch bis zum 17. aus Magdeburg (11 Punkte) und dem 18. aus Ingolstadt (10) ist der Abstand gering. Während es bis zum 14. Rang auf die Arminia aus Bielefeld (18) bereits 5 Punkte sind.

Der Grundstein für die Wende zum Guten soll im türkischen Lara gelegt worden sein. Dort fand kürzlich noch das einwöchige Trainingslager statt. Für Trainer Uwe Koschinat hat der Abstecher in den beliebten Urlaubsort, der auch für Fußball-Mannschaften sehr gute Bedingungen bietet, seinen Zweck erfüllt. Denn neben gezielten Trainingseinheiten auf dem grünen Rasen wurde die Zeit auch für zwischenmenschliche Dinge genutzt.

"Es war sehr gut, dass wir abseits von Sandhausen eine komplette Tagesgestaltung zur Verfügung hatten. Die Mannschaft ist in dieser Zeit noch enger zusammengewachsen, was auch die Integration der Neuzugänge gefördert hat", wird der SVS-Trainer auf der Vereinshomepage zitiert.

Stichwort Neuzugänge, die standen zuletzt natürlich im Fokus. Allen voran Dennis Diekmeier, der im Fußballgeschäft kein Unbekannter ist. Der 29-Jährige, der auf der rechten Außenbahn zuhause ist, hatte beim Hamburger SV seine große Zeit. Von 2010 bis 2018 stand er dort im Bundesliga-Kader und lief insgesamt 173 Mal auf, ehe sich die Wege nach dem Abstieg der Hanseaten im Sommer 2018 trennten. Fit hielt er sich mit einem Personaltrainer, um nun voll in Sandhausen einsteigen zu können. Beim SVS hat er einen Vertrag bis zum 30. Juni 2020 unterschrieben.

Kocak-Nachfolger Uwe Koschinat konnte dem SVS seit seinem Amtsantritt bislang keine neuen Impulse verleihen. Bild: AS Sportfotos

Ein weiterer neuer Mann kommt von Borussia Dortmund 2. Die Rede ist von Sören Dieckmann, der mit seinen 23 Jahren in der Defensive als großes Talent gilt. Wie wertvoll das Duo noch sein kann, deutete es gegen den türkischen Erstligisten Antalyaspor an. Beim 3:0 Sieg des Zweitligisten (Tore: Gislason, Verlaat, Schleusener) machten beide eine gute Figur und gaben wichtige Impulse im Spiel nach vorne.

Im zweiten Test, der ebenfalls noch in der Türkei stattfand und mit einem 0:0 gegen den deutschen Drittligisten Hansa Rostock endete, boten beide eine eher unauffällige Partie, in der sie sich vornehmlich auf ihre Defensivaufgaben konzentrierten.

Erfreuliches gibt es von Tim Knipping zu berichten. Nach rund 8 Monaten Verletzungspause stand der Innenverteidiger gegen Antalyaspor erstmals wieder auf dem Platz. Weniger erfreulich: Alexander Rossipal wird dem SVS länger fehlen. Ein Außenbandriss im Knie zwang den linken Verteidiger zur Abreise aus dem Trainingslager.

Am Samstag steht ein weiteres Testspiel auf dem Programm. Der SVS gastiert um 14 Uhr beim Regionalligisten 1.FC Saarbrücken. Die Generalprobe ist für den kommenden Dienstag anberaumt worden, dann testet die Koschinat-Elf ebenfalls um 14 Uhr beim Zweitliga-Konkurrenten SpVgg Greuther Fürth.

Gut möglich, dass dann auch wieder Max Jansen und Korbinian Vollmann ihre Einsatzminuten bekommen werden. Das Duo fiel zuletzt aus und war auch nicht mit im Trainingslager, ist mittlerweile aber wieder ins Training eingestiegen. Also zwei Alternativen mehr für den Start in die Rest-Rückrunde. Und zu dem kann Koschinat jeden Mann gebrauchen, schließlich geht es zum Topfavoriten auf den Aufstieg, zum Hamburger SV (30. Januar um 20.30 Uhr).

 

 

Letzte Änderung am Freitag, 18 Januar 2019

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