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"Ich spielte mit ter Stegen, Leno, Mustafi und Götze." - Sandhausens neuer Abwehrchef Gerrit Nauber im Interview

erstellt am Donnerstag, 10 Oktober 2019
"Ich spielte mit ter Stegen, Leno, Mustafi und Götze." - Sandhausens neuer Abwehrchef Gerrit Nauber im Interview Bild: AS Sportfoto

sport-kurier. Gerrit Nauber ist einer der Neuzugänge des SV Sandhausen, der im bisherigen Saisonverlauf voll durchgestartet ist und sich zu einer festen Größe im Defensivbereich entwickelt hat.

Der 27-jährige Innenverteidiger wechselte nach zwei Jahren beim MSV Duisburg in dieser Saison an den Hardtwald, wo er nach dem Abstieg der "Zebras" für zwei Jahre unterschrieb.

Unter Trainer Uwe Koschinat, der Nauber noch aus Drittligazeiten kannte, konnte sich die Abwehrkante gleich einen Stammplatz erkämpfen und spielte in allen neun Saisonspielen komplett durch.

sport-kurier: Der SV Sandhausen startete erfolgreich in die Saison, doch trotz der Leistungssteigerung gegen Aue blieb man zuletzt viermal sieglos. Wie sehen Sie das Leistungsvermögen ihres neuen Teams?

Gerrit Nauber: Wir haben in den ersten fünf Spielen richtig guten Fußball gezeigt und Euphorie versprüht. Uns war aber auch bewusst, dass die Saison ein langer Weg wird. In den letzten Spielen sprachen die Ergebnisse nicht für uns, und die Art und Weise ist nicht die, wie wir uns das vorstellen. Generell ist aber mit der Mannschaft vieles möglich, vorausgesetzt wir liefern unsere Leistung ab.

Sie wurden nach ihrem Wechsel aus Duisburg gleich zum Stammspieler. Wo sehen Sie Ihre Stärken?

Ich habe versucht, was mich stark macht, mitzunehmen und der Mannschaft ein stückweit mit meiner Erfahrung zu helfen. Ich bin kommunikativ im defensiven, hinteren Bereich, suche und gewinne auch häufig die Zweikämpfe. Ich denke, ich strahle für die Mannschaft im Verbund der Viererkette mit den Sechsern Ruhe aus, und es freut mich natürlich, dass unser Trainer auf Anhieb darauf gesetzt hat.

Nach zwei Jahren im Ruhrgebiet sind Sie jetzt in der beschaulicheren Kurpfalz gelandet. Wie lief die Eingewöhnungsphase?

Wir wurden von der Mannschaft, den Verantwortlichen und dem Verein allgemein super aufgenommen. Ich habe mit meiner Frau und meiner Tochter relativ schnell eine Wohnung gefunden. Die Region ist schön, besonders Heidelberg. Es ist natürlich ein kompletter Kontrast zum Ruhrgebiet, wo wir in Duisburg aber auch nicht direkt in der Stadt, sondern auf dem Land gewohnt haben.

Zu Ihren sportlichen Highlights zählt der Gewinn der U17-Europameisterschaft.

Ja, das war sehr prägend. Ich spielte im Defensivbereich zusammen mit ter Stegen, Leno, Mustafi und Götze. Da waren schon ein paar namhafte Spieler dabei.

Vermutlich hatten Sie sich damals bei der U23 von Bayer 04 Leverkusen den Sprung in die Bundesliga erhofft?

Natürlich wäre ich gern dort gelandet, aber die Situation war eine andere. Nachdem sich die zweite Mannschaft von Leverkusen aufgelöst hatte, bin ich wieder den Schritt in die Heimat gegangen. Vom Namen her mag es ein Rückschritt gewesen sein, aber die Sportfreunde Lotte waren ein ambitionierter Regionalligist. Nach einem Jahr 3. Liga mit Lotte bin ich den Schritt in die 2. Liga nach Duisburg gegangen und bin nach zwei Jahren jetzt hierhergekommen.

Was sind Ihre sportlichen Ziele?

Ich tue mich schwer, Ziele auszugeben. Bei meiner Zeit in Duisburg hatte der Klassenerhalt oberste Priorität. Das ist jetzt hier in Sandhausen nicht anders. Alles darüber hinaus nehmen wir gerne mit, aber wir müssen uns jetzt erstmal wieder ein bisschen finden, und die Leistung gegen Aue war schon der erste Schritt in die richtige Richtung.

 

 

 

Letzte Änderung am Donnerstag, 10 Oktober 2019

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