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Wiedergutmachung angesagt - SV Sandhausen empfängt VfL Bochum

erstellt am Donnerstag, 19 September 2019
SVS-Keeper Martin Fraisl in Aktion. SVS-Keeper Martin Fraisl in Aktion. AS Sportfotos

sport-kurier. Die erste Saison-Auswärtsniederlage in Karlsruhe möchte Zweitligist SV Sandhausen am Samstag um 13 Uhr

...im Heimspiel gegen den VfL Bochum wieder wettmachen und sich weiter im vorderen Tabellenbereich festsetzen. Gegen die in dieser Saison noch sieglosen und bei 14 Gegentoren defensiv anfälligen Bochumer dürfte dies vor heimischer Kulisse zu einer durchaus machbaren Aufgabe werden.

Doch unterschätzen sollte die Koschinat-Truppe den VfL auf keinen Fall. Am letzten Spieltag zeigten sich die Blau-Weißen beim Trainerdebüt von Thomas Reis giftig und gallig und konnte einem 0:2-Rückstand gegen Dresden noch in ein Unentschieden umbiegen.

Gegen Bochum könnte SVS-Neuzugang Besar Halimi sein Debüt feiern, für den das Spiel in Karlsruhe nach den Länderspielen mit dem Kosovo und gerade mal einer Trainingseinheit mit seinen neuen Teamkollegen noch zu früh kam. Mit fünf Gegentoren haben die Kurpfälzer den zweitbesten Wert nach sechs Spieltagen, bei sieben erzielten Treffern aber auch die viertwenigsten Treffer erzielt.

Sandhausen kann bis auf die Langzeitverletzten Dieckmann, Kister und Karl fast aus dem Vollen schöpfen, während bei Bochum mit Lee und Weilandt wichtige Offensivspieler ausfallen, aber der aus Enschede gekommene Mittelfeldspieler Bapoh nach dem Ablauf seiner Sperre nach der gegen Wehen Wiesbaden erhaltenen Roten Karte wieder eine Alternative darstellt.

Der kongolesische Stürmer Ganvoula, den der VfL nach einem Jahr Leihe fest verpflichtete, erwies sich mit bereits fünf Torbeteiligungen bei zehn erzielten Bochumer Toren als gute Neuverpflichtung. Das Ziel, sich zudem strukturell sinnvoll zu verstärken, wurde durch Transfers des zweitligaerfahrenen ehemaligen Braunschweiger Abwehrspielers Decarli, der aus Brügge kam, sowie Bapoh und den Flügelspielern Osei-Tutu, der vom FC Arsenal ausgeliehen ist und Danny Blum, der mit dem SV Sandhausen 2012 in die 2. Liga aufstieg, in die Tat umgesetzt.

Doch das zehnte Jahr 2. Liga in Folge ist ein Schwieriges für den VfL, denn schon nach den ersten vier Spielen trennte man sich von Trainer Robin Dutt. Der zweite ehemalige Sandhäuser in Bochumer Reihen, Torhüter Riemann, hatte zudem interne Probleme öffentlich gemacht und die Autorität des Trainers untergraben, indem er nach dem 3:3 gegen Wehen Wiesbaden behauptete, er habe zusammen mit Kapitän Losilla die Taktik für die zweite Halbzeit ausgegeben.

Der neue Trainer Reis gilt als bodenständiger Typ, der für harte Arbeit steht. Er hat zwar noch keine Erfahrung als Chefcoach, war aber als Co-Trainer und Jugendtrainer in Bochum sowie zuletzt in Wolfsburg tätig. "Mit Leidenschaft Fußball spielen, das wollen die Fans in Bochum sehen. Wir wollen aktiv verteidigen, als Team gemeinsam auf Balleroberung gehen und bei Ballbesitz möglichst Tore erzielen."

Selbstvertrauen bekommt man, wenn man einen klaren Plan hat", so Reis bei seinem Antritt in der Arbeitermetropole. Beim Verein, der 1997 bis ins Achtelfinale des UEFA-Cup-Wettbewerbs vordrang und mit Stefan Kuntz und Theofanis Gekas schon Torschützenkönige in der 1. Liga hervorbrachte, ist noch unklar, wohin der Weg längerfristig wieder hinführen soll. Bereits zum dritten Mal in der Saison egalisierte Bochum damit daheim einen Zwei-Tore-Rückstand (gegen Wehen Wiesbaden lag man sogar 0:3 zurück).

Den SVS erwarten angeschlagene, aber auch wiedererstarkte Bochumer, und nur über die Umsetzung des bereits ausgegebenen Mottos "Wir! Malochen und Siegen!" können die Punkte in der Kurpfalz bleiben. Die Gesamtbilanz von 6 Siegen, 5 Unentschieden und 3 Niederlage spricht für die Gäste. Die Heimbilanz am Hardtwald ist bei jeweils 2 Siegen sowie 3 Remis ausgeglichen.

 

 

 

Letzte Änderung am Donnerstag, 19 September 2019

2. Bundesliga