Montag, 23. September 2019

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Derbykracher!! +++ Karlsruher SC empfängt SV Sandhausen

erstellt am Mittwoch, 11 September 2019
KSC-Trainer Alois Schwartz vor dem Derby KSC gegen den SV Sandhausen im Interview KSC-Trainer Alois Schwartz vor dem Derby KSC gegen den SV Sandhausen im Interview AS Sportfotos

sport-kurier. Nach über zwei Jahren kommt es am Freitag wieder zum nordbadischen Derby, wenn der SV Sandhausen am 6. Spieltag um 18.30 Uhr beim Karlsruher SC im Wildparkstadion gastiert.

Beim letzten Aufeinandertreffen schoss der SVS den KSC, der ab den 80ern jahrzehntelang die Vorherrschaft in Baden innehatte, mit 4:0 aus dem BWT-Stadion am Hardtwald und besiegelte damit vier Spieltage vor Saisonende den Abstieg des badischen Nachbarn.

In derselben Saison gelang dem SVS der bis dato einzige Sieg in der Fächerstadt. Die Freitagabendpartie könnte auch unter dem Motto: "Wiedersehen mit alten Bekannten" lauten. Unter anderem fünf ehemalige Sandhäuser Spieler, Ex-Erfolgscoach Alois Schwartz sowie der ehemalige Co-Trainer Dimitrios Moutas sorgten dafür, dass der KSC nach zwei Spielzeiten in der 3. Liga wieder in die Erfolgsspur zurückkehrte und dieses Jahr wieder aufstieg.

Gelingt dem SVS nach dem starken Saisonstart mit 10 Punkten aus fünf Spielen der vierte Sieg in Folge und bringt dem KSC damit die vierte Niederlage in Folge bei? Dabei gilt es, den Abgang des nach Schuhen, Wooten und Schleusener vierten Leistungsträgers der vergangenen Saison aufzufangen, da der lauf- und spielstarke Spielmacher Förster den Hardtwald kurz vor Schließung des Transferfensters in Richtung VfB Stuttgart verlassen hat.

Die Frage wird daher sein, wer im Spiel in Karlsruhe in die Rolle des 10ers schlüpfen wird und damit Förster ersetzen soll, oder ob es gar zu einer Systemumstellung kommt. Der parallel zum Abgang Försters gekommene Neuzugang Halimi oder der bisherige Edeljoker Türpitz, die diese Rolle bei Bröndby Kopenhagen bzw. dem 1. FC Magdeburg schon erfolgreich ausgefüllt haben, scheinen die wahrscheinlichsten Optionen zu sein.

Nach dem Zweitligaabstieg 2017 erwischte der KSC einen schlechten Start in der 3. Liga, was zur Folge hatte, dass Alois Schwartz für Marc-Patrick Meister das Amt des Cheftrainers übernahm. Mit dem schon zwischen 2013 und 2016 praktizierten Spielstil, mit dem Schwartz den SV Sandhausen in der 2. Liga etablierte, konnte er die Mannschaft stabilisieren und wieder in die Erfolgsspur bringen.

Nachdem der KSC mit 21 Spielen ohne Niederlage einen Ligarekord aufgestellt hatte, reichte es am Ende für die Relegationsspiele zur 2. Liga, wo man jedoch an Erzgebirge Aue scheiterte. In der folgenden Saison geriet das Schwartz-Team nicht aus der Erfolgsspur, und mit jenem Stil eines starken Umschaltspiels aus einer kompakten Defensive und kaum Experimenten gelang diesmal der direkte Aufstieg.

Bei 38 Gegentoren in 38 Spielen war die eingespielte Defensive ein wesentlicher Faktor für den Erfolg. Auch die in der laufenden Saison unveränderte Vierer-Abwehrkette besteht komplett aus ehemaligen Sandhäuser Spielern. Die Außenpositionen besetzen die von Schwartz nach Karlsruhe geholten Thiede und Roßbach, während in der Innenverteidigung der 34-jährige Gordon und der 32-jährige Kapitän Pisot zwei robuste und kopfballstarke Routiniers stehen.

Der Fünfte Ex-Sandhäuser im Bunde ist im Mittelfeld Stiefler, der den Stammplatz zuletzt an Neuzugang Fröde abtreten musste. Der KSC startete in diese Zweitligasaison mit zwei Siegen in Wehen Wiesbaden und gegen Dresden glänzend. Danach folgte ein Tief mit drei Niederlagen und neun Gegentreffern gegen Holstein Kiel, Hamburger SV und VfL Osnabrück.

Es bleibt abzuwarten, ob sich die schnellere Spielweise in der 2. Liga auf Dauer negativ auswirkt. Doch Routinier Gordon bremste: "Die Gegentore sprechen für sich, da muss grundsätzlich besser gearbeitet werden. Wir dürfen uns jetzt nicht verrückt machen und müssen optimistisch bleiben".

Im Mittelfeld sind die starken Vorbereiter Wanitzek und Lorenz gesetzt, während im Sturm der aus Braunschweig geholte Hofmann mit vier Toren in den ersten vier Saisonspielen aufhorchen ließ und sich damit neben den letztjährigen Drittligatorschützenkönig Pourie in die Doppelspitze gesellt.

 

 

 

Letzte Änderung am Mittwoch, 11 September 2019

2. Bundesliga