Montag, 30. März 2020

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SV Sandhausen peilt den nächsten Sieg an

erstellt am Mittwoch, 28 August 2019
Rurik Gislason kann sich nach seiner Suspendierung für das Spiel in Heidenheim wieder für einen Einsatz empfehlen Rurik Gislason kann sich nach seiner Suspendierung für das Spiel in Heidenheim wieder für einen Einsatz empfehlen AS Sportfotos

sport-kurier. Mit einem Heimsieg über Darmstadt könnte sich der SVS oben festsetzen.

Bevor die erste Länderspielpause in der laufenden Saison ansteht, empfängt der SV Sandhausen am 5. Zweitliga-Spieltag am Freitag um 18.30 Uhr den SV Darmstadt 98. Bei einem dritten Sieg in Folge würde der SVS die zweiwöchige Pause bis zum nächsten Spiel beim Karlsruher SC auf einem Spitzenplatz verbringen, doch Voraussetzung dafür wäre der erste Heimsieg in der 2. Liga gegen die Darmstädter "Lilien" im vierten Versuch.

Dass man den bisherigen Angstgegner Heidenheim in dessen Stadion über weite Strecken dominiert hat und nicht ins Spiel hat kommen lassen, sollte mehr als Mut machen. Linsmayer: "Fußballerisch war das richtig gut und auch in der Defensive standen wir bis auf zwei, drei Situationen sattelfest. Nach vier Spielen und der Pokalpartie kann man so langsam erkennen, dass die Automatismen greifen. Jeder versteht die Spielidee des Trainers und wir sind sehr variabel im System. Wir sind derzeit auf einem sehr guten Weg."

Mit Gislason, der wegen eines Revanchefouls im Training für das Spiel in Heidenheim aus dem Kader genommen wurde, aber einen Tag später wieder mittrainieren durfte, hat Trainer Koschinat eine weitere Alternative für sein derzeitiges Erfolgsteam zur Verfügung. Spielmacher Förster präsentiert sich in hervorragender Form und unterstreicht, warum er bei anderen Vereinen auf der Wunschliste steht.

Auch Stoßstürmer Behrens hat mit seinem dritten Saisontor seinen Stammplatz gefestigt und straft die Kritiker, die im Laufe der letzten Saison der Meinung waren, dass der Sprung von der Regional- in die Zweite Liga zu groß wäre.

Seit dem Bundesligaabstieg vor zwei Jahren belegte Darmstadt 98 zweimal in Folge Platz 10 in der 2. Liga und ist auch für diese Saison von der Leistungsstärke her ähnlich einzuschätzen. Unter Trainer Grammozis, dem vorherigen Jugendtrainer des VfL Bochum, der im Februar für den glücklosen Schuster übernahm, legten die "Lilien" eine mutigere Spielweise an den Tag. Sie konnten sich nach unter anderem Siegen beim Hamburger SV und dem 1. FC Köln bereits drei Spieltage vor Saisonende den Klassenerhalt sichern.

Schuster, der die Lilien von der 3. bis in die 1. Liga führte, rutschte bei seinem zweiten Engagement bei den Hessen mit seinem Team auf Rang 14 ab, und nach dem Unentschieden in Sandhausen wurde die Reißleine gezogen - er musste gehen. Jenes Unentschieden beim letzten Aufeinandertreffen, das für viele Diskussionen sorgte, da die Darmstädter durch einen unberechtigten Elfmeter nach Mehlems Schwalbe nur sehr glücklich zu einem Punkt kamen.

In der neuen Saison wechselten vor allem auswärts bisher Licht und Schatten beim Grammozis-Team ab: Einem 1:1-Achtungserfolg beim HSV folgte eine 0:4-Niederlage an der Bremer Brücke bei Aufsteiger Osnabrück. Mit dem in der letzten Saison starken Rückhalt Fernandes verloren die Lilien nur einen echten Leistungsträger auf der Position des Torhüters. Als Ersatz wurde Schuhen vom SV Sandhausen geholt, der auch beim Spiel in Hamburg zwischen den Pfosten und damit Fernandes gegenüberstand, der zum HSV wechselte.

Doch wenige Tage später zog sich Schuhen im Training einen Armbruch zu, wodurch momentan Stritzel, der zwei Jahre Ersatztorhüter war, das Tor hütet. Die frühe Saisonphase ist allgemein durch Verletzungspech gekennzeichnet - auch die offensiven Neuzugänge Berko von Dresden und Honsak von Kiel mussten noch pausieren.

Nach der desolaten Leistung in Osnabrück konnte man dem folgenden torlosen Remis gegen Dresden am Böllenfalltor einiges abgewinnen. Die Lilien mauerten gegen Dresden wieder erfolgreich, boten aber im Spiel nach vorne erneut eine destruktive Vorstellung und erspielten sich kaum Chancen.

Doch mit dem schnellen Rechtsaußen Heller, Stürmer Dursun oder dem aufstrebenden Mehlem, der sich nach seinem "Schwalben"-Tiefflug nun im Höhenflug befindet und etwas überraschend auf der 10er-Position zuletzt den Vorzug vor dem torgefährlichen aber laufschwächeren Kempe erhielt, ist genug Gefahrenpotential vorhanden.

Nicht zuletzt aufgrund der reisefreudigen und fußballbegeisterten Hessen ist mit einer stimmungsvollen Atmosphäre unter Flutlicht am Freitagabend am Hardtwald zu rechnen.

 

 

 

 

Letzte Änderung am Mittwoch, 28 August 2019

2. Bundesliga