Freitag, 03. April 2020

Keine Artikel in diesem Warenkorb

SV Sandhausen strebt nach dem ersten Saisonerfolg ++ Am Freitag gastiert der 1.FC Nürnberg am Hardtwald

erstellt am Donnerstag, 15 August 2019
Fabian Schleusener (links) hier noch im Trikot des SVS spielt jetzt für den 1.FC Nürnberg Fabian Schleusener (links) hier noch im Trikot des SVS spielt jetzt für den 1.FC Nürnberg AS Sportfotos

sport-kurier. Dem unglücklichen Ausscheiden im DFB-Pokal gegen Borussia Mönchengladbach folgt für den SV Sandhausen das dritte Heimspiel in Folge an einem Freitagabend.

Zum Auftakt des dritten Spieltages der 2. Liga gastiert Bundesligaabsteiger 1. FC Nürnberg um 18.30 Uhr am Hardtwald. Wie bereits beim Ligaspiel gegen Osnabrück wurde nach dem Pokal-Aus trotz des starken Auftritts über die Chancenverwertung diskutiert, was trotz jeweils einem Abwehrpatzer hauptausschlaggebend dafür war, dass die letzten beiden Spiele verloren gingen.

Trainer Uwe Koschinat sah gegen Gladbach viele strukturierte Angriffe seines Teams, und die Torgefährlichkeit ist wie vom Coach nach dem Abgang Wootens gewünscht auf noch mehr Schultern verteilt. Dennoch ließen zuletzt insbesondere Gislason, Engels, Behrens und Förster einige vielversprechende Abschlüsse ungenutzt.

Es sind erst drei Spiele absolviert, und im Laufe der nächsten Partien im August gegen Nürnberg, Heidenheim und Darmstadt wird sich zeigen, ob man beim SVS genauso wie in der vergangenen Saison erfolgreich an der Effektivität arbeitet - oder ob bis zum Ende der Transferperiode nochmals Gedankenspiele über einen weiteren Neuzugang im Sturmzentrum aufkommen.

Auch wenn aufgrund der Neuzugängen Engels und Scheu auf den Flügeln sowie Königstransfer Türpitz in der Offensive jetzt mehr vielversprechende Alternativen zur Verfügung stehen, werden sehnsüchtig die angeschlagenen Biada und Bouhaddouz im Sturmzentrum zurückerwartet. Auch die Rückkehr zu Altbewährtem wie Linsmayer auf der Doppelsechs und Gislason auf der Außenbahn stellte sich gegen Gladbach als positiv heraus.

Sandhausens Sportlicher Leiter Mikayil Kabaca: "Nach zwei Niederlagen und einem Remis ist man schon etwas unter Druck geraten, daher wollen wir unbedingt das erste Saisonerlebnis feiern. Doch wir lassen uns da nicht verrückt machen, wir haben noch 32 Saisonspiele zu absolvieren, wo wir unsere Punkte sammeln können. Wir wissen auch, dass nur ein Punkt aus drei Spielen nicht unsere Erwartungen erfüllt. Deshalb werden wir alles daran setzen, um gegen den Club zu punkten."

Der neunfache Deutsche Meister 1. FC Nürnberg wird zum wiederholten Male Anlauf für eine Rückkehr in die 1. Liga nehmen, nachdem man seit 2014 in diesem Jahr zum zweiten Mal wieder abstieg und nach zuvor bereits einigen Auf- und Abstiegen damit den Ruf als Fahrstuhlmannschaft untermauerte. Von den Stammkräften haben die Defensivspieler Ewerton und Leibold, die beide zum Hamburger SV gingen und Mittelfeldspieler Löwen zu Hertha BSC Berlin sowie der ausgeliehene Pereira den Verein verlassen.

Auch in der Vereinsführung gab es Veränderungen von größerer Tragweite. Nachdem sich der Aufsichtsrat von Sportchef Bornemann und Trainer Köllner trennte, haben nun Sportvorstand Robert Palikuca, der von Fortuna Düsseldorf kam und angefangen vom neuen Scout bis zum Videoanalysten einiges umgekrempelt hat und der neue Trainer Damir Canadi das Sagen. Der Österreicher Canadi führte Atromitos Athen in die Europa League und steht für die klare Philosophie, nach der sein Team zu jeder Phase des Spiels aktiv sein soll.

Dass der Wiederaufstieg ein schwieriges Unterfangen wird, hat die 0:4-Klatsche im ersten Saison-Heimspiel gegen den Hamburger SV gezeigt. Auswärts konnten die Clubberer jedoch mit zwei 1:0-Erfolgen in Dresden und im DFB-Pokalspiel beim Drittligisten Ingolstadt aufwarten. Beide entscheidenden Tore erzielte Neuzugang Dovedan vom Ligakonkurrenten 1. FC Heidenheim.

Ebenfalls für die Offensive als Alternative für Ishak verpflichteten die Franken Schleusener, der letzten Saison an den SV Sandhausen ausgeliehen war und sich nach seinem Schienbeinbruch im Aufbautraining befindet. Für das zentrale Mittelfeld wurde mit dem schussstarken Standardspezialisten und erstligaerfahrenen Geis der vorerst letzte hochkarätige Neuzugang präsentiert. Mit fünf Torbeteiligungen in 14 Einsätzen hatte er seinen Anteil am Aufstieg des 1. FC Köln, doch sein Vertrag wurde nicht verlängert.

Zur Verstärkung der Abwehr kam vom Ligakonkurrenten aus Regensburg der Däne Sörensen sowie für die Außenpositionen Sorg aus Hannover und Handwerker aus Groningen. In der Gesamtbilanz nach Pflichtspielen liegen die Franken mit 6 Siegen und 3 Niederlagen deutlich vor den Kurpfälzern.

 

 

 

Letzte Änderung am Donnerstag, 15 August 2019

2. Bundesliga