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Rangnick gewinnt Duell gegen Nagelsmann 2:1 ++ Erste Hoffenheimer Heimniederlage seit neun Monaten

erstellt am Sonntag, 30 September 2018
TSG 1899 Hoffenheim vs. RB Leipzigv.li. Yussuf Poulsen (RB Leipzig) macht das Tor zum 1:0 und jubelt mit seinen Mannschaftskollegen , v.li. am Boden Stefan Posch (Hoffenheim) und Kevin Akpoguma (Hoffenheim. TSG 1899 Hoffenheim vs. RB Leipzigv.li. Yussuf Poulsen (RB Leipzig) macht das Tor zum 1:0 und jubelt mit seinen Mannschaftskollegen , v.li. am Boden Stefan Posch (Hoffenheim) und Kevin Akpoguma (Hoffenheim. Bild: Siegfried Lörz

sport-kurier. Die TSG Hoffenheim kassierte nach neun Monaten am 6. Bundesliga-Spieltag erstmals wieder eine Heimniederlage.

In einer umkämpften und spannenden Partie gewann RB Leipzig vor 28.115 Zuschauern in der Sinsheimer WIRSOL Rhein-Neckar-Arena zwar etwas glücklich, aber nicht unverdient und revanchierte sich für die beiden deftigen 0:4 und 2:5-Niederlagen der letzten Saison gegen das Nagelsmann-Team. Die letzte Hoffenheimer-Heimpleite gab es am 20. Januar dieses Jahrs mit 1:4 gegen Bayer Leverkusen.

"Man oft he Match" war RB-Stürmer Yussuf Poulsen, der mit einem Doppelpack (53. und 73. Minute) die Sachsen auf die Siegerstraße brachte. Der Anschlusstreffer per Strafstoß von Andrej Kramaric in der Nachspielzeit (90.+2.) war nur noch Ergebniskosmetik. RB geriet in der Anfangsphase unter Druck und hatte beim Kopfball von Isak Belfodil, der von der Unterkante der Querlatte direkt auf der Torlinie landet, Glück nicht in Rückstand zu geraten. Heftige Diskussionen gab es beim ersten Treffer, dem ein Foulspiel von Timo Werner an Innenverteidiger Stefan Posch vorausging.

Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann nahm gegenüber dem 3:1-Auswärtssieg in Hannover sechs Änderungen an seiner Startelf vor: Anstelle von Kobel, Brenet, Nelson, Joelinton (alle Bank), Bicakcic (Wadenprobleme) und Vogt (Oberschenkelbeschwerden) spielten Baumann, Posch, Schulz, Kramaric, Belfodil - und Debütant Justin Hoogma. Leipzigs Coach Ralf Rangnick wechselte mit Laimer, Konaté, Saracchi und Ilsanker für Mukiele, Orban, Halstenberg und Forsberg vier Mal.

Leipzig-Coach Ralf Rangnick mit einem zufriedenen Gesichtsausdruck. An seiner alten Wirkungsstätte ging er mit seinem Team als Sieger hevor. Bild: Siegfried Lörz

Nachdem die Gäste anfangs das aktivere Team waren, ergriff die TSG nach zehn Minuten die Initiative und hätte nach 19 Minuten mit einer Doppelchance in Führung gehen können. Zunächst scheiterte Florian Grillitsch mit einem Distanzschuss an RB-Keeper Peter Gulacsi und Sekunden später Belfodil per Kopfball an der Unterkante der Torlatte. Die tonangebenden Gastgeber hatten aber kurz vor der Pause Glück, als ein Distanzschuss von Kevin Kampl TSG-Torhüter Oliver Baumann mit den Fingerspitzen über die Torlatte lenkte und (41.) kurz darauf Werner nach einer Flanke am Pfosten scheitert (43.).

Im zweiten Abschnitt nahm die Partie nochmals an Tempo und Dramatik zu. Der erste Treffer sorgte viel reichlich Diskussionsstoff. Werner setzte sich auf der rechten Seite zu energisch gegen Posch durch, passte auf Poulsen, dessen Schuss Kevin Akpogum unglücklich zum 0:1 abfälscht (53.). Posch nach der Partie in der Mixed-Zone: "Für mich war es ein klares Foulspiel, er trat mir auf den Oberschenkel und verschaffte sich dadurch einen Vorteil". Trainer Nagelsmann bei der Pressekonferenz: "Man kann Foul geben - es war aber kein Muss." Doch Schiedsrichter Deniz Aytekin und die Kontrolleure im "Kölner Keller" sahen keinen Regelverstoß.

Hoffenheim erhöhte nun die Takt-Zahl und war um den Ausgleich bemüht. Eine Großchance bot sich dabei Adam Szalai, der aus fünf Metern zentraler Position an seinem Nationalmannschaftskollegen im RB-Tor Gulacsi scheiterte (65.). Fast im Gegenzug scheiterte Konrad Laimer mit einem Hammerschuss am rechten Torpfosten (66.). Kurz darauf bewies er mehr Zielwasser, indem er eine Kampl-Flanke mit dem Unterleib über die Torlinie drückt (73.).

TSG 1899 Hoffenheim vs. RB Leipzig - Andrej Kramaric (Hoffenheim) erzielt den 2:1 Anschlusstreffer per Strafstoß. Bild: Siegfried Lörz

Auch wenn die Kraichgauer gegenüber dem 1:1 vor einer Woche gegen Borussia Dortmund an gleicher Stelle nicht so engagiert und spielsicher wirkten, waren sie zwar bemüht, fanden aber kein Mittel, um die bärenstarke Leipziger Innenverteidigung mit den großgewachsenen Upamecano und Konate zu überwinden. Die größte Chance bot sich dem eingewechselten Joelinton, dessen Schuss Gulacsi reaktionsschnell um den Pfosten zur Ecke lenkte. Nachdem Belfodil in der Nachspielzeit von Stefan Ilsaker im Strafraum zu Fall gebracht wurde, verwandelte der bis dahin schwächste Hoffenheimer Kramaric vom Punkt zum 1:2-Endstand.

Nach der dritten Saisonniederlage rutscht die TSG auf Platz 10 und spielt in einer weiteren englischen Woche jeweils zu Hause am Dienstag (18.55 Uhr) in der Champions League gegen Manchester City und am Sonntag (15.30 Uhr) gegen Eintracht Frankfurt. Danach ist Länderspielpause.

 

 

Letzte Änderung am Sonntag, 30 September 2018

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