Mittwoch, 12. August 2020

Andrej Kramaric trifft für 1899 Hoffenheim gegen Hannover 96 dreifach

erstellt am Samstag, 28 April 2018
Kollektive Freude bei den Hoffenheimern Spielern nach Spielende. Vorübergehend kletterte die TSG auf den 4. Tabellenplatz. Kollektive Freude bei den Hoffenheimern Spielern nach Spielende. Vorübergehend kletterte die TSG auf den 4. Tabellenplatz. Bild: Siegfried Lörz

sport-kurier. Die TSG Hoffenheim hat ihre Pflichtaufgabe am 32. Bundesliga-Spieltag in der letzten Freitagabendpartie der Saison 2017/18 gegen Hannover 96 mit einem 3:1 Heimsieg erfüllt.

In einer durchschnittlichen Bundesligapartie war Stürmer Andrej Kramaric mit drei Treffern (16./50./86.) der Matchwinner.

Der kroatische WM-Teilnehmer war an neun der 17 TSG-Torschüsse beteiligt und machte bei seinem ersten Dreierpack aus seinen fünf Torschüssen drei Tore. Für die Niedersachsen erzielte der ehemalige Hoffenheimer Kenan Karaman den zwischenzeitlichen Ausgleich (26.).

Die TSG ist zumindest über Nacht vorbei an Bayer 04 Leverkusen (spielt heute zu Hause gegen Stuttgart) auf einen Champions-League-Platz vorgerückt. Für Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp, der am vergangenen Donnerstag seinen
78. Geburtstag feierte, war es ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk. Beim Gang durch die Mixed-Zone sagte er treffend, kurz und knapp: "Ein wichtiger Sieg."

Den 14. Saisonsieg mussten die Nordbadener jedoch teuer erkaufen. Sowohl Serge Gnabry (Muskelbündelriss in den Adduktoren des rechten Beins) als auch Kerem Demirbay (Kapseleinriss im rechten Sprunggelenk) mussten verletzt vom Platz. Äußerst fraglich, ob sie in dieser Saison nochmals zum Einsatz kommen.

Man of the Match war Andrej Kramaric, der alle drei Treffer für die Hoffenheimer erzielte. Links im Bild: Timo Hübers (Hannover 96). Bild: Siegfried Lörz

Hannover hatte zwar auch einige vielversprechende Möglichkeiten, aber am Ende reichte es nicht, um den erhofften Punktgewinn zu entführen. Rein rechnerisch sind die 96er noch nicht endgültig gerettet. Das Team von Trainer Julian Nagelsmann ist als zweitbeste Heimmannschaft seit nunmehr neun Bundesliga-Spielen ungeschlagen (sechs Siege, drei Remis) und sehr gute Aussichten in der neuen Saison international vertreten zu sein.

Vor 26.452 Zuschauern übernahmen die Gastgeber in der Anfangsphase die Initiative und hatten gegen einen defensiven Gegner durch Kramaric (7.) und Demirbay (11.) vielversprechende Führungsmöglichkeiten. Nach einem kapitalen Abwehrfehler von Hannovers Innenverteidiger Salif Sane brachte Kramaric, nach glänzender Vorarbeit von Gnabry, sein Team in Führung.

In dieser Szene verletzte sich jedoch Gnabry am Oberschenkel und musste für Steven Zuber vom Feld. Nur acht Minuten später fiel wie aus dem Nichts der Ausgleich nach einer Co-Produktion der ehemaligen Hoffenheimer Pirmin Schwegler und Karaman. Die TSG kam dadurch etwas aus dem Rhythmus und hatte bei fehlender Präzision, Durchschlagskraft und Effektivität gegen stärker werdenden Gäste wenig entgegen zu setzen.

TSG 1899 Hoffenheim vs. Hannover 96  / Kopfballduell Torhüter Oliver Baumann (Hoffenheim) , Torraumszene. Bild: Siegfried Lörz


Nach der Pause änderte sich dies. Die Blau-Weißen machten gleich von an Beginn mächtig Druck und gingen durch einen Volleyschuss von Kramaric, nach einer Demirbay-Ecke, erneut in Führung. Nach einem Zweikampf musste nach 68. Minuten Nationalspieler Demirbay für Ermin Bicakacic vom Platz. Während die Hannoveraner nun verstärkt auf den Ausgleich drängten, suchte Hoffenheim mit Kontern die endgültige Entscheidung. Diese gelang vier Minuten vor dem Ende abermals Kramaric, der mit einem gefühlvollen Heber über Torhüter Philipp Tschauner zum vielumjubelten 3:1-Endstand traf.

Während es aus der Hoffenheimer Fankurve fast pausenlos Gesänge in Richtung Europapokal gab, blieben die 500 Gästefans bei ihrem seit Wochen zelebrierten Stimmungsboykott die gesamten 90 Minuten stumm.
Während TSG-Coach Nagelsmann von einer größtenteils ausgeglichenen Partie sprach, in der sein Team in der Chancenverwertung effektiver war und nicht unverdient gewann, bemängelter sein Gegenüber André Breitenreiter das mangelhafte Abwehrverhalten seiner Spieler bei den Gegentoren, die letztendlich dafür ausschlaggebend waren, dass es nicht zum Auswärtspunkt reichte.

 

Letzte Änderung am Samstag, 28 April 2018

1. Bundesliga