Samstag, 08. August 2020

Nagelsmann: "Wenn wir gegen Hannover 96 vorlegen, haben wir einen entspannten Samstag."

erstellt am Freitag, 27 April 2018
1.BL - 17/18 - TSG 1899 Hoffenheim vs. Hamburger SVv.li. Adam Szalai (Hoffenheim) macht das Tor zum 2:0. 1.BL - 17/18 - TSG 1899 Hoffenheim vs. Hamburger SVv.li. Adam Szalai (Hoffenheim) macht das Tor zum 2:0. Bild: Siegfried Lörz

sport-kurier. Am drittletzten Bundesliga-Spieltag empfängt die TSG Hoffenheim am Freitagabend um 20.30 Uhr in der Sinsheimer WIRSOL Rhein-Neckar-Arena die Mannschaft von Hannover 96.

Aktuell sind 25.000 Tickets für das Flutlichtspiel verkauft, aus Niedersachsen werden rund 500 Gästefans erwartet.

TSG-Trainer Julian Nagelsmann sieht es als kleinen Vorteil, dass sein Team im direkten Duell mit den Konkurrenten um die internationalen Ränge vorlegen kann - vorausgesetzt natürlich seine Mannschaft holt den erwarteten Heimsieg. Nagelsmann: "Wenn wir am Freitagabend vorlegen, haben wir einen entspannten Samstag, an dem wir uns zurücklehnen können und schauen, was die anderen machen." Der 30-Jährige glaubt nicht, dass sein Team die Hannoveraner, als vermeintlich leichtesten Gegner des Restprogramms, unterschätzt:

"Wir sind aktuell im Flow und wollen die anstehenden drei Partien auch so zu Ende bringen. Wir spielen erneut eine außergewöhnlich gute Saison." Nagelsmann sieht im aktuellen Abschneiden eine außergewöhnlich Konstellation: "Dass sich eine Mannschaft, die international debütiert, in der darauf folgenden Spielzeit erneut für den europäischen Wettbewerb qualifizieren kann, ist sehr lange her. Ich glaube, das war vor mehr als 30 Jahre Bayer 05 Uerdingen."

Dem kommenden Gegner attestiert er als Aufsteiger eine gute Saison, und das Saisonziel, den Klassenerhalt, geschafft zu haben. Die 0:2-Hinspielniederlage wurmt ihn dennoch: "Hannover war nicht zwingend besser als wir. Wir hatten ganz ordentlich gespielt, 6-7 gute Chancen, aber dafür große Probleme mit den winterlichen Bedingungen. Die Gegentore fielen durch zwei Standardsituationen."

Als großen Trumpf in der ersten Saisonhälfte sieht der TSG-Coach die stabile Grundordnung sowie die flexible taktische Spielweise der 96er als deren Stärke. Die Ursachen, dass es in der Rückrunde dann nicht mehr so rund lief, sieht der Fußballlehrer auch in Verbindung mit den Unruhen im Vereinsumfeld. Nagelsmann: "Für die Mannschaft sind die Dinge, die dort passieren, sicherlich nicht förderlich. Der Stimmungsboykott hat dem Team nicht gut getan."

Personell müssen die Kraichgauer am Freitagabend verletzungsbedingt auf Benjamin Hübner, Stefan Posch und Dennis Geiger verzichten. Fehlen wird zudem Florian Grillitsch aufgrund seiner fünften gelben Karte aus dem Leipzig-Spiel. Für den Taktgeber im Mittelfeld könnte Kerem Demirbay, der inzwischen wieder voll einsatzfähig ist, von Beginn an auflaufen.

Die Bilanz von zehn Siegen, zwei Unentschieden und fünf Niederlagen aus 17 Duellen spricht deutlich für die Gastgeber. Makellos ist auch die Heimbilanz in acht Partien mit sechs Siegen, zwei Remis und 19:8 Toren. Hannover gewann nur eines der vergangenen 9 Bundesliga-Spiele. Seit dem  neunten Spieltag (2:1-Sieg in Augsburg) konnte das Team von Trainer André Breitenreiter auswärts nicht mehr gewinnen. Eigentlich alles optimale Voraussetzungen, um im Saisonendspurt im Kampf um Europa vorzulegen.

 

Letzte Änderung am Freitag, 27 April 2018

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