Sonntag, 29. Mai 2022

"Bin jetzt endgültig in Hoffenheim angekommen" ++ Benjamin Hübner erwartet gegen Frankfurt ein enges Spiel

erstellt am Dienstag, 25 April 2017
2016: 1. BL - 16/17 - TSG 1899 Hoffenheim vs. SV Werder Bremen v. li. im Zweikampf  Benjamin Hübner (Hoffenheim) gegen Serge Gnabry (Werder Bremen). 2016: 1. BL - 16/17 - TSG 1899 Hoffenheim vs. SV Werder Bremen v. li. im Zweikampf Benjamin Hübner (Hoffenheim) gegen Serge Gnabry (Werder Bremen). Bild: Lörz

sport-kurier. Mit vier Jahren begann Benjamin Hübner beim SV Wehen mit dem Fußball spielen.

19 Jahre spielte der gebürtige Wiesbadener für die Hessen, ehe er 2012 zum Zweitligisten VfR Aalen wechselte. Zwei Jahre später zog es ihn weiter zum Ligakonkurrenten FC Ingolstadt, mit dem er in die Bundesliga aufstieg.

Nach 61 Pflichtspieleinsätzen für die Schanzer wechselte der 27-jährige im vergangenen Sommer zur TSG Hoffenheim, wo er nach etwas Anlaufzeit in der Dreierabwehrkette gesetzt ist. Trainer Julian Nagelsmann bewertet Hübner als extrem aggressiven Verteidiger mit vielen Balleroberungen, der auch richtig dazwischenhauen kann und unglaublich kopfballstark ist.

Der sport-kurier hat sich mit Benjamin Hübner unterhalten.

Herr Hübner, Hand aufs Herz, hätten Sie sich so eine erfolgreiche erste Saison nach Ihrem Wechsel von Ingolstadt nach Hoffenheim erträumt?

Benjamin Hübner: Dass wir solch eine erfolgreiche Saison spielen würden, davon konnte niemand ausgehen. Ich bin natürlich sehr happy, dass es bisher so gut gelaufen ist.

Die TSG Hoffenheim spielt eine außergewöhnlich starke Saison. Wo sehen Sie die Gründe des Erfolgs?

Hübner: Wir haben ein richtig gutes Team, angefangen beim Trainerstab, über die Mannschaftskollegen bis hin zum Team hinter dem Team. Wir haben viel Spaß auf und neben dem Platz und uns eine gewisse Konstanz erarbeitet. Der Erfolg hilft dir dabei natürlich. Julian Nagelsmann hat sicherlich einen großen Anteil an unserer aktuellen Form. Er hat viele Ideen, macht ein sehr gutes Training und gibt uns für jedes Spiel einen passenden Plan an die Hand, der die Chance erhöht, erfolgreich zu sein.

Am Sonntag geht es gegen die Frankfurter Eintracht, wo ihr Vater die Funktion des Sportdirektors ausübt. Wurden schon familienintern Wetten abgeschlossen?

Hübner: Nein, mittlerweile sind diese Spiele auch schon normal. Mein Vater ist die wichtigste Bezugsperson für mich und ich wünsche ihm grundsätzlich immer das Beste. Am Sonntagabend werde ich das aber ausblenden. Wir wollen zu Hause, mit den Fans im Rücken, gewinnen.

Erwarten Sie eine ähnlich hitzige Atmosphäre wie beim 0:0 in Hinspiel?

Hübner: Auch das Rückspiel wird sicherlich eine enge und umkämpfte Partie, die Frankfurter werden alles reinwerfen. Wir wollen ein gutes Spiel abliefern und die drei Punkte natürlich Hause zu behalten.

Sie hatten anfangs  mit Anlaufschwierigkeiten zu kämpfen. Was war letztendlich der Knackpunk, der Sie zum Stammspieler werden ließ?

Hübner: In Ingolstadt bekam die Chance, seitdem habe ich immer gespielt. Zu Beginn war das natürlich nicht leicht. Nach meinem Wechsel zur TSG wollte ich allen zeigen, was ich kann und gleich voll durchstarten. Das hat nicht funktioniert. Ich war zu verbissen, wollte zu viel. Irgendwann konnte ich das aber ablegen und jetzt könnte es nicht besser laufen. Ich bin endgültig in Hoffenheim angekommen.

1. BL - 16/17 - TSG 1899 Hoffenheim vs. Bor. Moenchengladbach v. li. im Zweikampf  Benjamin Hübner (Hoffenheim) und Lars Stindl (Moenchengladbach). Bild: S. Lörz

 

Mit Niklas Süle und Kevin Vogt bilden Sie eine eingespielte und schwer überwindbare  Dreierabwehrkette, was die drittwenigsten Gegentreffer aller 18 Erstligisten belegt.

Hübner: Das stimmt, wir ergänzen uns ganz gut. Von Spiel zu Spiel haben wir uns besser verstanden, es lief immer besser. Das Vertrauen ineinander wächst und man entwickelt ein besseres Verständnis füreinander. Ich denke, die Umsetzung klappt bisher ganz gut.

Am 6. Mai könnte in Dortmund die Entscheidung um Platz drei fallen. Auch für Sie ein Endspiel um die direkte Champions League Quali?

Hübner: Darüber mache ich mir jetzt noch keine Gedanken. Wir bleiben unserem Weg treu und schauen weiterhin von Spiel zu Spiel, damit sind wir bisher sehr gut gefahren. Wir konzentrieren uns jetzt erst einmal auf das Spiel zu Hause gegen Frankfurt, dann können wir uns Gedanken über den nächsten Spieltag machen.

Was sind Ihre persönlichen Wünsche sowohl in privater als auch sportlicher Sicht?

Hübner: Ich liebe es, Fußball zu spielen und lebe gerade meinen Jugendtraum. Es ist also schon ein sehr großer Wunsch in Erfüllung gegangen. Darüber hinaus wünsche ich mir natürlich, die Saison mit der Mannschaft so positiv wie möglich zu Ende bringen und das Maximale rauszuholen. Ansonsten möchte ich gesund bleiben.

Letzte Änderung am Dienstag, 25 April 2017

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