Donnerstag, 11. August 2022

Hoffenheims Pavel Kaderabek besticht durch Zweikampfstärke im Defensivbereich als auch Offensivqualitäten

erstellt am Dienstag, 14 März 2017
Pavel Kaderabek in Aktion Pavel Kaderabek in Aktion Bild: S. Lörz

Der sport-kurier im Interview mit dem Tschechen

sport-kurier. Pavel Kaderabek, Rechtsverteidiger bei Bundesligist TSG Hoffenheim zählt zu den positiven Erscheinungen im Team von Trainer Julian Nagelsmann.

Der 1,82 Meter große tschechische Nationalspieler, der derzeit aufgrund Wadenprobleme pausiert, besticht durch Zweikampfstärke im Defensivbereich als auch Offensivqualitäten. Wenn sich der gebürtige Prager mit seinem schnellen und dynamischen Antritt ins Offensivspiel einschaltet, ist er vom Gegner nur schwer zu bremsen. Der 24-jährige Familienvater, seit Sommer 2015 bei den Kraichgauer unter Vertrag, steht auch auf der Wunschliste von Ligakonkurrent FC Schalke 04.

Der sport-kurier hat sich mit Pavel Kaderabek unterhalten.

Sportlich läuft es sehr für die TSG Hoffenheim sehr gut. Wo sehen Sie die Gründe für den positiven Lauf?

Kaderabek: Wir sind ein richtig gutes Team. Wir haben viel Spaß zusammen, sowohl auf, als auch neben dem Platz. Wir unternehmen auch immer mal wieder privat etwas - das hilft natürlich für ein gutes und funktionierendes Mannschaftsgefüge. Natürlich hat auch unser Coach Julian Nagelsmann einen großen Anteil. Seine Ideen sind gut, wir setzen sie auch fast immer gut um und er bereitet uns immer richtig gut auf unsere Gegner und die Spiele vor.

Im Team von Trainer Julian Nagelsmann sind sie aufgrund konstant guter Leistungen gesetzt.

Kaderabek: Ich habe mich mit der Spielweise der TSG identifiziert, ich bekomme klare Aufgaben vom Trainerteam, kann meine Rolle auf dem Feld aber dennoch auch frei interpretieren. Wichtig ist jetzt für mich nach der Verletzung wieder völlig fit zu werden und der Mannschaft in den letzten zehn Partien zu helfen.

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Hoffenheim vs. SV Darmstadt 98 v. li. im Zweikampf Pavel Kaderabek (Hoffenheim) mit Jerome Gondorf (Darmstadt). Bild: S. Lörz

 

Glauben Sie, dass sich die TSG am Saisonende erstmals für einen europäischen Wettbewerb qualifizieren wird?

Kaderabek: Momentan stehen wir gut da. Aber die Saison ist noch lange nicht zu Ende, es gibt viele Teams, die hinter uns stehen, die unbedingt noch die internationalen Plätze erreichen möchten. Wir dürfen nicht nachlassen, müssen alles geben, am Ende wissen wir dann mehr.

Sie haben in Ihren 48 Ligaspielen schon einige Tore vorbereitet. Wann werden Sie Ihren ersten Bundesligatreffer erzielen?

Kaderabek: Das ist eine gute Frage. Natürlich spiele ich auf einer Position, auf der man eher Tore vorbereitet. Aber selbstverständlich würde ich auch gerne selbst mal ein Tor machen. Vielleicht klappt es ja noch in dieser Saison.

Ihr Vater und auch Großvater waren auch bekannte Fußballer in ihrer Heimat.

Kaderabek: Das stimmt. Mein Papa hat auch Fußball gespielt, allerdings nicht als Profi. Mein Opa war Profi - er hat für Sparta Prag und die tschechische Nationalmannschaft gespielt.

Wie intensiv verfolgt man die Spiele der TSG in Tschechien?

Kaderabek: Als ich noch bei Sparta Prag gespielt habe, war ich der Lieblingsspieler einiger Fans. Die sind jetzt eben TSG-Fans, seitdem ich in der Bundesliga spiele. (lacht)

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1. BL - 16/17 - TSG 1899 Hoffenheim vs. Bor. Dortmund v. li. im Zweikampf  Mario Götze / Goetze (Dortmund) gegen Pacel Kaderabek (Hoffenheim). Bild: S. Lörz

 

Was war Ihr bislang unbequemster Gegenspieler in der Bundesliga und in der Nationalmannschaft?

Kaderabek: In der Bundesliga war das Julian Draxler, damals noch beim VfL Wolfsburg. In der vergangenen Saison haben wir in Wolfsburg 2:4 verloren, ich hatte einen schwarzen Tag, bei mir lief gar nichts zusammen und ich wurde nach 22 Minuten ausgewechselt. Mein Gegenspieler damals war Draxler. Mit der tschechischen Nationalmannschaft war es besonders schwer, gegen den Spanier Andres Iniesta zu spielen. Er hat einfach keinen Ball verloren. Da habe ich mir schwer getan.

Im Sommer lehnte die TSG ein Zehn-Millionen-Angebot für Sie aus England ab. Trotz Vertrag bis 2019, würde Sie die Premier-League reizen?

Kaderabek: Ich bin sehr glücklich, in Deutschland zu sein und in der Bundesliga spielen zu dürfen. Ich wollte immer hierhin und habe es vor knapp zwei Jahren geschafft. Darüber freue ich mich und mache mir über andere Ligen und keine Gedanken - ein Wechsel spielt für mich momentan keine Rolle. Die Bundesliga ist mittlerweile außerdem eine der besten Ligen der Welt.

Letzte Änderung am Dienstag, 14 März 2017

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