Samstag, 28. Mai 2022

Mutige und formstarke Hoffenheimer holen Punkt bei den Bayern

erstellt am Sonntag, 06 November 2016
Hoffenheims Fans freuten sich ausgelassen über den Punktgewinn beim FC Bayern. Archivbild aus der Saison 15/16 - TSG -FCB. Hoffenheims Fans freuten sich ausgelassen über den Punktgewinn beim FC Bayern. Archivbild aus der Saison 15/16 - TSG -FCB. Bild: Rafael Kowollik

sport-kurier. Der Höhenflug von 1899 Hoffenheim geht nach einem mutigen und engagierten Auftritt bei Rekordmeister Bayern München weiter.

Die TSG ist nach einem 1:1 Unentschieden vor 75.000 Zuschauern nach zehn Spieltagen weiterhin in der Bundesliga ungeschlagen und rangiert auf Platz drei - einem Champions-League-Platz. Lob gab es von Bayern-Chef Karlheinz Rummenigge: "Hoffenheim steht nicht zufällig da oben. In der ersten Halbzeit hatten sie Vorteile, in der zweiten waren wir dominant, hatten am Ende etwas Pech."

Es war ein sehr intensives, interessantes und in der Schlussphase packendes Spitzenspiel

Die Gäste gingen mit ihrer ersten Chance nach 16 Minuten durch einen herrlichen Treffer aus 16 Meter von Kerem Demirbay in den linken Torwinkel 1:0 in Führung. Dies brachte Sicherheit, während die Bayern oft plan- und ideenlos wirkten. Hoffenheim störte früh im Spielaufbau, machte geschickt die Räume eng und setzte gefährliche Nadelstiche durch schnell vorgetragene Konter. Ein schneller Gegenzug der Bayern in der 16. Minute brachte zu diesem Zeitpunkt den überraschenden Ausgleich, den sie jedoch nicht selbst erzielten.

Nach einer Steilvorlage von Arjen Robben auf Douglas Costa, der quer in den Fünfmeterraum passte, beförderte Steven Zuber im Stile eines Stürmers bei einer Rettungsgrätsche, vor dem hinter ihm einschussbereiten Robert Lewandowski, den Ball durch die Beine seines Torhüters Oliver Baumann ins eigene Tor.

Doch die Bayern taten sich nach diesem Ausgleich in den restlichen Minuten der ersten Hälfte weiter schwer, waren im Spielaufbau ungewohnt unkonzentriert mit vielen Fehlern. Nach dem etwas schmeichelhaften Pausenstand kam das Team von Trainer Carlos Ancelotti nach der Pause engagierter und dominanter zurück ins Spiel. In der ersten Viertelstunde hatten die Gäste einige kritische Phasen zu überstehen, wenngleich der Rekordmeister weiter wenig klare Chancen aufzuweisen hatte.

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Manuel Neuer war beim Treffer von Kerem Demirbay machtlos. Foto: Kowollik

 

Bayern drückte zunehmend und ermöglichte dem Gegner nur noch wenige Konterchancen

Glück für die TSG, dass die Münchner in der 80. Minute durch Mats Hummels und in der Nachspielzeit durch Thomas Müller am Aluminium scheiterten. 1899-Stürmer Sandro Wagner hätte im Gegenzug fast den Siegtreffer erzielt, als er bei einem Konter nur um einen Schritt zu spät kam.

TSG-Coach Julian Nagelsmann war mit der Punkteteilung sehr zufrieden: "Die Bayern sind am Ball sehr gefährlich. Entweder man verteidigt gegen sie mit Mann und Maus, wie wir teilweise in der zweiten Halbzeit, oder man spielt wie in der ersten Hälfte mit extremen Pressing und versucht dabei ihnen den Ballbesitz zu nehmen. In der Endphase ist Bayern mit viel Personal im Aufbau gewesen, hat brutales Tempo gemacht, weshalb wir immer tiefer gestanden sind."

Carlo Ancelotti (Bayern-Trainer): "Am Anfang hatten wir Probleme, weil Hoffenheim hoch verteidigt hat. Aber nach einer halben Stunde hatten wir das Spiel im Griff und haben uns viele Torchancen erarbeitet. Hoffenheim hat gut gespielt, war aggressiv. Mit der Leistung in der zweiten Halbzeit war ich zufrieden."  

Ermin Bicakcic (TSG-Verteidiger): "Natürlich habe ich mich gefreut, dass ich in der zweiten Halbzeit zum Einsatz kam. Hier in München, vor so einer Kulisse, zu spielen, ist immer etwas Besonderes. Klar haben wir in den Schlussminuten gehofft, nicht noch den späten Gegentreffer, wie schon oft, vor allem gegen die Bayern, zu bekommen. Heute konnten wir es mit allen Mitteln und auch etwas Glück verhindern."

Letzte Änderung am Sonntag, 06 November 2016

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