Samstag, 28. Mai 2022

Hoffenheim fliegt aus dem DFB-Pokal +++ 2:1 nach Verl. beim 1. FC Köln

erstellt am Donnerstag, 27 Oktober 2016
Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann emotional an der Seitenlinie. Mit seinem Team ist er aus dem DFB-Pokal unglücklich ausgeschieden. Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann emotional an der Seitenlinie. Mit seinem Team ist er aus dem DFB-Pokal unglücklich ausgeschieden. Bild: Siegfried Lörz

sport-kurier. Die TSG Hoffenheim ist in der zweiten Runde des DFB-Pokals beim 1. FC Köln mit 1:2 nach Verlängerung ausgeschieden.

In einem intensiven und spannenden Pokalfight drehten die Rheinländer den frühen Rückstand der Gäste durch Benjamin Hübner mit einem Distanzschuss von Marcel Risse. Ex-TSG-Torjäger Anthony Modeste traf in der Verlängerung zum umjubelten 2:1-Sieg der Geißböcke. Dramatik und Aufregung in der letzten Aktion des Spiels, als der eingewechselte Adam Szalai ins FC-Tor traf, der Treffer jedoch wegen angeblichem Abseits keine Anerkennung erhielt.

Hoffenheim diktierte vor 43.000 Zuschauer in der ersten halben Stunde das Geschehen, hatte mehr Spielanteile und deutlich mehr Ballbesitz. Nach einer gefühlvollen Flanke von Niklas Süle köpfte Hübner in der achten Minute aus kurzer Distanz zum 1:0.

Die Stöger-Elf kam in dieser Phase kaum in Nähe des gegnerischen Tores

Dies änderte sich nach einer halben Stunde, als die Kölner häufiger den Weg in die Hoffenheimer Hälfte fanden, ohne sich jedoch nennenswerte Chancen heraus zu spielen. Eine Standardsituation brachte den Ausgleich. Einen indirekten Freistoß aus 35 Metern drosch Risse mit 102 km/h nach 36 Minute über Torhüter Oliver Baumann hinweg unter die Latte.

Im zweiten Durchgang entwickelte sich eine weniger aufregende Partie, in der beide Teams auf Augenhöhe waren. Eine Viertelstunde vor Ende der regulären Spielzeit entschärfte Baumann mit einer Reflexparade einen Gewaltschuss von Risse, während auf der anderen Seite Sandro Wagner in die Arme von Horn köpfte (81.) und drei Minuten später Nadiem Amiri den Ball aus 16 Meter, zentraler Position, überhastet neben das Tor setzte.

Modeste trifft zum 2:1

Nach 90 spannenden Minuten ging es in die Verlängerung. Köln erwischte hier den besseren Start und ging nach nur 54 gespielten Sekunden durch Modeste 2:1 in Führung. Olkowski hatte sich auf rechts gegen zwei Hoffenheimer durchgesetzt und seine Hereingabe fälschte Abwehrchef Kevin Vogt unglücklich für seinen Keeper Baumann ab, so dass der Kölner-Torgarant keine Mühe hatte, aus kurzer Distanz den Ball über die Linie zu drücken (91.).

Einbahnstraßenfußball in der Schlussphase, die Nagelsmänner drängten gegen einen kräftemäßig nachlassenden Gegner vehement auf den Ausgleich. Nachdem Eduardo Vargas zweimal vergab, landete der Ball in der zweiten Minute der Nachspielzeit dann doch im FC-Netz. Doch der Treffer von Szalai fand wegen Abseits keine Anerkennung.

Die Rheinländer müssen in der nächsten Runde (7./ 8. Februar 2017) beim Hamburger SV antreten.

Stimmen der Trainer:

Julian Nagelsmann: "Wir haben ein sehr interessantes Spiel über die vollen 120 Minuten gesehen. Die ersten 20 Minuten waren die besten der Saison. Wir sind sehr dominant aufgetreten. Dann gab es einen kleinen Bruch, den wir selbst mit verursacht haben. Bis zum Ende hatten wir fünf, sechs Chancen, aber wir nutzen sie nicht. Ich glaube, der Treffer von Szalai zum 2:2 war regulär. Dann wäre es zum Elfmeterschießen gekommen."

Peter Stöger: "Wir sind nicht gut ins Spiel gekommen, weil einiges nicht gut gelöst haben. Hoffenheim hat gezeigt, warum sie in der Liga oben dabei sind. Die letzte Stunde war ein echter Pokal-Fight. Das Spiel kann jederzeit in jede Richtung kippen. Wir hatten in der Endphase Probleme, Hoffenheim zu verteidigen. Da waren wir ein Panikorchester. Wir haben mit Mann und Maus verteidigt.

Letzte Änderung am Donnerstag, 27 Oktober 2016

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