Donnerstag, 11. August 2022

Hoffenheim will auch bei Bayer Leverkusen "Zählbares" mitnehmen

erstellt am Freitag, 21 Oktober 2016
Archivbild 2015/2016 - TSG 1899 Hoffenheim - Bayer 04 Leverkusen. Leverkusens Kiessling köpft auf das Hoffenheimer Tor. Archivbild 2015/2016 - TSG 1899 Hoffenheim - Bayer 04 Leverkusen. Leverkusens Kiessling köpft auf das Hoffenheimer Tor. Bild: Siegfried Lörz

sport-kurier. Bei der TSG Hoffenheim herrscht in diesen Tagen, trotz des miesen, verregneten Oktoberwetters, eitler Sonnenschein.

Nach sieben Spieltagen liegen die Kraichgauer, ungeschlagen auf dem 6. Tabellenplatz und strotzen geradezu vor Selbstvertrauen vor dem bevorstehenden Spiel am Samstag um 15:30 Uhr bei Bayer 04 Leverkusen.

Trainer Julian Nagelsmann gibt sich, wie all seine Spieler, erfolgshungrig: "Es geht darum, den psychischen Aufwind, die Thermik, die sich aus den Erfolgen ergibt, zu nutzen - um nach oben zu kommen. Also müssen wir schon beim nächsten Top-Gegner in Leverkusen unsere Chancen suchen."

Ein deutlicher Entwicklungsschritt ist unverkennbar, das Team wirkt defensiv stabil und robust

Die Handschrift des 29-jährigen Trainers spiegelt sich in den jüngsten Erfolgen wieder: Taktisch variabel veränderte Grundordnungen waren mitentscheidend, warum die Blau-Weißen das Spiel gegen Freiburg letztendlich für sich entscheiden konnten. Verbesserungsbedürftig sind jedoch das Überzahlspiel im Angriff und die Chancenverwertung. Die TSG versäumt es oftmals bei eigener Führung, rechtzeitig den Deckel drauf zu machen und ein Spiel vorzeitig für sich zu entscheiden.

Trainer Nagelsmann: "Natürlich würden wir in den Spielen gerne mal ein zweites oder drittes Tor früher nachlegen, um das Ding zu entscheiden. Aber solange wir gewinnen, habe ich die Emotionen bei so einem engen Spiel ganz gerne. Auch wenn ich das nicht jede Woche brauche."

Manager Alexander Rosen sieht die positive Entwicklung so:

"Die Mannschaft hat Gier, Galligkeit und Lust auf mehr. Für mich ganz wichtig, dass sie mit der notwendigen Konzentration und Konsequenz sich auf den nächsten Gegner vorbereitet, spielerische Lösungen findet und sich dem präsent stellte." Statistikfreund Rosen: "Wir haben nach den Bayern und Dortmund in den bisherigen sieben Spielen die meisten klaren Tormöglichkeiten herausgespielt. Wir sind offensiv jederzeit in der Lage etwas zu bewirken. Körpersprache, Präsenz und Zweikampfverhalten sind sehr gut."

Tugenden, die Voraussetzungen sind, um bei Angstgegner Leverkusen den zweiten Bundesligasieg im 17. Duell anzuvisieren. Beim Duell mit dem Champions-League-Teilnehmer kommt es auch zum Wiedersehen mit Nationalstürmer Kevin Volland, der vier Jahre in Hoffenheim spielte. Mittelfeldspieler Sebastian Rudy freut sich ganz besonders auf das Aufeinandertreffen mit seinem Nationalmannschaftskollegen: "Ich habe in den vergangenen Tagen mit Kevin telefoniert. Er freut sich auf Samstag und ist, wie wir auch, heiß auf dieses Spiel."

Vollands neuer Arbeitgeber ist ein schwer einzuschätzender Gegner, der in dieser Saison erst einmal zwei Spiele nacheinander gewinnen konnte. In der Champions-League spielte die Elf von Roger Schmidt drei Mal Unentschieden - das schlechtere Team war das Werksteam dabei nie. Leverkusen wirkt aktuell, wie eine hochtalentierte und top-besetzte Wundertüte.

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