Donnerstag, 11. August 2022

Hoffenheim schlägt Freiburg 2:1 +++ ungeschlagen auf Platz 5 +++ Fans prügelten sich

erstellt am Sonntag, 16 Oktober 2016
1. BL - 16/17 - TSG 1899 Hoffenheim vs. SC Freiburg - Das 1:0 für Hoffenheim durch Sandro Wagner (nicht auf dem Bild). Caglar Söyüncü/Soeyuencue (Freiburg) versuchen noch auf der Linie zu klären. 1. BL - 16/17 - TSG 1899 Hoffenheim vs. SC Freiburg - Das 1:0 für Hoffenheim durch Sandro Wagner (nicht auf dem Bild). Caglar Söyüncü/Soeyuencue (Freiburg) versuchen noch auf der Linie zu klären. Bild: S. Lörz

sport-kurier. Die TSG 1899 Hoffenheim bleibt in der laufenden Bundesligasaison weiter ungeschlagen.

Die Kraichgauer setzten sich vor 28.540 Zuschauern am 7. Spieltag mit 2:1 (1:0) gegen Aufsteiger SC Freiburg durch. Es war der dritte Sieg in Folge für die Nordbadener, während die Südbadener nunmehr seit acht Monaten im gegnerischen Stadion sieglos sind.

Prügelszenen vor dem Spiel

Hitzig ging es bereits vor dem Spiel zur Mittagszeit in der Sinsheimer Fußgängerzone zur Sache

Rund 80 Hoffenheim- und Freiburg-Rowdies hatten sich zum Randalieren verabredet. In einem Cafe flogen die Einrichtungsgegenstände. Die Polizei versuchte dabei mit Schlagstöcken und Pfefferspray die verfeindeten Lager auseinander zu bringen. Zwei Polizisten sowie zwei Freiburger wurden dabei verletzt.

Zum Spiel: Nach anfangs ausgeglichenem Spiel, indem beide Mannschaften sich gegenseitig belauerten und nur selten zum Torabschluss kamen, führte ein kapitaler Fehlpass des Freiburger Verteidigers Caglar Söyüncü 20 Meter vor dem Tor zum 1:0. TSG-Stürmer Sandro Wagner lief in der 34. Minute alleine auf das SC-Tor zu, umkurvte Torhüter Alexander Schwolow und vollendete mit seinem dritten Saisontreffer aus spitzem Winkel. Die größte Chance der Gäste bot sich Maximilian Philipp, der mit einem Lupfer am herauseilenden Ex-Freiburger Keeper Oliver Baumann scheiterte.

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Torchance für Hoffenheim- Torhüter Alexander Schwolow (Freiburg) kommt zu spät, der Kopfball von Benjamin Hüber (Hoffenheim) geht knapp am Pfosten vorbei. Bild: S. Lörz

 

Hoffenheim gibt schnelle Antwort auf den 1:1 Ausgleich

Nach dem Seitenwechsel drängten die Gastgeber verstärkt auf das 2:0, während Freiburg stets durch Konter gefährlich blieb. Nachdem 1899-Innenverteidiger Kevin Vogt in der 76. Minute den Ball noch vor der Torlinie klären konnte, war es zwei Minuten später der eingewechselte Florian Niederlechner, der nach Vorarbeit von Söyüncü den 1:1 Ausgleich erzielte.

Erneut war es der Türke Söyüncü, der nach einem Foulspiel im Strafraum an Sebastian Rudy endgültig zur tragischen Figur wurde. Andrej Kramaric ließ sich diese Chance vom Elfmeterpunkt neun Minuten vor dem Ende nicht entgehen und brachte sein Team mit 2:1 in Führung. Daran änderte sich auch in der restlichen eng umkämpften Partie, in der die Gastgeber zwei Konter in Überzahl nicht nutzen konnten, nichts mehr.

Hoffenheim kletterte nach dem dritten Sieg in Folge und 13 Zählern hoch auf Platz fünf, punktgleich mit Borussia Dortmund.

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1. BL - 16/17 - TSG 1899 Hoffenheim vs. SC Freiburg - Kevin Vogt (Hoffenheim) klärt für seinen Torhüter Oliver Baumann vor der Torlinie. Bild: S. Lörz

 

Spieler des Tages war Sandro Wagner

Der ehemalige Darmstädter ging weite Wege, war immer anspielbar und warf sich in jeden Zweikampf. Wagner polarisierte beim Gegner, wurde oft gefoult und animierte die eigenen Fans mehrfach zur Unterstützung. Wagner nach der Partie: "Nach sechs Spielen habe ich jetzt dreimal getroffen. Wenn man das hochrechnet, wird es eine ganz ordentliche Saison. Damit bin ich persönlich zufrieden. Dass wir ungeschlagen sind, ist eine Momentaufnahme. Spielerisch ist immer wieder noch deutlich Luft nach oben."

TSG-Coach Julian Nagelsmann machte dem Gast nach dem Spiel ein Kompliment: "Die Freiburger Grundordnung war überraschend. Das war ein guter Plan. Am Ende sind wir aufgrund der Chancen als verdienter Sieger vom Platz gegangen."
SC-Coach Christian Streich: "Wenn wir den Fehler in der ersten Hälfte nicht machen, sieht es gut aus. Dann haben wir umgestellt in der zweiten Hälfte. Es war umkämpft. Dann war der Verlauf wie er war, und wir haben verloren. Das tut ein bisschen weh."

Die Kraichgauer können am Samstag (15:30 Uhr) bei Bayer 04 Leverkusen ihren positiven Lauf fortsetzen und sich im vorderen Tabellendrittel festsetzen. Trainer Nagelsmann dämpft jedoch jegliche aufkommende Euphorie: "Es kann sehr schnell in alle Richtungen gehen. Nach den ersten vier Spieltagen sprach man noch von einer Ergebniskrise. Die Tabelle ist mir piep-egal, sie zählt erst nach 34. Spieltagen."

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1. BL 16/17 - TSG 1899 Hoffenheim vs. SC Freiburg- Christian Streich (Cheftrainer SC Freiburg) in Diskussion mit Schiedsrichter Deniz Aytekin nach dem Spiel. Bild: S. Lörz

 


1899 Hoffenheim - SC Freiburg 2:1 (1:0)

1899 Hoffenheim: Baumann - Süle, Vogt, B. Hübner (82. Bicakcic) - Rudy - Toljan, Demirbay (77. Amiri), L. Rupp (74. Polanski), Kaderabek - S. Wagner, Kramaric

SC Freiburg: Schwolow - Höfler, Torrejon Moya, Söyüncü - Ignjovski (46. Niederlechner), Frantz (77. Haberer), Meffert (58. Petersen), Günter - Bulut, Philipp, Grifo

Tore: 1:0 S. Wagner (34.), 1:1 Niederlechner (78.), 2:1 Kramaric (81./Foulelfmeter)
Zuschauer: 28540
Schiedsrichter: Deniz Aytekin (Oberasbach)

Letzte Änderung am Sonntag, 16 Oktober 2016

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