Dienstag, 05. Juli 2022

RB Leipzig mit Bundesligadebüt bei 1899 Hoffenheim / Hoffe-Fans wollen auf den Thron des "Unbeliebtesten Clubs" zurück...?!

erstellt am Montag, 29 August 2016
RB Leipzig mit Bundesligadebüt bei 1899 Hoffenheim / Hoffe-Fans wollen auf den Thron des "Unbeliebtesten Clubs" zurück...?! Foto: Bauer privat

sport-kurier. Es war das mit großer Spannung erwartet Auftaktmatch zwischen zwei bundesweit wenig beliebten Vereinen:

Dietmar Hopp´s TSG 1899 gegen Oliver Mintzlaff´s RB. Für viele zwei sogenannte "Plastikklubs". Auf den Rängen begegneten beide Fanlager mit ihrem Liedgut selbstironisch hinsichtlich dieser Beliebtheitsproblematik.

Torjubel Hoffenheim nach dem 2:1 durch Mark Alexander Uth, v.li. Marco Terrazino, Sandro Wagner, Mark Alexander Uth, Sebastian Rudy und Nadiem Amiri (alle Hoffenheim). Bild: S. Lörz

So hielt die Hoffenheimer Ultra-Gruppierung in der Südkurve für kurze Zeit unzählig viele Schriftzüge in die Höhe: "Wir wollen auf den Thron zurück, Deutschlands meistgehasste 1899 Hoppenheim", "Den Fußball zerstört nur einer - Hoffenheim und sonst keiner", "Kommerzverein kann nicht jeder sein. Sch... RBL", "Grüße an die 4 Sky-Zuschauer", "Nur noch Sandhausen hasst uns wie früher" und "Didi liebt die Region - RB die Millionen."  Die Sachsen wiederum besangen sich als "Bullen-Schweine". Der neutrale Fan fühlte sich zwischendurch wie im falschen Film.

Das Bundesligaspiel selbst zählte zur besseren Kategorie des 1. Spieltages. Eine temporeiche, unterhaltsame und ansprechende Partie endete nach 97 Minuten mit einem leistungsgerechten 2:2 Unentschieden. Lukas Rupp brachte die Gastgeber in Führung (55. Min.), ehe nur drei Minuten später der Ex-Hoffenheimer Dominik Kaiser ausglich.

TSG 1899 Hoffenheim vs. RB Leipzig v. li. im Zweikampf  Willi Orban (Leipzig) mit Sandro Wagner (Hoffenheim). Foto: S. Lörz

Nach dem erneuten 2:1 Führungstreffer von Mark Uth (83.) sehen die Gastgeber wie der sichere Sieger aus, doch in der Schlussminute gleicht Marcel Sabitzer erneut aus. Jubel bei den Sachsen, während die Kraichgauer nicht zum ersten Mal in den Schlussminuten wertvolle Punkte liegen ließen. Für den Silbermedaillengewinner von Rio, Niklas Süle, waren es "zwei unnötige Gegentore, die man so nicht kassieren darf". 1899-Coach Julian Nagelsmann attestierte seiner Defensivreihe "etwas zu viel Harakiri". Was der Punkt letztendlich Wert war, wusste nach der Partie keiner so richtig einzuordnen.

Stimmen der beiden Trainer:
TSG-Coach Julian Nagelsmann: Leipzig hat verdient einen Punkt geholt. Mit den ersten Minuten des Spiels bin ich sehr zufrieden. Leider konnten wir unsere Chancen nicht nutzen und früh in Führung gehen. Da gab es zwei 100-prozentige in den ersten fünf Minuten. Danach war die Kontrolle bis zur Trinkpause gut. Im Anschluss ging es mit unserem Spiel dahin bis zur Pause. In dieser Phase haben wir viele Fehler gemacht und die Abstände waren viel zu groß. In der zweiten Halbzeit waren wir einen Tick besser. Insgesamt haben wir zu viele Abschlüsse zugelassen. Für die Zuschauer war es sicher interessant, für uns als Trainer sicher nicht. Manchmal war es Harakiri von uns.

TSG 1899 Hoffenheim vs. RB Leipzig Der 2:2 Ausgleichtreffer durch Marcel Sabitzer (Leipzig) 2.v.l. Foto: S. Lörz

RB-Trainer Ralph Hasenhüttl: Wir sind sehr glücklich über den späten Punktgewinn. Insgesamt war er aus meiner Sicht mehr als verdient. Wir haben sehr viel aufs Tor geschossen und ein gutes Spiel gemacht. Zu Beginn waren wir defensiv etwas naiv, da mussten wir den Respekt ablegen. Wir haben uns dann aber schnell an das Niveau angepasst. Wir waren frech und haben unsere Chance gesucht. Baumann hat da gut gehalten. Wir konnten die Konter der Hoffenheimer nicht immer kontrollieren. Das Spiel war vor allem angesichts der Temperaturen sehr temporeich.

 

Letzte Änderung am Montag, 29 August 2016

1. Bundesliga