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1899 Hoffenheim muss gegen starke Wölfe dringend punkten - Abstiegskampf vor teils leeren Rängen

erstellt am Donnerstag, 10 März 2016
Archivbild:  TSG 1899 Hoffenheim - VfL Wolfsburg - Zweikampf zwischen Daniel Caligiuri (VfL Wolfsburg) und Eugen Polanski (Hoffenheim). Archivbild: TSG 1899 Hoffenheim - VfL Wolfsburg - Zweikampf zwischen Daniel Caligiuri (VfL Wolfsburg) und Eugen Polanski (Hoffenheim). Bild: Siegfried Lörz

von Sportkurier. Die TSG Hoffenheim empfängt am Samstag (15:30 Uhr) den VfL Wolfsburg.

Der Bundesliga-Überlebenskampf findet neun Spieltag vor Saisonende eine Fortsetzung. Seit dem 9. Spieltag stehen die Kraichgauer durchgehend auf einem direkten Abstiegsplatz. Mit sieben Punkten aus fünf Partien unter Trainer Julian Nagelsmann konnten sie den Rückstand auf den Relegationsplatz immerhin von fünf auf drei Punkte verkürzen. Die zuletzt deutliche 1:5-Derby-Niederlage in Stuttgart war allerdings ein herber Rückschlag und zugleich die höchste Saisonniederlage.

Gegen Wolfsburg gilt es für die Nordbadener, die desolate Leistung von Stuttgart schnell wieder aus den Köpfen zu bekommen, um nicht das rettende Ufer aus den Augen zu verlieren. Zwischen beiden Teams ging es meist sehr torreich zu. In den bisherigen 15 Liga-Duellen fielen mit 61 Treffern durchschnittlich vier Tore pro Spiel. Die TSG konnte nur eines der letzten sieben Partien gegen die Wölfe gewinnen. 
 
Der VfL hat erstmals, nach seinem Erfolg über KAA Gent, das Viertelfinale der Fußball-Champions-League erreicht

Der daraus resultierende sportliche Erfolg mit dem Einzug unter die besten acht Teams Europas dürfte einen zusätzlichen emotionalen Auftrieb verleiten. Trainer Dieter Hecking sieht dies als eine Bestätigung für die geleistete Arbeit: "Wir haben eine Saison mit Wellen. Aber diese Wellen gehören für mich, den Verein und die Mannschaft dazu, um uns dauerhaft zu stabilisieren."

TSG-Trainer Julian Nagelsmann sieht in Wolfsburg eine starke Mannschaft mit vielen, sehr guten Individualisten: "Sie spielen als Team guten Fußball und stehen jetzt unter den besten acht Teams in der Champions League. Das sagt einiges über diese Mannschaft, die sehr selbstbewusst wirkt, aus."

Rein theoretisch wäre Nagelsmann am Samstag mit einem Punkt zufrieden, wenngleich es für ihn im Vorfeld schwerfällt, je nach Spielverlauf ein Urteil abzugeben. In der Rückrunde holte der VfL aus acht Partien elf Punkte, musste schon drei Niederlagen hinnehmen. Zuletzt gab es drei Siege nacheinander. Zudem hat André Schürrle einen Lauf. Nach dem Dreierpack gegen Hannover, erzielte der Offensivspieler nun auch im Rückspiel gegen Gent das erlösende 1:0.

Abstiegskampf vor teils leeren Rängen

Der Kartenverkauf für das im Abstiegskampf so wichtige Heimspiel läuft sehr schleppend. Nach aktuellem Stand sind offiziell erst 24.000 Tickets verkauft - die Dauerkarteninhaber hier schon komplett mitgerechnet. Aus der Autostadt werden lediglich 230 Fans erwartet - eine bescheidende Zahl für einen Champions-League-Viertelfinalist.

Beim VfL hält sich die Euphorie nach dem Einzug unter die besten acht Teams Europas anscheinend noch in Grenzen.  
Auf der anderen Seite halten sich die sogenannten "Eventfans" der TSG vornehmlich zurück, obwohl die Kraichgauer zuletzt zwei Mal in Folge zu Hause gewinnen konnten. Der vor wenigen Wochen ausgerufene Appell "Alle gegen den Einen - alle gegen den Abstieg" scheint noch nicht so richtig zu fruchten!

Letzte Änderung am Donnerstag, 10 März 2016

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