Dienstag, 07. Juli 2020

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1899 Hoffenheim reist mit gutem Gefühl zum Dortmunder Hexenkessel +++ Für Niklas Süle ist der Fußball der Marke Hoffenheim zurückgekehrt

erstellt am Donnerstag, 25 Februar 2016
Hoffenheim vs. Borussia Dortmund v. li. im Zweikampf Sokratis Papastathopoulos (Dortmund) und Ilkay Gündogan(Dortmund) gegen Rojas E. Vargas (Hoffenheim). Hoffenheim vs. Borussia Dortmund v. li. im Zweikampf Sokratis Papastathopoulos (Dortmund) und Ilkay Gündogan(Dortmund) gegen Rojas E. Vargas (Hoffenheim). Foto: Siegfried Lörz

von Sportkurier. Am 23. Bundesliga-Spieltag gastiert die TSG Hoffenheim am Sonntag (17:30 Uhr) bei Vizemeister Borussia Dortmund.

Der Unterschied zwischen dem Tabellenzweiten und -vorletzten ist nicht nur beim aktuellen Punktekonto groß, auch hinsichtlich Tradition, Fans, Stadion, nationaler und internationaler Erfolge liegen die Westfalen deutlich vorn.

Beide Clubs respektieren sich, doch so richtig mögen tut man sich nicht wirklich

In den Erstliga-Anfangszeiten folgten immer wieder Giftpfeile von Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke in Richtung Dorfverein, hinsichtlich fehlender Tradition und  finanzieller Ungerechtigkeit. Die BVB-Fans nahmen daraufhin TSG-Mäzen Dietmar Hopp ins Fadenkreuz.

Diskussionsstoff gab es, nachdem ein überdimensionales 1899-Fantrikot auf den Rängen den Besitzer wechselte, Borussen-Fans im Gästeblock sich Akustik-Terror in Form von Pfeiftönen ausgesetzt sahen oder Top-Zuschläge die Gemüter erhitzten.

Da passte es gar nichts ins Bild, dass die Blau-Weißen am vorletzten Spieltag 2012/13 ausgerechnet im Dortmunder Hexenkessel mit einem 2:1 Überraschungserfolg den Grundstein für den nicht mehr für möglich gehaltenen Klassenerhalt legten. Vor der Sonntagspartie ist die sportliche Situation ähnlich. Das Abstiegsgespenst hat sich wieder in den Kraichgau verirrt. Die TSG braucht, bei zwei Zählern Rückstand auf den Relegations- und drei auf einen Nichtabstiegsplatz, jeden Punkt.

Die allgemeine  Stimmungslage hat sich nach dem Trainerwechsel und zuletzt vier Punkten deutlich verbessert

Im Training wird konzentriert gearbeitet, aber auch gelacht. Trainer Julian Nagelsmann hat für neue Aufbruchsstimmung gesorgt, das Vertrauen in die eigene Stärke ist zurückgekehrt. Man tritt im Überlebenskampf Bundesliga selbstbewusster, entschlossener und mutiger auf.

Auch wenn die Erfolgsaussichten gegen die schwarz-gelben Seriensieger nicht sonderlich groß sind, glaubt man an seine Chance. Trainer Nagelsmann: "Natürlich wollen wir auch in Dortmund einen Plan entwickeln und unsere offensive Philosophie auf den Platz bringen."

Hoffenheim vs. Borussia Dortmund Pierre-Emerick Aubameyang (Dortmund) mit Ball. Foto: Siegfried Lörz

Positiv stimmt der letzte Vergleich, als es der TSG gelang, als erste Mannschaft dem BVB unter Trainer Tuchel nach elf Siege in Folge die ersten Punkte beim 1:1 abzunehmen. Ein Remis wäre auch am Sonntag ein Wunschergebnis. Dortmund ist in dieser Saison zu Hause noch ungeschlagen, holte 28 der 30 möglichen Punkte bei einem Torverhältnis von 31:8.

Besonders schwer wird die Aufgabe für Niklas Süle, der auf BVB-Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang trifft

Der 20-jährige Innenverteidiger überzeugte zuletzt durch eine resolute und zweikampfstarke Spielweise. Der U21-Nationalspieler zur momentanen Gefühlslage: "Der Heimsieg über Mainz war ein super Gefühl, dass wir schon lange nicht mehr hatten. Besonders die Art und Weise, wie wir gespielt haben, erinnert an den Fußball der "Marke Hoffenheim". Wir attackieren jetzt viel früher, zwingen so den Gegner zu Fehlern und erarbeiten uns mehr Ballgewinne weiter vorne."

Auf die Stimmung in Dortmund freut er sich besonders: "Das ist überragend. Wir brauchen uns vor niemanden verstecken, wir sind gerade richtig gut im Rhythmus. In Dortmund haben wir meist gut ausgesehen, enge Spiele abgeliefert. Die Stimmung ist einmalig, für jeden ein Erlebnis."

Letzte Änderung am Donnerstag, 25 Februar 2016

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