Freitag, 21. Januar 2022

Ein Bonus-Spiel für die Hoffenheimer +++ 1899 Hoffenheim gastiert am Sonntag beim FC Bayern München

erstellt am Freitag, 29 Januar 2016
Szene aus dem Hinspiel. Bayerns Arjen Robben schießt auf das Hoffenheimer Tor. Szene aus dem Hinspiel. Bayerns Arjen Robben schießt auf das Hoffenheimer Tor. Bild: Rafael Kowollik.

von Sportkurier. Am zweiten Rückrunden-Spieltag der Fußball-Bundesliga gastiert die TSG Hoffenheim am Sonntag um 17:30 Uhr bei Tabellenführer FC Bayern München.

Die Voraussetzungen könnten nicht unterschiedlicher sein.

Während kaum einer am zehnten Heimsieg im zehnten Heimspiel des Bundesliga-Krösus zweifelt (Heim-Torverhältnis 32:3),ist es für den krassen Außenseiter ein Bonus-Spiel. Die Nordbadener haben nichts zu verlieren, könnten mit einer Überraschung nicht einkalkulierte Punkte verbuchen.

Doch schon der Glaube daran fällt schwer. Die Voraussetzungen für den Überraschungscoup sind gewaltig. Eine außerordentliche Energieleistung, Glück und Geschick sowie eine schwächelnde Heimelf wären dabei von Nöten.

Hoffenheims Schär köpft den Ball aus dem Gefahrenbereich - die Bayern Angreifer haben das Nachsehen. Szene aus dem Hinspiel. Bild: Rafael Kowollik.

Bayern gegen Hoffenheim ist auch ein Duell der Rekorde

Die Gastgeber haben noch keines der bisherigen 15 Duelle verloren. Es gibt keinen Verein, der so oft gegen einen anderen spielte, ohne zu verlieren. Beim 2:1 Hinspiel-Erfolg der Münchner stellte TSG-Angreifer Kevin Volland mit einem Treffer nach nur neun Sekunden einen neuen Bundesligarekord auf.

Beide gingen bisher sehr unterschiedlich mit einer Führung um. Die TSG verspielte am häufigsten eine Führung (sieben Mal, das kostete 17 Punkte), während die Münchner alle 16 Saisonspiele nach Führung für sich entschieden.

In diesem Duell treffen zwei unterschiedliche Trainer-Philosophien aufeinander. Während Bayerns Pep Guardiola großen Wert auf eine offensiv geführte Dominanz legt, bevorzugt sein Gegenüber Stevens eher eine defensive, stabile Grundausrichtung. Die Trainer-Bilanz des Niederländers gegen die Bayern in 21 Bundesliga-Spielen, bei fünf Unentschieden und fünf Siegen sowie nur sieben Gegentore in acht Spielen, ist überdurchschnittlich gut.

Macht Bayern-Toptorjäger wieder den Ausschlag? Im Hinspiel erzielte er den 2:1 Siegtreffer in der Nachspielzeit. Bild: Kowollik

Hoffenheims Manager Alexander Rosen ist kein großer Freund von solchen Statistiken

Dennoch stimmen ihn die gezeigten Leistungen beim 1:1 Auftakt gegen Leverkusen positiv: "Der Auftritt war gut, der Punkt verdient. Wir haben gut strukturierte Spielzüge gesehen, am Ende hat oftmals nur wenig gefehlt. Es war ein gut erkennbarer Fortschritt im Spiel mit dem Ball. Der Auftritt und der Punkt geben ein gutes Gefühl für die nächsten Aufgaben."

Für die nächsten Wochen sieht Rosen Steigerungsmöglichkeiten: "Wir haben noch Entwicklungspotenzial, hier und da ist noch etwas Punch möglich. Wenn wir so weiter zur Sache und an die nächsten Aufgaben herangehen, packen wir es auch."

Der 36-jährige gebürtige Augsburger ist mit der Vorgehensweise von Trainer Huub Stevens bei der Kaderzusammenstellung eins: "Der Trainer belohnt Einsatz und Trainingsfleiß. Bestes Beispiel war zuletzt Jiloan Hamad, den sicherlich kaum einer für die Startformation auf der Rechnung hatte. Der Trainer stellt nach Leistung auf, jeder bekommt so seine Chance.

Überraschungen sind da immer drin. Dies ist mit Sicherheit auch in der letzten Partie des 2. Spieltages zu erwarten. Stevens hat, nachdem einige Verletzten wieder mittrainierten, personell mehr Alternativen.

Letzte Änderung am Freitag, 29 Januar 2016

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