Mittwoch, 01. Februar 2023

Christoph Baumgartner: "Wir sind nun in der Jägerrolle, die wollen wir annehmen und noch mal zurückschlagen."

erstellt am Freitag, 22 April 2022
Christoph Baumgartner (TSG Hoffenheim). Christoph Baumgartner (TSG Hoffenheim). Bild: Siegfried Lörz/Kraichgaufoto.

sport-kurier. Die Bundesliga-Saison 2021/22 befindet sich vor dem 31. Spieltag auf der Zielgeraden.

Während Spitzenreiter FC Bayern München mit einem Heimsieg über den Zweiten Borussia Dortmund sich vorzeitig den zehnten Meistertitel in Folge sichern kann und Schlusslicht SpVgg Greuther Fürth bereits mit einem Bein in der 2. Liga steht, sind die weiteren Positionen im Abstiegskampf sowie um die internationalen Platzierungen äußerst spannend und eng umkämpft. Womöglich fallen die meisten Entscheidungen erst am 14. Mai nach dem Abpfiff einer außergewöhnlichen Bundesligasaison.

Auch für die TSG Hoffenheim ist noch einiges möglich, wenngleich die Kraichgauer nach zuletzt fünf sieglosen Spielen ihren eigenen Ansprüchen hinterherhinken. Nachdem zunächst eine mögliche Champions League-Qualifikation durch Niederlagen gegen Hertha BSC Berlin, VfL Bochum und RB Leipzig verspielt wurde, droht jetzt nach einem enttäuschenden torlosen Remis gegen Fürth sogar die Europa League-Qualifikation verlorenzugehen.

Vor dem Auswärtsspiel am Samstag, den 23. April um 15.30 Uhr bei Eintracht Frankfurt hat sich die Ausgangslage für die Blau-Weißen völlig verändert. Nachdem Union Berlin und der 1. FC Köln in der Tabelle vorbeigezogen sind, hat die Hoeneß-Truppe auf Platz 8 nichts mehr zu verlieren und muss zum einen selbst möglichst oft punkten und zum andern auf eine schwächelnde Konkurrenz hoffen. In den restlichen vier Saisonspielen in Frankfurt, zu Hause gegen Freiburg und Leverkusen sowie am letzten Spieltag in Mönchengladbach erwartet die TSG ein anspruchsvolles und zugleich schwieriges Restprogramm.

"Wir sind nun in der Jägerrolle, die wollen wir annehmen und noch mal zurückschlagen", sagt TSG-Mittelfeldspieler Christoph Baumgartner und hofft, dass sein Team noch mal in die Erfolgsspur zurückfindet und in Frankfurt eine Wende herbeiführt: "Wir hoffen, dass wir in den letzten Partien in der Jägerrolle vielleicht Richtung internationale Plätze noch mal angreifen können." Auch Trainer Sebastian Hoeneß hat noch Hoffnungen: "Es geht nur über Erfolgserlebnisse, die man erzwingen muss, das ist Psychologie. Der Flow ist abhandengekommen, dafür gibt es Gründe, da sind einige Dinge zusammengekommen. Uns fehlt dieses eine verdammte Tor, um wieder etwas ins Fließen zu kommen." Der Vorteil ist, dass es in zwei aufeinanderfolgenden Heimspielen gegen direkte Konkurrenten geht. Tabellarisch ist dabei in beide Richtungen alles möglich.

Die Frankfurter gelten nicht als besonders heimstark, holten in den bisherigen 15 Bundesliga-Heimspielen nur 17 Punkte, genauso viele wie Hoffenheim in ihren 17 Auswärtspartien. Nachdem die Hessen in der Heimtabelle nur Rang 16 belegen, warten die Nordbadener seit fünf Jahren auf einen Erfolg in der Frankfurter Arena. Während die Eintracht zuletzt nur bei ihren Europa League-Auftritten glänzte, holte sie aus den letzten vier Bundesliga-Begegnungen nur zwei Punkte und belegt in der Rückrundentabelle Platz 14. Doch auch die Hoffenheimer konnten zuletzt nicht glänzen und holten aus den letzten vier Partien nur einen Zähler.

Auffallend ist bei der TSG vor allem die schlechte Chancenverwertung, die in der zweiten Saisonhälfte statistisch den schlechtesten Wert aller Erstligisten aufweist. Hinzu kommt die seit Wochen andauernde Sturmflaute. Seit über acht Wochen konnte kein Stürmer mehr einen Bundesligatreffer erzielen. Letztmals traf Andrej Kramaric am 19. Februar beim 2:1-Sieg in Wolfsburg.

Am Samstag kommt es zu einem interessanten Duell zweier Flankenspezialisten. Der Frankfurter Filip Kostic und der Hoffenheimer David Raum verweisen im bisherigen Saisonverlauf die meisten Flanken aus dem Spiel heraus. Dieses Duell auf den Außenbahnen könnte mit entscheidend für den Spielausgang werden.

Personell müssen die Gäste erneut umbauen. Verletzungsbedingt fehlen am Samstag die beiden Innenverteidiger Benjamin Hübner und Chris Richards. Mit Baumgartner und Pavel Kaderabek fehlen zudem erneut zwei Leistungsträger aufgrund einer Gelbsperre. Was die Gelben Karten anbelangt, belegen die Kraichgauer nach 30 Spieltagen mit 68 Karten unangefochten Platz 1 in der Bundesliga, gefolgt vom FC Augsburg (65) und Bayer 04 Leverkusen (62). Eine Statistik, die es zu überdenken gilt und die in der aktuell sportlichen wichtigen Saisonphase alles andere als förderlich ist.

 

 

Letzte Änderung am Freitag, 22 April 2022

1. Bundesliga

Adler Mannheim, Rhein-Neckar Löwen, TSG 1899 Hoffenheim, SV Sandhausen, SV Waldhof Mannheim 07, VfR Mannheim, USC Heidelberg, RG Heidelberg - diese und viele andere Vereine präsentieren das Sportgeschehen im Rhein-Neckar-Raum durch ansprechende Leistungen.