Mittwoch, 01. Februar 2023

TSG Hoffenheim mit enttäuschendem Auftritt ++ 1:2 gegen VfL Bochum

erstellt am Sonntag, 03 April 2022
Tor zum 1:2 durch Takuma Asano (VFL Bochum, 10) - Oliver Baumann (TSG 1899 Hoffenheim, 01), ohne Abwehrchance. Tor zum 1:2 durch Takuma Asano (VFL Bochum, 10) - Oliver Baumann (TSG 1899 Hoffenheim, 01), ohne Abwehrchance. Foto: IMAGO / Eibner

sport-kurier. Große Enttäuschung und Ernüchterung bei der TSG Hoffenheim nach der zweiten Bundesliganiederlage in Folge.

Die Kraichgauer haben nach einer 1:2-Heimniederlage gegen den VfL Bochum hinsichtlich ihrer Europapokalträume einen herben Rückschlag erlitten. Die Möglichkeit zur Wiedergutmachung für die 0:2-Hinspielniederlage an der Castroper Straße sowie die Rehabilitation für die 0:3-Niederlage am letzten Spieltag bei Hertha BSC Berlin gingen beide völlig daneben.

Vergeigt die TSG ausgerechnet auf der Zielgeraden gegen Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte ihre ambitionierten Saisonziele? Die Treffer in einer unterhaltsamen Partie des 28. Spieltages vor nur 15.014 Zuschauern erzielten Asano (28./59.) und Raum (54.).

Gegen die Bochumer Spielweise mit enger Manndeckung und schnellem Konterspiel bei eigener Balleroberung taten sich die Gastgeber, die anlässlich ihres Afrika-Spieltages in modischen Afrika-Trikots aufliefen, sehr schwer und fanden oftmals kein geeignetes Mittel gegen die kompakte gegnerische Defensive. Die bislang auswärtsschwachen Bochumer präsentierten sich von Beginn an selbstbewusst, laufstark und bissig in den Zweikämpfen. Bereits nach vier Minuten musste TSG-Keeper Baumann gegen Stafylidis parieren und wenig später strich ein Weitschuss von Soares knapp übers Hoffenheimer Lattenkreuz (11.).

Nachdem Baumgartner die erste TSG-Chance vergab (13.), scheiterte Kramaric gleich zwei Mal an VfL-Keeper Riemann (20./24.). Nachdem Raum eine weitere Möglichkeit für die TSG nicht verwerten konnte, brachte Asano mit einem trockenen Schuss aus 20 Metern ins linke Eck die Gäste überraschend 1:0 in Führung (28.).

Nachdem die Nordbadener in der Folge oft plan- und ideenlos gegen die gut gestaffelte Bochumer Mannschaft anrannten, vergab Pantovic die mögliche 2:0-Führung, als er völlig frei vor Baumann knapp neben das Tor schoss (45.+1). Die knappe Bochumer Pausenführung ging aufgrund der mutigen und engagierten Spielweise in Ordnung. Hoffenheim hingegen enttäuschte wie zuletzt in Berlin und wirkte in der Offensive viel zu ideenlos.

In der zweiten Hälfte fanden die Gastgeber besser ins Spiel, wirkten entschlossener und zielstrebiger. Nachdem Kramaric aus elf Metern freistehend neben das Tor köpfte (48.), scheiterte der Kroate kurz darauf in aussichtsreicher Position am glänzend parierenden VfL-Keeper (51.). Nur drei Minuten später belohnten sich die Hoffenheimer für ihr Engagement und glichen durch Raum zum 1:1 aus (54.). Ein Pass von Kramaric in den Rücken der Abwehr landete beim Nationalspieler, der von der Strafraumgrenze ins rechte obere Eck traf.

Die Hoffnungen der TSG-Fans auf die Wende wurden jedoch wenig später im Keim erstickt, als nach einem langen Abschlag von Riemann sich Asano gegen Grillitsch im Zweikampf energisch behauptete und im Alleingang vor Baumann die Nerven behielt und mit seinem zweiten Treffer die Gäste erneut in Führung brachte (59.). Die Partie nahm weiter an Fahrt auf: Zunächst verfehlte Bebou aus kurzer Distanz und spitzem Winkel das Gäste-Tor (76.) und kurz darauf lenkte Riemann einen Kramaric-Schuss mit den Fingerspitzen über die Querlatte (78.).

Hoffenheim setzte in der Schlussphase alles auf eine Karte und hatte dabei Glück, dass ein dritter Treffer von Asano wegen vorherigem Foulspiel von Polter aberkannt wurde (86.). Während die Hoeneß-Truppe in den Schlussminuten sich keine Tormöglichkeit mehr erspielen konnte, hatte auf der anderen Seite der eingewechselte Bonga Pech, als er nach einer schönen Einzelaktion nur das Außennetzt traf (90.+5).

Die Bochumer brachten letztendlich mit Glück und Geschick das Ergebnis über die Zeit und feierten nach dem Schlusspfiff zusammen mit ihren lautstarken rund 2.000 mitgereisten Fans drei wertvolle Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Ein enttäuschter Torhüter Baumann: "Es war nicht zufriedenstellend, wirke ein Stück weit unreif. Es muss uns klar sein: Wenn wir etwas erreichen wollen, müssen wir mehr abliefern." Hoffenheim verpasste durch die Freiburger Niederlage gegen die Bayern (1:4) den Sprung auf Platz 5 und muss am nächsten Spieltag am Sonntag, den 10. April um 19.30 Uhr bei RB Leipzig antreten.

TSG Hoffenheim: Baumann - Akpoguma (46. Richards), Grillitsch, Vogt - Kaderabek (46. Georginio), Samassekou (84. Rudy), Stiller (71. Geiger), Raum - Baumgartner - Bebou (84. Bruun Larsen), Kramaric
VfL Bochum: Riemann - Gamboa (88. Bockhorn), Masovic, Leitsch, Soares - Losilla, Rexhbecaj, Stafylidis (73. Osterhage) - Pantovic (61. Holtmann), Asano (88. Bonga) - Polter

Tore: 0:1 Asano (28.), 1:1 Raum (54.), 1:2 Asano (59.)
Schiedsrichter: Siebert
Zuschauer: 15.014

 

 

 

 

Letzte Änderung am Sonntag, 03 April 2022

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