Mittwoch, 01. Februar 2023

Sebastian Hoeness: "Wir erwarten tief stehende Bochumer."

erstellt am Donnerstag, 31 März 2022
1. Bundesliga, 11. Spieltag, VfL Bochum - TSG Hoffenheim 2:0. Soma Novothny (VfL Bochum), li., erzielt das Tor zum 1:0, rechts Kevin Vogt und Torwart Oliver Baumann (TSG Hoffenheim). 1. Bundesliga, 11. Spieltag, VfL Bochum - TSG Hoffenheim 2:0. Soma Novothny (VfL Bochum), li., erzielt das Tor zum 1:0, rechts Kevin Vogt und Torwart Oliver Baumann (TSG Hoffenheim). Foto: Imago - Maik Hölter/TEAM2sportphoto

sport-kurier. Nach der Länderspielpause empfängt die TSG Hoffenheim am Samstag um 15.30 Uhr in der Sinsheimer PreZero-Arena den Tabellenzwölften VfL Bochum.

In der Partie des 28. Bundesligaspieltages, die unter dem Motto "Afrika-Spieltag" läuft und in der die Gastgeber mit ganz speziellen Afrika-Trikots auflaufen werden, haben die Kraichgauer gleich doppelten Grund zur Wiedergutmachung.

Zum einen gilt es sich für die 0:3-Auswärtsniederlage am letzten Spieltag bei Hertha BSC Berlin zu rehabilitieren und zum anderen für die 0:2-Hinspielniederlage in Bochum zu revanchieren. In beiden Spielen mussten die Nordbadener trotz deutlich mehr Spielanteilen und Ballbesitz sowie einem Chancenplus am Ende ohne Torerfolg die Heimreise antreten.

TSG-Trainer Sebastian Hoeneß sagte bei der Spieltags-Pressekonferenz rückblickend: "Wir haben das 0:3 in Berlin aufgearbeitet, Einzelgespräche geführt und mit den daheimgebliebenen Spielern die Partie analysiert. Bei Hertha BSC mussten wir auf zehn Spieler verzichten, das müssen wir nun in der Belastungssteuerung beachten. Da sind ein paar Dinge zusammengekommen, wir waren alle sehr unzufrieden, vor allem über unsere schwache Leistung. Es war ein Tag, an dem nichts zusammenlief."

Vor allem die zweithöchste Saisonniederlage in der Bundeshauptstadt war schwer verdaubar, zumal man die große Chance vergab mit einem Sieg gegen die zuvor kriselnden Herthaner sich um zwei Plätze auf den 4. Tabellenplatz zu verbessern. Doch diese Chance bietet sich den Blau-Weißen am Wochenende erneut. Im Duell mit den beiden jeweils nur um einen Punkt besser platzierten Leipzigern und Freiburgern haben die Kraichgauer mit Blick auf den Spielplan gegen Bochum das leichtere Programm, während Freiburg Tabellenführer FC Bayern empfängt und Leipzig zum Zweiten Dortmund muss.

Es ist zu erwarten, dass die Bochumer ähnlich wie zuletzt die Berliner am Samstag tief stehen werden und die Räume eng machen, um dann mit schnellem Umschaltspiel sich Torchancen zu erspielen. Für die Hoeneß-Truppe gilt es, entsprechende Lösungen zu finden, um gegen die dicht gestaffelte VfL-Hintermannschaft zu Torchancen zu kommen und diese vor allem effizienter zu verwerten. Beim Bochumer Spielstil hat Hoeneß keine Veränderungen festgestellt: "Sie haben seit dem 2:0-Sieg gegen uns im Hinspiel nicht viel verändert. Sie bleiben gegen den Ball häufig in Manndeckung. Das ist simpel, aber effektiv. Sie streben hohe Balleroberungen und Konter-Tore an und kommen über zweite Bälle, Zweikämpfe und Freistöße in der gegnerischen Hälfte zum Erfolg. Bochum steht kurz davor, sein Saisonziel zu erreichen, die Mannschaft kann frei aufspielen."

Dabei spricht für die Gastgeber deren Heimstärke. Nur in einem ihrer letzten elf Heimspiele verließen die TSG-ler den Platz als Verlierer. Zudem zählen die Bochumer zu den auswärts schwächeren Teams, nur Mainz 05 und Greuther Fürth haben eine noch schlechtere Auswärtsbilanz vorzuweisen. Bislang standen sich beide Mannschaften in der höchsten deutschen Spielklasse fünfmal gegenüber. Dabei siegte der VfL drei, die TSG zwei Mal. Hoeneß zeigt sich vor dem sechsten Duell optimistisch: "Wir möchten wieder so auftreten, wie wir uns selbst sehen: als geschlossene Einheit, dynamisch und mutig nach vorn spielend. Die Vorbereitung war durch die Bundesliga-Pause nicht ganz optimal, aber damit kennen wir uns ja mittlerweile aus. Wir wollen Bochum schlagen."

Personell muss Hoeneß weiterhin immer wieder umstellen, wenngleich er auf einen ausgeglichenen, gut bestückten Kader zurückgreifen kann. Die Liste an Ausfällen will einfach nicht enden. Nachdem zuletzt in Berlin mit Ihlas Bebou, Florian Grillitsch und Pavel Kaderabek wichtige Leistungsträger wegen COVID-19 ausgefallen waren sowie Benjamin Hübner in der Bundeshauptstadt nach einer Infektion nicht zum Einsatz kam, erwischte es in der Länderspielpause jetzt Verteidiger Stefan Posch. Der 24-jährige Österreicher hatte sich bei der Nationalmannschaft mit dem Coronavirus infiziert und wird gegen Bochum ebenso fehlen wie Fisnik Asllani und die Langzeitverletzten Ermin Bickacic und Robert Skov.

 

 

Letzte Änderung am Donnerstag, 31 März 2022

1. Bundesliga

Adler Mannheim, Rhein-Neckar Löwen, TSG 1899 Hoffenheim, SV Sandhausen, SV Waldhof Mannheim 07, VfR Mannheim, USC Heidelberg, RG Heidelberg - diese und viele andere Vereine präsentieren das Sportgeschehen im Rhein-Neckar-Raum durch ansprechende Leistungen.