Mittwoch, 01. Februar 2023

Hält die Hoffenheimer Siegesserie auch gegen den FC Bayern München?

erstellt am Donnerstag, 10 März 2022
Robert Lewandowski (Bayern) im Kopfballduell mit mit Stefan Posch und Florian Grillitsch (Hoffenheim). FC Bayern Muenchen gegen die TSG 1899 Hoffenheim Saison 2021/2022 am 23. Oktober 2021 in München. Robert Lewandowski (Bayern) im Kopfballduell mit mit Stefan Posch und Florian Grillitsch (Hoffenheim). FC Bayern Muenchen gegen die TSG 1899 Hoffenheim Saison 2021/2022 am 23. Oktober 2021 in München. Foto: IMAGO / Schiffmann

sport-kurier. Das Spitzenspiel des 26. Bundesligaspieltages steigt am Samstag um 15.30 Uhr in Sinsheim zwischen der TSG Hoffenheim und dem FC Bayern München.

Beim Duell zwischen dem Tabellenvierten und dem Spitzenreiter von der Isar dürfte erstmals die zulässige Zuschauerkapazität von 26.500 Besuchern (3G-Regelung) ausgeschöpft sein. Nach vier Siegen in Folge können die Gastgeber mit einem weiteren Erfolg gegen den Rekordmeister einen eigenen Vereinsrekord seit ihrer Bundesligazugehörigkeit 2008 aufstellen.

Dass dies gegen den bayerischen Dauer-Abo-Meister kein leichtes Unterfangen wird dürfte klar sein, obwohl die Münchner zuletzt im Ligawettbewerb etwas von ihrer Souveränität und Dominanz eingebüßt haben. Die Bayern haben in der Rückrunde schon so viele Punkte abgegeben wie in der gesamten Hinserie (jeweils ein Remis und zwei Niederlagen). Auch wenn kaum keiner an der zehnten Meisterschaft in Folge zweifelt, spielen die Münchner mit bisher 16 Punkten ihre im Vergleich schwächste Bundesliga-Rückrunde seit zehn Jahren.

Doch von einer Schwächephase kann man deshalb nicht sprechen. Der Einzug ins Champions League-Viertelfinale nach einem beeindruckenden 7:1-Erfolg über den österreichischen Meister RB Salzburg vor zwei Tagen hat bei den Bayern neues zusätzliches Selbstvertrauen geweckt. Es war ein imposantes Signal, eine Art Machtdemonstration, dass die offensivstarken Bayern mit diesem Kantersieg in Richtung internationale Konkurrenz gesendet haben. "Es war ein Statement", sagte treffend Nationalkeeper Manuel Neuer nach seinem ersten Einsatz nach fast vierwöchiger Pause aufgrund einer Meniskusoperation.

Dennoch sind die Hoffenheimer nicht chancenlos gegen den Ligakrösus. Für sie spricht die aktuell gute Form sowie die Heimstärke mit bislang acht Heimsiegen. Besonders gerne blickt man im TSG-Lager auf das letzte Gastspiel der Rot-Weißen an der A6 zurück, dass man am 2. Spieltag der Saison 2020/21 mit 4:1 für sich entscheiden konnte. Für den gebürtigen Münchner und ehemaligen Coach des FC Bayern II war ein perfekter Einstand im ersten Bundesligaheimspiel. Wettbewerbsübergreifend war es zugleich die einzige Niederlage der damaligen Truppe von Trainer Hansi Flick in 48 Pflichtspielen im gesamten Kalenderjahr 2020. Beeindruckend ist zudem die Heimbilanz mit drei Siegen aus den letzten fünf Duellen gegen den FCB.

Es ist jedoch hinlängst bekannt, dass die Nagelsmänner besonders dann am stärksten und hochmotiviert sind, wenn es gegen starke Gegner geht. Hierbei sind sie meistens in der Lage eine Spitzenleistung abzurufen. So ist es auch zu erklären, dass sie die bisherigen fünf Auswärtsspiele gegen Teams, die aktuell in der oberen Tabellenhälfte stehen, alle gewonnen und dabei 21 Tore erzielten.

Eine besondere Stärke der Hoffenheimer sind die offensiven Vorstöße auf der linken Angriffsseite durch David Raum. Die präzisen und exakten Flanken des 23-jährigen Verteidigers sorgen stets für höchste Torgefahr im gegnerischen Strafraum und waren zuletzt häufig Grundlage für viele Torerfolge. So auch am letzten Spieltag in Köln, als Raum maßgeschneidert auf den aufgerückten Stefan Posch flankte und dieser zum 1:0-Siegtreffer einköpfte.

Für den zu Saisonbeginn aus Fürth gekommenen Raum war es bereits der elfte Scorerpunkt. Mit 62 Torschuss-Vorlagen liegt Raum ligaweit auf Rang zwei. Einzig Bayerns Thomas Müller kann mit 72 Assists mehr vorweisen. Bei 16 direkten Torbeteiligungen ist der 32-jährige Ur-Bayer ohnehin Ligaspitzenreiter. Man darf gespannt sein, was sich die Bayern gegen die zunehmend linkslastige Hoffenheimer Offensive einfallen lassen werden und wie die Kraichgauer Müller in Schach halten wollen.

Ein weiteres interessantes Duell ist das Aufeinandertreffen der beiden Trainer Sebastian Hoeneß und Julian Nagelsmann. Insgesamt 116 Bundesliga-Spiele saß der heutige Bayern-Coach Nagelsmann auf der TSG-Bank - mehr als bisher jeder andere Trainer. Mit 1,65 Punkten pro Spiel hat der heute 34-Jährige den besten Punkteschnitt aller Hoffenheimer Cheftrainer in der Bundesliga. Gleich an zweiter Stelle ist bereits der heutige Coach Hoeneß mit 1,46 Punkten pro Spiel (86 Zähler aus 59 Partien).

Alles in allem verspricht die Partie am Samstag in vielerlei Hinsicht ein spannendes Match zu werden, wenngleich die Gesamtbilanz der Gastgeber gegen die Bayern noch sehr ausbaufähig ist. Gegen kein anders Team kassierten die Hoffenheimer so viele Bundesliganiederlagen und Gegentore. Im Hinspiel gewann der Rekordmeister souverän 4:0.

 

 

Letzte Änderung am Donnerstag, 10 März 2022

1. Bundesliga

Adler Mannheim, Rhein-Neckar Löwen, TSG 1899 Hoffenheim, SV Sandhausen, SV Waldhof Mannheim 07, VfR Mannheim, USC Heidelberg, RG Heidelberg - diese und viele andere Vereine präsentieren das Sportgeschehen im Rhein-Neckar-Raum durch ansprechende Leistungen.