Mittwoch, 01. Februar 2023

Es geht zum "Lieblingsgegner" 1. FC Köln

erstellt am Freitag, 04 März 2022
Die TSG-Fans hoffen auf die Quali für den Euro-Cup. Die TSG-Fans hoffen auf die Quali für den Euro-Cup. Bild: Siegfried Lörz

sport-kurier. Im Duell Tabellenachter gegen Sechster gastiert die TSG Hoffenheim am 25. Bundesligaspieltag am Sonntag um 17.30 Uhr beim 1. FC Köln.

Nach drei Siegen in Folge reisen die Kraichgauer mit viel Selbstvertrauen an den Niederrhein. Rückblickend auf die letzten Spiele könnte man die Hoffenheimer auch als Spätzünder umschreiben, schließlich gewannen sie zuletzt zweimal nach Rückständen in der Schlussphase. Insgesamt drehten die Blau-Weißen bereits sechs Spiele in dieser Saison und damit doppelt so viele wie jeder andere Bundesligist. Gegner Köln hingegen verspielte schon sieben Mal eine Führung und damit mehr als jeder andere Erstligist.

Für Christoph Baumgartner, gefeierter Held und zweifacher Torschütze beim 2:1-TSG-Sieg am letzten Spieltag gegen den VfB Stuttgart, muss es nicht immer so spannend zugehen: "In Zukunft müssen wir früher in Führung gehen und die Spiele von Beginn an dominieren. Wenn es nach mir ginge, müssen wir es nicht immer so spannend machen."

Das Gedränge um die internationalen Plätze bleibt weiterhin äußerst spannend. Von Platz vier bis sechs trennt bei jeweils 40 Punkten Leipzig, Freiburg und Hoffenheim lediglich die Tordifferenz. Hinsichtlich einer möglichen Europapokalteilnahme halten sich die Hoffenheimer noch etwas zurück. TSG-Nationalspieler David Raum: "Es ist noch zu früh, um darüber zu sprechen, ob wir nächste Saison international spielen. Es gibt noch einige Spiele, aber natürlich ist es ein Traum von uns. Wir denken jedoch von Spiel zu Spiel." Und für Trainer Sebastian Hoeneß macht es erst Sinn, ab dem 30. Spieltag die Tabelle heranzuziehen, da sich bis dahin noch einiges verändern kann und es zum jetzigen Zeitpunkt eh nichts bringt.

Den Kölnern stehen mit Hoffenheim, Leverkusen und Dortmund schwere Hammer-Spiele bevor. "Jetzt kommen drei Gegner, die um die Champions League mitspielen und sehr hohe Qualität haben", sagt FC-Coach Steffen Baumgart im Vorfeld. Danach trifft der FC mit Union Berlin und Mainz 05 auf weitere direkte Konkurrenten um einen Europapokalplatz. Die Kölner haben eine internationale Teilnahme noch nicht abgeschrieben, schließlich können sie mit einem Heimspiel am Sonntag bis auf einen Zähler an die TSG herankommen.

Wenig Hoffnung macht hierbei jedoch der Blick auf die letzten Duelle. Die Rot-Weißen verloren zuletzt sieben Mal in Folge gegen die Nordbadener, sind seit elf Bundesligaspielen sieglos. Gegen keinen anderen Verein weisen die Hoffenheimer eine längere Siegesserie auf. Beeindruckend war auch das Hinspiel, das die Hoeneß-Truppe mit 5:0 klar für sich entscheiden konnte. Kölns Trainer Baumgart blendet das völlig aus: "Wir wollen das Spiel gewinnen - und das hat nichts mit dem Hinspiel zu tun. Darüber denkt niemand mehr nach, dafür ist der Fußball zu schnelllebig."

Zwei Spieler, die zuletzt besonders bei beiden Mannschaften im Fokus standen, haben recht unterschiedliche Vorzeichen vor dem bevorstehenden Duell: Während bei den Gästen der Österreicher Baumgartner noch nie gegen die Geißböcke verloren hat und in vier Partien vier Treffer erzielte, wartet Kölns Tormaschine Anthony Modeste seit sieben Spielen immer noch auf ein Erfolgserlebnis bzw. einen Torerfolg gegen seinen ehemaligen Verein. Der 33-jährige Vollblutstürmer, der von 2013 bis 2015 insgesamt 19 Tore in 55 Pflichtspielen für die Hoffenheimer erzielte, ist mit 15 Saisontreffern Kölns Lebensversicherung.

Hoffenheims Rekordtorjäger Andrej Kramaric scheint der nächste Gegner ganz besonders zu liegen. In den vergangenen drei Duellen sammelte der Kroate sieben Torbeteiligungen (fünf Treffer und zwei Vorlagen). Das ist innerhalb von drei Partien gegen einen Klub der höchste aktive Wert eines Bundesliga-Spielers.

Das Spiel in der Domstadt im RheinEnergieSTADION darf nach einer Genehmigung des Kölner Gesundheitsamtes vor der aktuellen Rekordkulisse von 37.500 Zuschauern stattfinden. Möglich wurde dies im Rahmen der aktuellen Coronaschutzverordnung, die es den zuständigen lokalen Behörden in Kombination mit einem tragfähigen Hygiene- und Infektionsschutzkonzept erlaubt, Ausnahmegenehmigungen zu erteilen. Ursprünglich wären, wie in Nordrheinwestfalen üblich, 25.000 Fans erlaubt gewesen.

 

 

Letzte Änderung am Freitag, 04 März 2022

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Adler Mannheim, Rhein-Neckar Löwen, TSG 1899 Hoffenheim, SV Sandhausen, SV Waldhof Mannheim 07, VfR Mannheim, USC Heidelberg, RG Heidelberg - diese und viele andere Vereine präsentieren das Sportgeschehen im Rhein-Neckar-Raum durch ansprechende Leistungen.